In Ost und West

Heute bin ich früh aufgestanden. Mein Bus nach Manchester ging zwar erst um halb eins aber ich hatte noch ein paar Dinge zu erledigen. Zuerst einmal musste ich zur Post um Briefmarken zu besorgen. Der Post Office war auch schnell gefunden. Dann musste ich noch mein Ticket für den Bus ausdrucken, denn das Ticket hab ich gestern noch online gekauft. Normalerweise geht so was ja im Hostel, aber in diesem nicht. In der Post konnte ich allerdings drucken, zum stolzen Preis von 1£. Aber mir blieb nichts anderes übrig. Dann hab ich noch was zu trinken und essen für die Fahrt gekauft und bin dann in den nahegelegenen Greenwich Park. Denn hier gibt’s nicht nur ne schöne Aussicht auf London
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Sondern noch eine Besonderheit: durch das Observatorium in Greenwich verlauft nämlich der Nullte Längengrad, welcher die Welt in Ost und West teilt. Und wer seine Reise schon Project 360 nennt, der sollte an diesem besonderen Ort schon mal gewesen sein. Deshalb präsentieren ich nun hier den Nullpunkt. Rechter Fuß im Osten der Erde, linker Fuß im Westen.

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Dann hab ich mich auch schon auf den Weg zum Busbahnhof gemacht. Einen direkten Zug dorthin konnt ich mir nicht mehr leisten, deshalb musste ich mit der langsameren Ubahn fahren. Aber ich hab ja Zeit.
Die Busfahrt nach Manchester war auch recht ereignislos, wir sind durch den für England typischen Nebel gefahren und man hat wenig gesehen. Gegen 6 war ich dann in Manchester und bin da dann zum Bahnhof gelaufen. Dort hab ich noch zwei Stunden rum gebracht indem ich versucht hab ein kostenfreies Wlan Netzwerk zu finden. Hat auch geklappt. Außerdem hab ich es tatsächlich geschafft all meine britischen Pfund loszuwerden. Sogar die 26 Pence aus Gibraltar die ich noch hatte bin ich losgeworden. Um 8 bin ich dann mit dem Zug zum Flughafen. Zum Flughafen? Ja, denn die billigste Übernachtung in Manchester hätte 48 Euro gekostet. Und das zahl ich sicher nicht für 5 Stunden Schlaf. Stattdessen wollte ich lieber umsonst am Flughafen pennen. Als ich am Flughafen ankam war der schon ziemlich leer. Ich bin dann erst mal alle Terminals abgelaufen um mir einen Überblick zu verschaffen und einen guten Schlafplatz zu suchen. In Terminal 2 im Untergeschoss wurde ich dann fündig. Da war die Jet2.com Check-in Halle untergebracht. Menschenleer. Ideal für mein Nachtlager. Ich hab dort auch ein paar Stuhlreihen gefunden, denn so ganz auf dem Boden wollt ich meine Isomatte dann doch nicht ausbreiten. Nachdem ich mich also häuslich eingerichtet hab, hab ich noch bis Mitternacht gelesen und bin dann eingeschlafen.
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Zweiter Tag in London

Obwohl mein Wecker heute schon um 7:30 Uhr ging bin ich erst ne Stunde später aufgestanden. Nach Frühstück, duschen und etwas Internetrecherche bin ich um 10 los und wieder mit dem Zug in die Stadt zur London Bridge gefahren. Geht echt flott, von der Hosteltüre bis ins Stadtzentrum dauerts keine viertel Stunde. Mein erstes Ziel war dann erst mal wieder die Saint Pauls Cathedral.
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Auch heute war mir der Eintrittspreis von 14£ deutlich zu teuer. Hab aber herausgefunden wie man umsonst rein kommt. Täglich um 12:30 Uhr findet eine Messe statt. Wenn man zehn Minuten vorher zum Ticketschalter geht und sagt, dass man an der Messe teilnehmen will, wird man so durchgelassen. Bis dahin war aber noch etwas Zeit und so bin ich noch etwas in der Gegend rumgelaufen. Am Gebäude der Londoner Börse hab ich dann diesen coolen Sonnen-Kalender entdeckt. Der zeigt mit Hilfe einer Metallscheibe in der sich ein Loch befindet an welches Datum heute ist. Dazu muss man nur schauen wohin das Sonnenlicht durch das Loch der Scheibe auf den Kalender fällt, und zwar um 12 Uhr.
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Dann um halb eins bin ich in die Saint Pauls Cathedral rein. Bilder durfte man leider keine machen, deshalb versuch ich das mal in Worte zu fassen: Atemberaubend. Unter dieser riesigen Kuppel zu stehen und nach oben zu schauen, da kanns einem schon die Sprache verschlagen. Wirklich eine architektonische Meisterleistung. Hab mir so etwa eine halbe Stunde lang die Kirche und ihre Krypta angesehen und bin dann wieder nach drausen.
Da mein Frühstück auch schon wieder ne zeitlang her ist, wollt ich jetzt was zu essen holen. Dafür bin ich nach China Town geradelt und hab da für 7£ am Buffet ordentlich zugelangt. Frisch gestärkt ging’s dann weiter zum Trafalgar Square. Viele Touristen und Straßenkünstler. Auch das Biritsh National Museum war hier angesiedelt. Aber jm Moment stand mir noch nicht der Sinn nach einem Museum.
So bin ich dann erst mal zum Hyde Park und dort etwas spazieren gegangen. Die große Anzahl an Eichhörnchen hat mich überrascht. Auch Vogel und Enten gab’s viele zu sehen.
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Als ich dann so durch den Hyde Park durch war war gleich um die Ecke das Science Museum. Dann bin ich da rein bis das um 6 zu gemacht hat. War auch ziemlich gut.
Da heute Freitag war, hatte das nahegelegene Victoria and Albert Museum bis um 22 Uhr geöffnet. Also bin ich da noch rein. Hat mich aber nicht so umgehauen. Die meiste Zeit hab ich damit verbracht im Innenhof zu sitzen und die Füße etwas hochzulegen. War auch recht idyllisch, im Innenhof war ein kleiner Teich mit Licht und Nebel Anlagen.
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Dann bin ich langsam wieder zurück Richtung London Bridge gegangen, was nochmal gute 4 Kilometer waren. Vorbei am festlich beleuchteten Harrods Kaufhaus
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Und an unzähligen roten Doppeldecker Bussen. Den abends wurde der Verkehr so dicht, dass sie Busse trotz eigener Busspur stecken geblieben sind.
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Dann ging’s noch ein letztes mal über die Millennium Bridge was in der Nacht nochmal was besonderes war. Vor allem die Beleuchtung der Saint Pauls Cathedral.
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Es war dann auch schon recht spät als ich im Hostel angekommen bin und da ich morgen nochmal früh aufstehen muss, bin ich gleich ins Bett.