Upper Rock National Park

Heute wars mal wieder an der Zeit die Wanderstiefel aus zu packen. Hab alles nötige in meinen kleinen Rucksack gepackt und bin dann gegen 10 Uhr los. Ging wieder über die Grenze,  diesmal ohne Wartezeit am Flugplatz. Im Gibraltar hab ich mich dann in den Bus gesetzt der mich für 1,5 € zum Europa Point gefahren hat, was der südlichste Punkt Gibraltars ist.

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Leuchtturm am Europa Point

Es war ziemlich heiß, aber ich bin inzwischen einiges gewohnt. Ich wollte dann einmal das ganze Land von Süd nach Nord durchqueren. Dabei noch den National Park, was praktisch der ganze Felsen ist, mitnehmen und gleichzeitig den höchsten Punkt des Landes erreichen. So ging’s erstmal immer bergauf bis ich den Eingang zum National Park erreichte. Dann waren 13 € fällig (Man kommt hier ganz gut mit Euro durch). Und weiter bergauf. Hab dann eine Route eingeschlagen (Mediterran Steps) die mich bis hoch zum Gipfel auf etwas über 400 Meter bringen sollte. War vom Gelände her auch schon etwas anspruchsvoller und ich war froh um meine Wanderstiefel und konnte nur den Kopf schütteln über ein paar Leute die scheinbar meinten Flip-Flops wären genau so gut geeignet.

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Blick auf die Südspitze

Dummerweise hat der Weg der mich zum Gipfel führen sollte aber plötzlich an einem zugemauerten Tunnel geendet. Das hat der nette Parkranger wohl vergessen mir mitzuteilen. Also umkehren und nen neuen Weg suchen, am besten immer bergauf. Aber davor gab’s nochmal nen schönen Blick auf die Ostseite des Felsens:

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Also ging’s zurück zum Parkeingang und dann eben auf nem anderen Weg nach oben. Irgendwann sind mir dann auch die berühmten Berberaffen begegnet die hier frei leben.

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Dann lag auch noch ne Tropfsteinhöhle auf meinem Weg, da bin ich natürlich rein. Sehr eindrucksvoll.

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Als ich hier per Selbstauslöser ein Foto von mir machen wollte bin ich wohl etwas zu hecktisch ins Bild gestürmt, denn mir ist dabei meine Sonnenbrille vom Kopf gefallen und dann am Boden zerbrochen. Äußerst ärgerlich. Aber nicht zu ändern. Nach der Tropfsteinhöhle gings weiter den Berg hoch, bis ich zu ner alten Geschützstellung kam. Überhaupt ist der ganze Berg voller Tunnel,  Bunker und Kanonen. Nur hier war keine Kanone mehr, die hat man während des Zweiten Weltkriegs gegen ein Flugabwehrgeschütz ausgetauscht und dieses nach dem Krieg auch entfernt.

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Man sieht schon, hier würde der Weg eigentlich enden. Wenn man allerdings auf die Mauern klettert und die Anlage hinter sich lässt kommt man noch etwas weiter und hat den wie ich finde besten Platz Gibraltars gefunden. Gute 400 Meter überm Meer, noch recht südlich mit einem 270º Blick auf die Straße von Gibraltar. Da herrscht echt Hochbetrieb, Schiffe ohne Ende. Und man sieht natürlich Afrika. Wirklich traumhaft. Hier hab ich dann ein paar Postkarten geschrieben und bin einfach nur dagesessen und hab die Aussicht genossen.

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Schiffe die zum tanken in die Bucht von Gibraltar einlaufen

Dann ging’s weiter Richtung Norden. Es gab noch mehr Affen

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Und noch mehr Kanonen

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Irgendwann, etwa 5 Stunden nachdem ich den Europa Point verlassen hab, hab ich dann das nördliche Ende des Felsen erreicht. Von da gab’s eine tolle Aussicht auf den Flughafen und die dahinter liegende Stadt La Linea de la Conception. Eine Aussicht der sich auch die Tierwelt nicht entziehen kann:

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Hier am nördlichen Ende war dann auch das Tunnelsystem zu besichtigen das während der 3-jährigen Belagerung Gibraltars 1778 zur Verteidigung errichtet und mit Kanonen versehen wurde.

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Danach ging’s bergab Richtung Innenstadt. Davor war noch eine alte maurische Burg zu besichtigen.

Unten in der Stadt angekommen wars dann Zeit für eine Stärkung.  Und was liegt da näher als DER Klassiker der britischen Küche: Fish&Chips

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Da der Tag doch ganz schön anstrengend war wollt ich bald ins Bett gehen. Allerdings gab’s bei der Einreise nach Spanien etwas Verzögerung, da hat sich ne lange Schlange an der Passkontrolle gebildet, aber auch das ist ja typisch britisch: immer schön in einer Reihe anstellen und warten.

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Einreise nach Spanien

Irgendwann war dann auch das geschafft und ich bin nach einer unglaublich gut tuenden Dusche ins Bett.

Ein Gedanke zu „Upper Rock National Park

  1. Nach einem steilen und steinigen Aufstieg wird man meist mit einer tollen Aussicht belohnt und du wirst nicht drum rum kommen dir eine neue Brille zu besorgen.
    Liebe grüße die Familie 😀

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