Heute ging’s also endgültig los. Gegen 11 Uhr bin ich von Villingen weggefahren.
Das Ziel war Freiburg im Braisgau und der Weg dorthin nur etwa zur Hälfte klar. Die recht schöne Strecke ging über Urach, St. Mergen und St. Peter. Der Roller lief gut, nur die Straßen waren teilweise in weniger gutem Zustand. Irgendwann wars dann wohl doch ein Schlagloch zuviel und der Roller wurde immer lauter. Ein kurzer Check hat dann ergeben, dass von den 3 Schrauben die den Auspuff am Motor halten nur noch eine da ist und die war auch schon sehr locker. Einen Vorteil hatte das allerdings: ich musste immer bremsen wenn ich an einem Tempo 70 Schild vorbeifuhr. Da ich keine passenden Ersatzschrauben dabei hatte bin ich eben so weiter gefahren.
Etwa 20 km vor Freiburg wollten mich die Verkehrsschilder dann über eine Kraftfahrstraße nach Freiburg lotsen. Die durft ich natürlich nicht befahren, also bin ich grob nach Kompass Richtung Westen weiter gefahren. Letztendlich bin ich dann nen ewig langen Berg hochgefahren, bei ner bergauf Geschwindigkeit von wenigen Km/h hat das auch ewig gedauert. Aber irgendwann bin ich dann im Skigebiet Schauinsland angekommen. War natürlich kein Schnee gelegen, aber Lifte hat man schon gesehen.
Für die quälend lange Auffaht wurde ich dann allerdings mit einer 16 km langen Abfahrt direkt nach Freiburg rein belohnt. War mit Roller schon recht gut, aber mit nem Motorrad ist die Strecke der Hammer. Aber Vorsicht: Die Strecke ist am Wochenende für Motorräder gesperrt.
Inzwischen hatte wohl auch der Auspuff keinerlei Kontakt mehr mit dem Motor, der Lärm war wirklich höllisch. Ich wurde in Freiburg sogar von einem älteren Radler im Vorbeifahren mit einem „Fuc* you“ und einer üblen Geste belegt. Mir war also klar, dass ich das irgendwie reparieren muss. Hab mir dann aber erst mal ne Übernachtungsmöglichkeit gesucht. Glücklicherweise war im „Black Forest Hostel“ noch ein Bett im 21er Zimmer frei.

Spinde im Hostel

Blick aus dem Fenster im Hostel auf Weinberge
Also Sachen abgelegt und erst mal in die Stadt. Und ich muss schon sagen, Freiburg macht seinem Ruf als wärmste Stadt Deutschlands alle Ehre. Satte 33ºC haben die Thermometer angezeigt.
War zwar nur in der Altstadt, aber die gefällt mir sehr gut. Die ganze Altstadt ist eine Fußgängerzone, überall alte Gebäude und Cafés die zum verweilen einladen. Hab ich dann auch gemacht. Am Münster war ich auch, schon beeindruckend. Wurde gerde renoviert, das Gerüst auf der Turmspitze sah n bisschen aus wie ein Hut.

Freiburger Münster
Leider war ich etwas spät dran, deshalb war der Turmzugang schon geschlossen, wär gern hochgegangen.
Nachdem ich die ganze Altstadt mehr oder weniger abgelaufen bin, hab ich mich noch in nen Park gesetzt und gelesen. Danach noch kurz bei Aldi vorbei um Abendessen (Nudeln mit Tomatensauce) zu kaufen.

Ältestes Gasthaus Deutschlands

Verschiedene Rebstöcke im Stadtpark
Die letzten Sonnenstrahlen hab ich dann im Biergarten der Ganter Brauerei eingefangen.
Sehr gemütlich, hab einen der Liegestühle für mich beansprucht und ein „Urtrunk“ frisch aus der Brauerei genossen.
Als es dann dämmerte bin ich zurück zum Hostel und hab mir mein Essen gekocht. Die Küche war echt super ausgestattet.
Von der 500g Packung Nudeln ist auch noch genug für ein Mittagessen morgen übrig geblieben. Hab den Abend dann im Gemeinschaftsraum mit meinem Buch ausklingen lassen.
