Heute hatte ich nur noch ein paar Stunden auf Tobago, denn meine Fähre zurück nach Trinidad ging um 16 Uhr. Bin recht früh aufgestanden damit ich noch was vom Tag hab. Nach dem Frühstück bin ich mit Schnorchelausrüstung bewaffnet in Richtung Store Bay gelaufen. Denn das wäre mein Plan B gewesen falls Plan A scheitern sollte.
Plan A war ins um die Ecke gelegene fünf Sterne Resort Coco Reef zu kommen und dort von den hoffentlich zahlreichen Liegestühlen zu profitieren. Erstes Hindernis war dann gleich am Eingang der Sicherheitsmann der den Zugang zur Anlage bewachte. Der wurde jedoch mit ner kleinen Geschichte davon überzeugt, dass das schon seine Richtigkeit hat wenn ich in das Resort gehe. Nächstes Problem war dann, dass ich keines der Hotel-Handtücher hatte um es auf meinen Liegestuhl zu legen, sondern nur mein eigenes, was schon aufgefallen wäre. Also hab ich einfach gar kein Handtuch benutzt. Hat einwandfrei funktioniert. Ich hatte also eine Liege im Schatten der Palmen zusamen mit einer exklusiven Badebucht und all dem schönen Ambiente das ma von so nem Laden erwartet. Zu all dem kam dann noch, dass alle fünf Minuten ein Hotelangestellter am Strand rum lief und Wasser, Früchte und Cocktails verteilte. Kostenlos natürlich. Da sag ich dann auch nicht nein dazu.
In der Bucht hab ich mich dann gleich mal auf eine kleine Schnorcheltour begeben. Konnte mit der Pirate’s Bay von gestern zwar überhaupt nicht mithalten, war aber trotzdem ok. Das Wasser war soweit auch klar, hatte aber ziemlich viele Schwebeteilchen herumschwirren, so dass meine Kamera ein bisschen Probleme mit dem Autofokus hatte und ein paar Bilder zu unscharf wurden.
Um kurz vor eins hab ich das Resort wieder verlassen und hab mir was zum Mittagessen geholt. Anschließend ging’s zurück zum Hostel, nochmal duschen, Sachen packen und bezahlen. 536 TT$ für die drei Nächte. Nicht grade billig, vor allem wenn man die letzten vier Monate gar nichts für Übernachtungen gezahlt hat. Aber Tobago scheint generell etwas teurer zu sein als Trinidad, ist halt mehr ne Touristeninsel.
Um kurz vor zwei hab ich mich dann auf den Weg nach Scarborough zum Ferry Terminal gemacht. Wie üblich im inoffiziellen Taxi. An die Hauptstraße gestellt und per Handzeichen den vorbeikommenden Autos signalisiert, dass ich mit will. Keine fünf Minuten später hat mich dann auch einer mitgenommen, zum unschlagbaren Preis von 5 TT$.
Um zwei war ich dann am Terminal, was natürlich viel zu früh war. Also bin ich nochmal auf ein Bier in ne Bar gegangen und hab mir die Zeit ein bisschen damit vertrieben meine Tobago Erlebnisse festzuhalten.
Um vier ist die Fähre dann Richtung Port of Spain gestartet. Die Überfahrt war recht ruhig, die Zeit hab ich zum bloggen genutzt. Die Fähre hat nur etwas länger als gedacht gebraucht, so dass ich erst gegen sieben in Port of Spain war. Direkt nach der Ankunft bin ich zu Margot gelaufen. Dort wollt ich nochmal meine letzten beiden Nächte verbringen bevor ich nach Saint Lucia fliege und dort auf einen Segel-Katamaran gehe um für die nächsten paar Wochen die karibischen Richtung Norden abzusegeln. Denn das hab ich inzwischen mit Reinhard, dem Skipper, fest ausmacht. Es geht also tatsächlich erst mal nicht nach Venezuela.
Bei Margot angekommen wollten wir erst mal was essen gehen. Das war allerdings gar nicht so einfach, denn Montags scheint hier alles geschlossen zu haben. Nach einiger Sucherei haben wir dann aber doch noch was gefunden, eine jamaikanische Burgerbude. War ok, vor allem die Pommes waren gut.
Als wir dann wieder Zuhause waren musste ich unbedingt den Flug für übermorgen buchen. Etwas kurzfristig? In der Karibik kann man täglich fünfmal von jeder Insel auf praktisch jede andere fliegen, der Preis ist immer so um die 100€ unabhängigen davon wann man bucht oder fliegt. Nur ein paar Stunden vor Abflug wirds nochmal etwas teurer. Also schnell mit Skyscanner die Angebote verglichen und den günstigsten gebucht. Das war bei fluege.de. Ein gewaltiger Fehler. Nachdem ich mit Kreditkarte gezahlt hab (10€ Aufpreis für Mastercard) kam anstatt der E-Mail mit der Bestätigung der Buchung und dem E-Ticket nur eine Bestätigung eines Buchungsauftrags. Nochdazu hab ich ein weitere E-Mail gekriegt in der ich aufgefordert wurde zur Verifizierung eine Kopie meiner Kreditkarte und meines Ausweises an das Serviceteam zu senden. Sollte ich dem nicht nachkommen würde die Buchung storniert was natürlich mit einer Servicegebühr von 100€ verbunden wäre. Da denk ich natürlich nicht im Traum dran denen das zu schicken. Ich hab denen dann erst mal ne Mail geschrieben und gefragt ob dastatsächlich eine Mail von denen war oder einfach nur ein Betrugsversuch anderer Leute um an meine Kreditkartendaten zu kommen. Natürlich kam da auch erst mal keine Antwort weil es in Deutschland gerade mitten in der Nacht war. Ich bin also mit nem sehr schlechten Gefühl schlafen gegangen, weil ich eben nicht wusste ob ich jetzt mein Ticket rechtzeitig kriege oder nicht.
Anna ist heute schon um sechs Uhr aufgestanden, da ihre Fähre zurück nach Trinidad heute morgen um neun geht. Ich bin dann auch um sieben aufgestanden um mit ihr zu frühstücken und sie dann zum Taxi zu bringen. Das hatte den angenehmen Nebeneffekt, dass ich den ganzen Tag noch vor mir hatte. Einfach nur zum nahegelegenen Strand war mir zu langweilig. Also hab ich mal im Internet geschaut was man hier sonst so tun kann. Hab von einer schwer zugänglichen Bucht erfahren die angeblich auch zum schnorcheln taugt, allerdings ist sie am komplett anderen Ende der Insel, im Osten. Aber ich hab ja Zeit. Gegen acht hab ich das Hostel verlassen und bin erst mal in nen Diving Shop um ne neue Taucherbrille zu kaufen, denn die die ich auf Barbados hatte ist mir kaputt gegangen. Der Shop, geleitet von zwei Deutschen, war zum Glück gleich um die Ecke. Ne passende Brille war auch schnell gefunden.
Anschließend hab ich mich an die Hauptstraße gestellt und gewartet bis mich eines der vorbeifahrenden Taxis mitnimmt. In der Regel fahre ich hier in Trinidad und Tobago nur mit inoffiziellen Taxis, die sind einfach wesentlich günstiger zahlreicher als die offiziellen Taxis. Gefahren werden die immer von Privatpersonen, und die Taxis sind dann eben deren Privatautos. Man weiß also nie was man so als fahrbaren Untersatz bekommt. Ich hab diesmal ne Rarität abbekommen. Ein Nissan Skyline GT R aus den Siebzigern. Eine Mischung aus klassichem amerikanischen Straßenkreuzer und Sportwagen. Der Motor hat für einen exzellenten Sound gesorgt. Sehr nett.
Das Taxi hat mich dann bis zum Bus Terminal in Scarborough gebracht. Von dort wollte ich dann einen Bus nach Charlotte Ville im Osten Tobagos nehmen. Mit umgerechnet etwas weniger als einem Euro war die gut einstündige Fahrt dort hin auch wieder angenehm günstig. Und nochmal hatte ich Glück: heute ist ja Sontag und da fahren die Busse nur etwa alle drei Stunden und das sowieso nicht nach Fahrplan. Ich hab mein Ticket fünf Minuten vor neun gekauft und um neun fuhr der Bus los. Die Fahrt war landschaftlich recht schön, durch viel Dschungel, ging immer an der Südküste entlang, immer Serpentinen rauf und runter, selten mal gerade, es war sehr bergig dort. Der Bus hatte auch teilweise sehr mit den Steigungen zu kämpfen, aber irgendwann kamen wir dann doch an. Charlotte Ville sah auch sehr vielversprechend aus, ein kleines idyllisches Fischerdorf, noch vom Massentourismus verschont. Ich war auch der einzige Nicht-Einheimische der aus dem Bus ausstieg.
Zur Pirate’s Bay ging’s laut Internet immer an der Küste entlang, die entsprechende Straße war auch schnell gefunden. Die Kommentare die ich so im Internet gelesen habe sind auch bezüglich einer Tatsache alle korrekt. Hier kann man nicht mit dem Auto vorfahren. Falls man das doch wagen sollte: Gegenverkehr heißt die Strecke rückwärts zurück fahren und parken kann man da auch vergessen. Diese Tatsachen liesen mich schon auf einen schönen menschenleeren Strand hoffen.
Um dann zur Pirate’s Bay zu kommen musste ich von dem Feldweg runter zum Meer. Dafür gab’s etwas versteckt 156 Stufen.
Der Strand sah dann auch recht gut aus. Wirklich verlassen. Außer mir waren drei andere Leute dort. Fun Fact: in dieser Bucht wurden 1972 Teile des Klassikers Robinson Crusoe gedreht. Und wenn ich mich hier so umschaue, dann kann ich mir das richtig vorstellen. Einzig das Wetter war etwas schlecht das hätte ich gerne weniger bewölkt gehabt. Als ich mich auf den Weg ins Wasser zu einer ersten Runde Schnorcheln gemacht hab hat es sogar leicht geregnet. Im Internet hab ich auch noch erfahren, dass die linke Seite der Bucht sich ideal dafür eignen soll. Ein schönes Riff mit allerlei Fischen. Also hab ich mich da mal hin begeben. Das Wasser war zwar sehr klar, aber durch die Wolken kam wenig Sonnenlicht, so dass die Unterwassersicht nicht optimal war. Ich wurde trotzdem nicht enttäuscht. Das Riff sehr lebendig, mit einer Menge Fische. Das Highlight hier waren ganz klar die Tintenfische. Ein Schwarm von etwa dreißig Stück. Das erste mal, dass ich die so gesehen hab. Ein sehr interessanter Schwimmstil. Denen bin ich auch ne ganze Weile hinterher geschwommen und dabei recht nahe an die Küste gekommen, durch die Wellen und das Riff das da recht nahe an die Oberfläche kommt und so für ganz schön Sog sorgt war das fast etwas brenzlig. Bin aber wieder rausgekommen, sogar ohne das Riff zu berühren.
Nach dem Tauchgang wars erst mal Zeit für etwas Entspannung am Strand. Den vielen Möwen und Pelikanen konnte man hier ausgezeichnet beim fischen zusehen. Auch das Wetter ist besser geworden, die Wolken hatten sich verzogen und ich wollte wieder zurück ins Wasser.
Diesmal wollte ich mir mal die rechte Seite der Bucht ansehen, dort wo all die Vögel auf ihren Felsen sitzen.
Es hat sich sehr schnell herausgestellt, dass das die absolut richtige Entscheidung war. Hier um die Felsen war nochmal richtig Leben unter Wasser. Alles komplett von Korallen überzogen, alle lebendig. Verschiedenste Arten. Dazu all die Fische. Und alles über einem riesigen Gebiet. Schwer abzuschätzen, aber schon locker die Größe von drei Basketballfeldern. Auch hier musste man aufpassen von der Strömung nicht gegen die Korallen gedrückt zu werden. Auch sehr stark war dann an den Rand des Riffs zu schwimmen. Bis zum Rand war es so auf einer Tiefe von vielleicht zwei bis drei Metern. Und wenn man dann den Rand errichtet hat geht’s senkrecht nach unten, auf geschätzt knapp 10 Meter. Ein beeindruckendes Gefühl wenn man das so über dem Riff schwimmt und sich plötzlich unter einem der Abgrund auf tut.
Aber es kam noch besser. Urplötzlich hatte ich eine Wand vor mir. Allerdings eine lebende. Ein Schwarm Sardinen, Millionen von denen, schwamm an mir vorbei. Perfekt organisiert, nicht ein einziger Fisch hat den Verbund verlassen. Alle schwammen in einer Art Schlauch dahin, gute zwei Meter im Durchmesser und länger als ich sehen konnte. Ein schier endloser Strom von Fischen. Man macht sich keine Vorstellung davon vmwie verlockend es ist da hinein zu schwimmen und zu versuchen einen der Fische zu berühren. Aber keine Chance. Näher als vielleicht zehn Zentimeter bin ich keinem gekommen, die weichen wie ein einziger Organismus jeder meiner Bewegungen aus. Irgendwann bin ich dann soweit im Schwarm drin gewesen, dass ich nichts mehr außer Fische gesehen habe. Es wurde deutlich dunkler, Orientierung war nicht mehr möglich, den Meeresboden oder das Riff hab ich vor lauter Fischen nicht mehr sehen können. Also zur Oberfläche zurück und gehofft, dass die Strömung mich nicht auf die Korallen treibt die ich vor lauter Fischen nicht sehen kann. Ging aber gut.
Bei dem Schwarm hab ich sicher zehn Minuten verbracht. Es war einfach atemberaubend. Mit Sicherheit der Top Moment auf Trinidad und Tobago, wahrscheinlich sogar meines ganzen Karibikaufenthalts. Es war phantastisch.
Dann hab ich mich langsam wieder auf den Weg zurück zum Strand gemacht, da ich jegliches Zeitgefühl verloren hab. Ich hab von der Frau bei der ich mein Busticket gekauft hab erfahren, dass ich entweder um drei oder um sechs Uhr mit dem Bus zurück nach Scarborough fahren könnte. Nach Möglichkeit wollte ich den drei Uhr Bus anpeilen um nicht all zu spät und im Dunkeln unterwegs zu sein.
Wieder an meinem Handtuch angekommen hab ich nach einem kurzen Blick auf die Uhr beschlossen zu pokern, denn der Busfahrer der mich hergefahren hat meinte der Bus würde um vier und um sieben zurück fahren. Also hab ich mal drauf spekuliert, dass der Busfahrer mehr recht hat als die Ticketverkäuferin. Denn ich wollte unbedingt noch mal runter zu den Sardinen. Das war einfach zu gut um es nur ein einziges Mal gemacht zu haben. Die waren unter Wasser auch schnell wieder gefunden, ein derartig immenses Fischvolumen kann sich ja nicht so einfach verstecken. Ich bin also wieder eine Weile mit ihnen geschwommen, nur hab ich mich wohl etwas zu sehr in ihren Verbund eingemischt, denn sie haben etwas mi mir gemacht, wovon ich glaube, dass sie das sonst mit Fressfeinden machen um sie zu verwirren. Sie haben mich eingekesselt. Ich hatte einen Bereich von etwa zwei Meter Durchmesser für mich und ab dort haben die Fische dann begonnen im Kreis um mich herum zu schwimmen. Von knapp unter der Wasseroberfläche bis zum Grund. Beim auftauchen konnte ich sehen, dass der Fischdonut um mich herum gute fünf Meter dick war. Gigantisch. Ich hab erst gar nicht versucht da raus zu schwimmen, denn wär ich durch die Fische durchgeschwommen hätte ich wieder nicht gesehen wo ich hinschwimme. Also bin ich stationär geblieben und hab das Spektakel auf mich wirken lassen. Auch jetzt im Nachhinein beim zusammen schreiben bin ich immer noch sprachlos. Ich finde keine passenden Worte die beschreiben könnten was das für ein Erlebnis war.
Zum Abschluss, als ich wieder zum Strand geschwommen bin hab ich sogar noch meine ertse Muräne gesehen. Zwar nur sehr klein, aber doch nett anzusehen.
Um etwa dreiviertel vier hab ich die Pirate’s Bay wieder verlassen um zum Bus zu gehen. Ein phänomenaler Ausflug. Wer mal auf Tobago ist sollte sich das auf keinen Fall entgehen lassen.
Um vier war ich dann an der Bushaltestelle, aber natürlich war kein Bus da. Es hat sich herausgestellt, dass weder die Ticketverkäuferin noch der Busfahrer recht hatten. Der nächste Bus fuhr gegen fünf los. Die Zeit bis dahin hab ich damit verbracht einem Cricket Match zuzusehen das hier im Dorfstadium gerade veranstaltet wurde und nebenbei die Bilder der Schnorchelgänge durchzusehen. Denn hier ist es halt immer noch so, dass von meinen Unterwasserbildern 90% unbrauchbar sind, da ich unter Wasser die Fotos aus dem Handgelenk schieße. Waren knappe fünfhundert Fotos, das dauert natürlich seine Zeit. Aber so war ich wenigstens auch noch auf der Busfahrt zurück nach Scarborough beschäftigt. Dort angekommen hat die Abendd in rämmerung schon eingesetzt und ich hab mir schnellstmöglich eines der inoffiziellen Taxis geschnappt das mich zurück nach Crown Point brachte. Da hab ich mir noch schnell eine Dose Tomatensauce gekauft und damit war mein Abendessen auch schon organisiert.
Nach dem Essen hab ich nicht mehr viel gemacht. War ein langer Tag. Deshalb bin ich auch früh ins Bett gegangen.
Obwohl es gestern Abend etwas später geworden ist sind wir heute um neun Uhr aufgestanden. Zum Frühstück haben wir uns Rühreier mit Toast und Käse gemacht.
Um halb zehn sind wir runter zur Store Bay, denn wir wollten auf eines der Glasbodenboote die um zehn Uhr abfahren. Tickets zu bekommen war auch kein Problem. Mit nur minimalem Verhandeln hab ich die Tickets auch für 75 TT$ statt der 100 TT$ die wir letztes mal gezahlt haben gekriegt.
Das Boot war diesesmal auch deutlich voller als letzten Sonntag. Wir haben aber trotzdem einen Platz an den Glaskästen mit denen man den Meersboden unter dem Boot sehen konnte gekriegt. War auch ne ganz gut erklärte Tour als wir am Korallenriff angekommen sind. Ich wär aber trotzdem lieber im Wasser gewesen und hatte mir das schnorchelnd angesehen. Aber das sollte ja noch kommen. So dachte ich zumindest. Denn als wir an der Stelle zum schnorcheln waren war die Strömung angeblich zu stark, weswegen wir das ausfallen lassen mussten. Da war ich wenig begeistert drüber.
Der nächste Stop war dann an den Nylon Pools. Hüfttiefes Wasser mitten im Meer. Nur leider war es ziemlich windig, wenn man also nicht vollständig im Wasser war ists schnell recht kalt geworden.
Den nächsten Halt haben wir dann auf dem sogenannten No man’s land gemacht. Eine schmale Landzunge die in eine Bucht hineinragt. Dort wurden wir für eine viertel Stunde an Land gelassen. Etwas stark bevölkert für meinen Geschmack, aber wenn man von den Leuten etwas Abstand nimmt auch ganz schön.
Auch ne Krabbe auf nem abgestorbenen Baumstumpf hab ich entdeckt.
Ich war sehr überrascht, dass die einfach so ruhig da hockt.bis ich dann gesehen hab warum: die war nur noch ein Skelett, ihr komplettes Innenleben hat gefehlt.
Gegen halb drei waren wir dann waren wir wieder an Land. Mittagessen haben wir uns auf dem Weg zum Hostel geholt, habend dort unser Zeug abgeladen und sind mit leichtem Gepäck aufgebrochen zu Pigeon Point. Der Strand verlangt ja normalerweise 20 TT$ Eintritt. Ich hab aber erfahren, dass man das umgehen kann wenn man nicht den offiziellen Weg zum Strand nimmt, sondern ironischerweise immer am Strand entlang läuft. Das wollten wir mal probieren.
Das einzige wirkliche Hindernis war war ein etwa zwanzig Meter langer Abschnitt dem man bis zur Hüfte im Wasser entlangwarten musste um direkt in den Pigeon Point Strand zu kommen. War aber kein Problem.
Dort angekommen haben wir auch ein schönes Schattenplätzchen gefunden an dem wir bis Sonnenuntergang geblieben sind.
Als es anfing dunkler zu werden sind wir wieder zurück zum Hostel gelaufen. Schnell geduscht und fertig gemacht um uns was zu Abendessen zu besorgen. Ich wollte nur ne Kleinigkeit, da mein Mittagessen ja noch nicht so lange her ist. Hab mich dann für eine Portion Hummus mit gerösteten Kartoffeln und Salat entschieden. Nach dem Essen war es immer noch sehr früh, deshalb sind wir in einen Supermarkt und haben uns dort ein paar Bier gekauft die wir dann auf der Terrasse des Hostels getrunken haben. Ich hatte während dessen noch etwas Online Kommunikation zu erledigen. Es hat sich nämlich ganz kurzfristig noch eine Alternative zu Venezuela aufgetan. Ich könnte theoretisch auch an Bord eines Segelkatamarans von Saint Lucia aus für einige Wochen nach Norden Richtung USA segeln. Auf der Couch surfing Website hab ich ein Angebot gesehen, ein Deutscher der eben genau das anbietet, für zehn Euro am Tag plus Verpflegung. Günstiger geht’s nicht mehr. Natürlich müsste ich als Crewmitglied eben auch meinen Teil an Arbeit erledigen. Ich müsste aber mittwochs schon auf Saint Lucia sein um an Bord zu kommen. Das wäre theoretisch kein Problem, die Karibikinseln sind durch mehrere Flüge täglich exzellent miteinander vernetzt. Hab halt null Segelerfahrung aber das meinte Reinhard, der Kapitän, das wäre auch kein Problem. Da bin ich grad ganz stark am überlegen ob ich das nicht machen soll. Wäre ja schon ein nettes Abenteuer…
Um elf sind Anna und ich dann nochmal auf ein Bier in eine Bar gegangen, aber auch nicht all zu lange, denn ihre Fähre zurück nach Trinidad geht morgen früh um neun.
Um rechtzeitig am Hafen zu sein musste ich heute etwas früher aufstehen als sonst. War aber auch kein Problem. Zum Frühstück gab’s noch die letzten Tomaten mit etwas Käse und Toast und um acht hab ich mich dann auf den Weg gemacht. Bepackt war ich nur mit meinem kleinen Rucksack, den Großteil meiner Ausrüstung hab ich bei Margot gelassen, bin ja nur für drei Tage auf Tobago.
Um halb neun hab ich mich mit Anna am Fähren Terminal getroffen. Check-In ging auch recht zügig, das ganze lief eigentlich ab wie am Flughafen. Also auch mit Gepäck aufgeben, Handgepäck und Sicherheitskontrollen.
Überrascht war ich davon wie effizient das Boarding funktioniert hat. Bevor wir an Bord gehen konnten wurden alle Passagiere in einer großen Wartehalle gesammelt. Dort konnte man sich auf Stühle setzen die mehr oder weniger in Sektionen eingeteilt waren. Als es dann ans Boarding ging wurde eine Sektion nach der anderen aufgerufen, je nachdem wo man sich also hingesetzt hat kam man früher oder später aufs Schiff. Ich hätte niemals gedacht, dass das so geordnet abläuft und wirklich keiner aufgestanden ist wenn seine Sektion nicht dran war.
Obwohl wir nicht die ersten auf dem Schiff waren haben wir doch noch Plätze in der ersten Reihe ergattern können. Hatten also eine schöne Aussicht zur Schiffsfront raus. Unsere Route verlief vorbei am Chaguaramas National Park im Nordwesten Trinidads, dann an der Nordküste entlang, ein kurzes Stück über offene See und dann kam auch schon Tobago und Scarborough in Sicht. Die ganze Fahrt dauerte zweieinhalb Stunden. Für knappe 6 Euro. Zum Vergleich: In London zahlt man schon mehr wenn man von einer Underground Station zur nächsten fahren will.
Der Seegang den wir teilweise hatten hat mich dann aber doch etwas überrascht, hätte nicht gedacht, dass es in der Karibik auch etwas welliger werden kann. Da gjng das Schiff schon auch mal gute zwei, drei Meter hoch und runter. Mir hats nichts ausgemacht, andere waren da scheinbar weniger tolerant…
Als wir in Tobago wieder festen Boden unter den Füßen hatten war erst mal Mittagessen angesagt. Natürlich mussten zuerst noch die freundlich aufdringlichen Taxifahrer abgewimmelt werden die den Neuankömmlingen am Hafen Taxifahrten zu Touristenpreisen andrehen wollten. Aber das lernt man auf Reisen halt auch. An Flughäfen und Häfen hat man keine Freunde, nur Leute die an dein Geld wollen. Wenn man einfach ein paar hundert Meter weiter geht ist da schon einiges an Ersparnis drin.
Mittagessen haben wir uns in so einer kleinen Hütte geholt. War so ne Art Buffet, ich hab von allem was probiert. War eigentlich alles gut.
Weil wir auch grad in der Nähe waren sind wir noch in den botanischen Garten gegangen bevor wir uns auf den Weg zum Hostel gemacht haben. War aber jetzt nicht so der Hammer, wirkte etwas vertrocknet alles.
Anschließend haben wir noch kurz überlegt zu einem alten Fort hochzulaufen aber dazu hat uns dann schon die Zeit gefehlt. Also haben wir uns auf den Weg gemacht ein Taxi oder einen Bus zu finden der uns von Scarborough nach Crown Point bringt. Das war gar nicht so einfach, denn man sah uns natürlich an, das wir nicht von hier sind, deshalb wurden uns zunächst ausschließlich die überteuerten Touristenangebote gemacht. Aber irgendwann gelang es uns doch eines der inoffiziellen Taxis zu kriegen. Das wollte dann statt der sonst geforderten 50 TT$ pro Person nur 12 haben. 12 war zwar immer noch das doppelte des regulären Preises, aber wegen 50 Cent wollt ich jetzt auch keinen Aufstand machen.
In Crown Point angekommen war das Hostel Candles in the Wind auch schnell gefunden. Allerdings war die Rezeption nicht besetzt, so dass wir da erst mal etwas unbeholfen im Hostel standen ohne so richtig zu wissen was los ist. Aber nach fünf Minuten kam dann jemand und wir haben unsere Betten bekommen. Zwei Betten im Schlafsaal der im Speicher untergebracht war. Das war tagsüber schon ziemlich heiß. Klimaanlage gab’s zum Preis von 25 US$ pro Nacht und Person natürlich nicht. Dafür nen Ventilator.
Die letzten zwei Sonnenstunden des Tages wollten wir noch am Strand verbringen. Store Bay war der Strand der am nahegelegensten war. Um das Urlaubswochenende offiziell einzuleiten gab’s noch ein kleines Bierchen an der Standbar.
Der Sonnenuntergang wurde uns aber leider von den Wolken etwas verdeckt.
Nach dem Strand sind wir schnell noch in nen Supermarkt uns haben fürs Wochenende eingekauft. Heute abends sollte es, wen wunderts, Nudeln mit Tomatensauce geben. Die waren in der recht gut ausgestatteten Hostelküche auch schnell gemacht.
Nach dem Abendessen wollten wir uns mal ansehen was denn so an Nightlife geboten ist. Als wir gerade das Hostel verlassen wollten hat uns noch ein anderer Gast angesprochen, Tom aus England. Den haben wir auch noch mitgenommen. War aber noch recht früh am Abend, so dass noch nicht viel los was. Die erste Bar haben wir auch recht bald wieder verlassen weil da die Musik einfach zu laut war. Die nächste Bar war dann angenehmer, hatte mehr so eine Café-Atmosphäre.
Nach einer Weile sind wir wieder zurück in die erste Bar die inzwischen recht voll war. Sehr gemischtes Publikum, etwa zu gleichen Teilen Touristen und Einheimische. War insgesamt ganz nett, auch wenn ich vielleicht ein bisschen eher heimgegangen wäre.
Nachdem ich mich heute morgen nochmal über Tobago schlau gemacht habe ich mich heute mittag auf dem Weg zu Margot gemacht. Sie wohnt ja direkt in Port of Spain und da meine Fähre morgen früh geht und man mit dem Check-In schon um 8 Uhr beginnen soll, hielt ich es für angebracht für die eine Nacht nochmal bei Margot untergekommen. So würde ich auch den Verkehr morgen früh umgehen. Von ihr aus war das auch kein Problem. Also hab ich bei Keren alle meine Sachen gepackt und bin losgelaufen um ein Maxi Taxi nach Port of Spain zu nehmen. An der Straße die die Maxi Taxis in die Stadt nehmen angekommen hab ich dann leider feststellen müssen das die mich nicht mitnehmen wollten. Obwohl bei vielen noch Platz war haben sie nicht angehalten. Ich vermute das lag an meinem vielen Gepäck. Nach zehn Minuten und zwanzig vorbeirauschenden Taxis hat dann doch einer Erbarmen gehabt und mich mitgenommen. Natürlich war nur der Platz an der Schiebetür frei, ich musste also mit meinem großen Rucksack jedes mal umständlich den Weg frei machen wenn jemand ein- oder aussteigen wollte. Aber irgendwann kam ich dann in Port of Spain an und bin die letzte halbe Stunde noch bis zu Margots Wohnung gelaufen.
Dort war ich so gegen drei Uhr. Ich hatte mir einen strengen Zeitplan auferlegt. Ich musste Einkaufen gehen und vor allem Wäsche waschen. Dann wollte ich eigentlich noch die Zeit finden nach Chaguaramas zu fahren um dort erst am Yacht Club nach Schiffen zu suchen die noch Crew aufnehmen und falls das nicht klappt dann gleich mein Ticket für die Fähre nach Venezuela kaufen. Aber dazu hatte ich keine Zeit mehr, es wurde schon zu dunkel um da noch aufzubrechen. Ist zwar nicht ideal, aber es sollte theoretisch auch noch reichen wenn ich am Dienstag das Fähren Ticket kaufe wenn ich aus Tobago wieder zurück bin.
Mit Abendessen wollte ich eigentlich auf Margot und Jeremy warten, aber ich hatte so großen Hunger, dass ich mir ein paar Tomaten gemacht hab. Als die beiden dann von so ejner französischen Kulturveranstaltung zurück kamen sind wir zu dritt los um was zu essen zu finden und ein paar Drinks zu nehmen. Gegessen haben wir auf der Ariapita Avenue, ein Straßenverkäufer hat Hot Pies verkauft, die hatte ich bisher auch noch nicht probiert. Ich hatte einen mit Käsefüllung. War schon gut, aber wie so vieles hier übertrieben stark frittiert.
Anschließend sind wir noch auf zwei Bier in Frankie’s Bar, wollten aber nicht zu lanhe bleiben. Auf dem Heimweg haben wir dann noch einen Mitarbeiter von Jeremy in einem Straßencafé sitzen sehen und uns zu ihm noch dazu gesetzt. Hat dann doch noch etwas gedauert bis wir heim kamen, denn nach einem langen und tiefen Gespräch über Trinidads nationale Identität und Vergangenheit sind wir noch mal zu nem Straßenstand um uns als Mitternachtssnack Doubles zu holen. Als wir dann endlich gegen eins Zuhause waren, war es auch schon höchste Zeit für mich zu schlafen.
Heute Vormittag stand wieder mal etwas sportliche Betätigung auf dem Programm. Um 9 Uhr hab ich mich mit Anna im Stadtteil Tunapuna getroffen, wir wollten zum Benediktiner Kloster auf dem Mount Saint Benedict hochlaufen. Doch zuerst mussten wir noch ein Reisebüro finden, denn wir wollten dieses Wochenende zusammen per Fähre nach Tobago fahren und es ist ratsam die Tickets im voraus zu kaufen. Das erste Reisebüro haben wir dann auf gut Glück gefunden, denn aus irgendeinem Grund sind unter anderem alle Reisebüros hier mit Adresse weder im Internet noch im Telefonbuch zu finden. Im Reisebüro bekamen wir dann aber leider zu hören, dass ihr Buchungssystem für die Tickets abgestürzt ist, wir sollten es doch mal in nem anderen Reisebüro versuchen. Wo sich das befindet wurde uns dann auch recht gut beschrieben und so sind wir ne viertel Stunde dort hin gelaufen. Die hatten aber das selbe Problem und meinten sie wissen auch nicht wann ihr System wieder online ist. Also haben wir uns entschieden erst mal den Berg hochzusteigen und die Tickets am Nachmittag zu kaufen.
Von unten aus betrachtet wirkte das Kloster gar nicht so hoch oben. Aber das täuscht. Auch der Kamerazoom holt das Kloster auf dem Bild näher ran als es war.
Der Weg war anfangs noch ne ganz normale Straße die stetig bergauf führte. Das ganze in einem ganz normalen Wohnviertel. Vielleicht nicht ganz normal, es waren schon bemerkenswert viele Häuser eingestürzt und/oder abgerissen. Ob das absichtlich geschah oder ein Ergebnis des letzten Hurrikans vor ein paar Jahren war konnte ich echt nicht abschätzen. Sah schon so aus als läge der Schutt da schon länger rum.
Als wir dann am Fuße des Berges angekommen sind wurde aus der öffentlichen Straße eine Privatstraße die sich in Serpentinen den Berg hochzog. Heiß wars natürlich und Schatten war unterwegs auch eher ne Seltenheit. Meinen Sonnenbrand spürte ich schon noch ein bisschen, deshalb hab ich mich auch gut mit Sonnencreme eingeschmiert.
Je höher wir kamen desto besser wurde dann auch die Aussicht. Wir hatten an einer Gabelung die Wahl gleich zum Kloster zu gehen oder noch ein Stückchen höher zu gehen. Wir wollten selbstverständlich zuerst mal ganz rauf. Teils wegen der Aussicht, teils weil wir dachten da oben wären noch andere Gebäude. Was wir aber ganz oben fanden war nur eine verlassene und heruntergekommene Versammlungshalle und ein Drogenrehabilitationszentrum. Ironie des Tages: Die Gruppe Jugendlichen die hinter der Versammlungshalle neben dem Drogenrehabilitationszentrum abhing hat definitiv einen Joint geraucht.
Nach ein paar Fotos von oben sind wir dann wieder etwas weiter nach unten zum eigentlichen Kloster.
Sogar Kerens Haus und die riesige Trinidad und Tobago Flagge konnte ich von hier oben aus gut sehen.
Dann gabs noch nen kleinen Glücksmoment, ich war schnell genug einen der doch recht seltenen und flinken Kolibris zu knipsen.
Am Kloster angekommen haben wir uns dann dort erstmal umgeschaut. War jetzt aber nichts wirklich atemberaubendes.
Gerade als Bayer hat man ja bei einem Klosterbesuch immer so ein bisschen die Hoffnung auf selbstgebrautes Klosterbier. Die wurde hier aber leider enttäuscht. Dafür hatten sie was anderes anzubieten um ihre Klosterkasse aufzubessern. Hier wurde statt Bier Joghurt produziert. Also hab ich mir eben so einen geholt.
Ich muss zugeben, der war besser als erwartet. Nach dieser kleinen Stärkung haben wir uns dann wieder auf den Weg nach unten gemacht.
Wieder im Tal angekommen sind wir gleich ins Reisebüro gegangen um zu fragen wies mit dem Buchungssystem aussieht. War aber immer noch verfügbar. Die Frau dort hat uns dann nochmal zu nem anderen Reisebüro in Curepe geschickt, mit denen hat sie telefoniert und deren System würde funktionieren. Also wieder raus auf die Straße, ins nächste Maxi Taxi eingestiegen und dann zu besagtem Reisebüro gegangen. Das klappte dann auch tatsächlich. Auch der Preis war, wie bei allen öffentlichen Verkehrsmitteln hier, erstaunlich billig. Die zweieinhalb Stunden dauernde Überfährt von Trinidad nach Tobago im Express-Katamaran kostete einfach 6€.
Da ich ja ziemlich sicher nächsten Mittwoch nach Venezuela reisen werde steh ich mal wieder vor dem Problem bei der Einreise mein Ausreiseticket vorweisen zu müssen. Also hab ich die nette Frau im Reisebüro mal ganz unschuldig gefragt ob sie mir denn nicht ne Buchungsreservierung für nen Flug in zwei Monaten von Caracas nach Trinidad, den ich nie antreten werde, ausdrucken kann. Zu meiner Überraschung war das überhaupt kein Problem, sie hat noch nicht mal was dafür verlangt. Mit dem Zettel sollte ich jetzt dann morgen mein One way Ticket für die Fähre nach Venezuela am nächsten Mittwoch kaufen können und auch bei der Einreise sollte ich keine Probleme haben. Mit gutem Gefühl hab ich mich dann auf den Weg zurück zu Kerens Wohnung gemacht.
Dort angekommen musste ich mich nun dringend um meine Turnschuhe kümmern, die seit dem Hash am Samstag durch all den Matsch und Schlamm in einem eher bescheidenen Zustand waren. Also hab ich versucht mit Einweichen und Schrubben das gröbste rauszukriegen. Ganz sauber waren die aber eh nicht mehr zu kriegen, seit J’Ouvert sind die mit roten Farbflecken verziert die nicht mehr raus gehen. Aber wer aus Weltreise ist muss ja zum Glück keine Fashion-Wettbewerb gewinnen.
Als Keren dann aus der Arbeit kam sind wir schnell zum Chinesen gefahren um uns Abendessen zu holen und den Rest des Abends hab ich dann damit verbracht meine finanzielle Situation auszuloten. Meine Ausgaben in Barbados finden sich nun im Statistik Bereich. Mit knapp unter 30€ pro Tag wars eigentlich doch recht günstig.
Der Sonnenbrand war schon etwas besser als gestern. Aber das war nicht mein Problem des heutigen Tages. Wenn ich mich mit Paul in Venezuela treffen will, dann müsste ich heute ein Ticket für die Fähre kaufen und morgen früh losfahren. Einerseits wärs denk ich ziemlich gut da nen Reisepartner zu haben, auch wenn ich die ersten zwei Tage alleine reisen müsste bis ich zu ihm komm. Andererseits hat mir die Vorstellung morgen aufzubrechen überhaupt nicht zugesagt. Ich fühlte mich nicht vorbereitet genug. Es gäb schon noch ganz schön viel was ich tun müsste bevor ich hier abreisen kann. Muss noch Wäsche waschen, hab noch ne Woche im Blog nachzuholen, müsste mir raussuchen wie ich am besten in Venezuela von A nach B komme, das ganze dann auch schön vorher aus spanisch übersetzt und auf Papier geschrieben damit ich mein Anliegen auch vorbringen kann, denn meine Spanischkenntnisse sind nach wie vor ausbaufähig. Genügend Geld hab ich zwar schon, sowohl in Bolívares als auch US$. Aber trotzdem. Mir war nicht wohl dabei. Ich hätte mich zum Beispiel von all den Leuten hier nicht richtig verabschieden können. Außerdem hatte ich immer noch die Idee im Hinterkopf nicht doch mal zum Segel Club zu gehen und zu fragen ob einer noch jemanden auf ne andere Insel mitnehmen kann.
Ich war wirklich hin und her gerissen. Konnte mich zu keiner Entscheidung durchringen. Über Stunden hinweg bin ich nur rumgelegen und hab alles immer wieder gegeneinander aufgewogen. Und die Zeit lief mir davon, denn wenn ich morgen los wollte, müsste ich mir heute noch ein Ticket kaufen. Das geht auch nur in Chaguaramas wofür ich dann nochmal eineinhalb Stunden Fahrzeit einrechnen müsste.
Gegen eins hab ich dann eine Entscheidung getroffen. Ausschlaggebend war, dass Venezuela eine Gelbfieber Impfung vorschreibt wenn man einreisen will. Paul hatte zwar eine, seine war aber schon nicht mehr aktuell und hätte eigentlich aufgefrischt werden müssen. Er kam aber trotzdem rein. Dieses Extrarisiko hat dann die Entscheidung für mich herbeigeführt. Ich wollte nämlich wegen so ner Lappalie nicht wieder zurück geschickt werden. Also hab ich mal für mich festgelegt, dass ich nicht diesen Mittwoch fahre, sondern mit großer Wahrscheinlichkeit nächsten Mittwoch. Das sollte mir genug Zeit geben damit ich gut vorbereitet und mit gutem Gefühl nach Venezuela aufbrechen kann.
Doch dafür musste jetzt natürlich erst mal eine Gelbfieber Impfung her. Also schnell das nächste Privatkrankenhaus rausgesucht, angerufen ob ich gleich vorbei kommen kann und mich dann auf den Weg gemacht. War zum Glück nur ne halbe Stunde entfernt.
Trotzdem der Wartesaal ziemlich voll war bin ich gleich drangekommen. Gleich rein zum Doktor, Spritze gesetzt bekommen, das ganze, wichtig, wichtig, im Impfpass eingetragen und anschließend gezahlt. 500TT$. Wenn ich die Preise von der Gelbfieber Impfstelle im Globetrotter in München noch richtig im Kopf hab, dann war das hier sogar etwas günstiger als Zuhause in Deutschland.
Nachdem das dann erledigt war bin ich noch schnell zum Supermarkt und hab für die restlichen Tage die ich bei Keren verbring eingekauft.
Wieder Zuhause angekommen hab ich dann erst mal nen Plan für die kommende Woche aufgestellt, damit auch alles erledigt wird. Für morgen hab ich mit Anna ne Wanderung zum Mount Saint Benedict geplant und am Freitag wollen wir per Fähre nach Tobago fahren und da dann das Wochenende verbringen. Ich hab also den abend dann noch damit verbracht ein Hotel/Hostel zu finden und mich seelisch auf eine gewaltige Umstellung vorzubereiten: Zum ersten mal seit über vier Monaten die ich jetzt in der Karibik bin, werde ich aller Voraussicht nach für eine Unterkunft bezahlen müssen. Ein schauriger Gedanke…
Aufgrund meines doch ziemlich massiven Sonnenbrands wollte ich das Haus heute nach Möglichkeit nicht unbedingt verlassen. Stattdessen konnte ich mich heute einem Problem widmen das mich schon seit längerem plagt. Ich mach ja unterwegs recht viele Fotos, mal mit meiner Kamera, mal mit meinem Handy und manchmal schicken mir auch Leute Fotos die sie gemacht haben. Da ein Verlust meiner Fotos so ziemlich das schlimmste ist was mir passieren kann werden die Bilder doppelt gesichert, auf zwei verschiedenen Speicherkarten. Da ich ohne Laptop reise muss die ganze Datensicherung durch mein Handy erfolgen, was zwar klappt, aber doch Zeit braucht. Trotzdem ist das noch nicht sicher genug, denn wenn mir beide Speicherkarten auf einmal abhanden kommen sollten, sind die Bilder auch weg. In Europa konnte ich noch bei den zwei Gelegenheiten an denen ich meine Familie getroffen hab die bisherigen Bilder sicher auf DVD nach Deutschland schaffen, und da dann natürlich auch mehrfach sichern lassen. Doch inzwischen haben sich so viele neue Bilder angesammelt, dass mir hier am Handy langsam der Speicherplatz ausgeht. Also hab ich heute Stunden damit verbracht schlechte Bilder zu löschen, Bilder zu sortieren und zu ordnen und alles dann letztendlich online zu speichern. Da mein online Speicher bei Dropbox allerdings auch auf 8GB begrenzt ist war es wichtig, dass mein Bruder Zuhause in Deutschland meine hochgeladenen Bilder und Videos bei sich runterläd und zusammen mit den früheren Bildern der DVDs sicher abspeichert. An dieser Stelle nochmal ein großes Danke dafür an Basti.
Am Ende des Tages waren dann tatsächlich alle Bilder gesichert und ich hab wieder massig freien Speicher auf meinem Handy zur Verfügung.
Ansonsten hab ich mich heute noch mit Paul unterhalten der jetzt seit fünf Tagen in Venezuela ist. Soweit schein alles gut zu gehen und ich bin sehr stark am überlegen ob ich jetzt am Mittwoch in zwei Tagen nachkommen soll. Blöderweise fährt die Fähre nämlich immer nur mittwochs. Aber zwei Tage ist mir fast zu kurzfristig, ich hab hier glaub ich noch zu viel zu erledigen um schon übermorgen abzuhauen. Werd mal ne Nacht drüber schlafen.
Heute stand ein Tagesausflug nach Tobago an zu dem mich Carin vor ein paar Tagen eingeladen hat. „Ausflug“ ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen, denn um Zeit zu sparen sind wir nicht mit der Fähre auf Trinidads Schwesterinsel sondern per Flugzeug. Jolenne und Carin haben mich also um 8:30 Uhr bei Keren abgeholt und wir sind zum Flughafen gefahren, der zum Glück gleich um die Ecke lag, denn um 9:00 Uhr ging auch schon unser Flug. Nur gut, dass in der Karibik die Uhren bekanntermaßen etwas anders gehen, denn im Rest der Welt würde es wohl nicht funktionieren so knapp zu nem Flug zu erscheinen.
Der Flug hat auch nur 20 Minuten gedauert, war eigentlich nur ein Starten gefolgt von einem Landen.
Unser Flieger
Über den Wolken
Nachdem wir in Tobago gelandet waren und aus dem Flughafen raus gingen wurden wir auch gleich von den üblichen Schleppern umringt die die Touris schon am Flughafen abfangen um ihnen Touren zu verkaufen. Da Carin und Jolenne öfter auf Tobago sind kannten sie auch einen von denen bei dem wir dann eine Glasboden-Boot Fahrt für den Mittag gebucht haben. Hat zwar nur 100TT$ gekostet, aber ich bin mir sicher, dass das Ticket normal noch günstiger zu haben ist. Wollte wegen den paar Dollar jetzt aber keinen Aufstand machen.
Wir sind dann erst mal zur Store Bay gelaufen, fünf Minuten vom Flughafen entfernt. Man merkt da auch schon, dass Tobago doch die deutlich touristischer erschlossene von beiden Inseln ist. Da wir alle noch nichts gegessen haben sind wir erst mal an eine der vielen kleinen Hütten und haben uns Frühstück bestellt. Bake’n’Cheese, ein frittiertes Brötchen das man sich mit Käse und Salat füllt.
Frühstück in der Store Bay
Bevor wir dann um elf auf unser Glasboden-Boot gegangen sind, haben wir uns davor noch mit eiskalten Getränken an der Strandbar eingedeckt. Dan ging’s auch schon an Bord und los. Das Wasser hier ist schon deutlich sauberer als um Trinidad, ist halt doch mehr Karibik hier. Auch die Strände sind ein bis zwei Klassen besser. Die Bootfahrt war soweit ganz angenehm, an der Nordküste entlang Richtung Osten. Es war leicht bewölkt, worum ich aber ganz froh war, denn sonst wäre es echt zu heiß gewesen.
Nach etwa einer halben Stunde Fahrt haben wir dann einen Stop zim schnorcheln über einem Riff eingelegt. Zu blöd, dass ich mein Unterwassergehäuse für meine Kamera nicht dabei hatte, denn hier hats doch noch größere und buntere Fische als auf Barbados gegeben. Beim nächsten mal werd ichs mitnehmen.
Unser nächster Stop war rann bei den sogenannten Nylon Pools. Dabei handelt es sich um eine Sandbank die in etwa die Größe eines halben Fußballfeldes und zwischen knie- und hüfttiefes Wasser hat. Dort sind dann im Gegensatz zum Schnorcheln auch so gut wie alle Passagiere ins Wasser gegangen. Was Sinn macht. Denn man hält es nicht für möglich, aber hier in der Karibik erstaunlich viele Einheimische nicht wie man schwimmt. Der Grund dafür ist mir ein Rätsel. Ich hab auch schon mehrere gefragt, aber die konnten mir auch keine Antwort geben. Ein Mysterium…
Nylon Pools waren auf jeden Fall klasse, das Wasser war weils so flach war auch auf guter Badewannentemperatur, sehr sauber und klar. Dazu dann das Gefühl mitten im Meer stehen zu können.
Carin und ich nach den Nylon Pools
Dann wurde langsam der Rückweg angetreten und ich muss sagen, zu diesem Zeitpunkt hab ich schon gemerkt, dass sich wohl so was wie ein leichter Sonnenbrand ankündigt.
Als wir wieder in der Store Bay ankamen war unser nächstes Ziel Pigeon Point, DER Strand hier auf Tobago. Wir sind gelaufen, was etwa na halbe Stunde gedauert hat. Der Strand liegt in so einer Art Naturpark weswegen man 20TT$ Eintritt zahlen muss. Der Strand war dann auch recht schön, kann aber ganz ehrlich gesagt, auch wenn ich hiermit den Nationalstolz der Trinis kränke, nicht mit denen auf Barbados mithalten. Da ist der Sand einfach noch nen Ticken weißer und das Wasser noch ne Spur blauer und klarer.
Verspätetes Mittagessen wollte ich dann auch lqngsam zu mir nehmen, allerdings gab’s hier natürlich nur Essen zu Touristenpreisen, aber da bin ich leider nicht drum rum gekommen.
Bis um fünf konnten wir hier am Strand bleiben, dann mussten wir den Rückweg zum Flughafen antreten. Da sind wir aber diesmal mit dem Taxi hingefahren. Unser Rückflug sollte um 17:50 Uhr gehen, war also kein Problem rechtzeitig anzukommen. Ein kleines Problem ist dann aber doch noch aufgetaucht. Oder eben nicht aufgetaucht. Unser Flugzeug nämlich. Wie, warum und weshalb weiß ich nicht, aber wir mussten tatsächlich eineinhalb Stunden warten bis wir endlich zurück nach Trinidad fliegen konnten. Für ein Flugzeug das im Pendelverkehr zwischen den Inseln hin und her fliegt schon ne krasse Verspätung. Aber, das ist nun mal die Karibik hier, da läuft einfach alles etwas anders.
Ich wurde von den Mädels dann wieder bei Keren abgesetzt wo ich mich dann auch gleich ins auf zwanzig Grad gekühlte Schlafzimmer verzogen und ohne T-Shirt und Decke auf mein Bett gelegt hab. Warum? Ich hatte so in etwa die Farbe eines fröhlichen Hummers im Gesicht und im Nacken. War wohl etwas zu viel Sonne.
Heute war ich mal wieder recht spontan unterwegs. Um drei Uhr am Nachmittag sollte in den Bergen um Maracas ein Hash stattfinden. Ich hatte aber keine Ahnung wie ich da hinkommen soll, alle Leute die ich gestern abend noch beim Pizza Essen getroffen hab gehen zwar sonst recht regelmäßig zum Hashen, aber diesmal war keiner dabei.
Ich hatte aber letztendlich doch wieder mal Glück, Keren hat sich als sie vom Einkaufen zurück kam bereit erklärt mich zu fahren. Ich hab dann noch schnell Anna kontaktiert und gefragt ob sie mitkommen will, hab ihr während unserer Wanderung durch Chaguaramas davon erzählt als wir dort auf Hash Markierungen gestoßen sind. Sie wollte dann auch mitkommen, und so sind wir um halb drei losgefahren. Ich war erst ein bisschen besorgt, ob wir denn den Startpunkt auch finden, denn laut Wegbeschreibung im Internet war das doch schon sehr abseits in den Bergen gelegen. Auf dem Weg dorthin sind wir aber irgendwann hinter ein paar Pickups hergefahren die Hash Aufkleber auf ihren Heckscheiben kleben hatten, so war uns schnell klar, dass wir das selbe Ziel hatten und denen nur folgen brauchten.
Pünktlich angekommen hat uns Keren dann abgeladen und ist zurück nach hause gefahren. Ich für meinen Teil hab mich für die Rückfahrt einfach mal drauf verlassen, dass uns schon jemand mitnehmen wird. Im Prinzip müssen alle die eine Hauptstraße aus den Bergen raus fahren und kommen dann an der Eastern Main Road vorbei an der Anna und ich ein Maxi Taxi nach hause nehmen können. Vorweg gesagt: Die Hasher-Gemeinde ist wie eine große Familie, von daher hab ich mir nicht zu viele Sorgen gemacht, dass man uns helfen wird.
Um halb vier fiel dann der Startschuss und wir rannten los, immer auf der Suche nach dem nächsten Kreis aus Papierschnipseln der uns zeigte, dass wir auf dem richtigen Weg waren. Wir waren grob geschätzt wieder gute 150 Teilnehmer. Allerdings gab’s etwas Startschwierigkeiten, denn keinem war so ganz klar wo der erste Hinweis auf den richtigen Weg versteckt war. Also haben Anna und ich uns einer Gruppe von vielleicht 15 Leuten angeschlossen die dann erst mal einen nahe gelegenen Bach überquert hat und auf der anderen Seite gesucht hat. Die Überquerung hab ich zum Glück trockenen Fußes geschafft. Als dort drüben aber nichts gefunden wurde und auch andere Suchtrupps in der Umgebung noch keinen Erfolgsschreie von sich gegeben hatten, ist unsere Gruppe dann den Bach flussabwärts gerannt. Natürlich im Flussbett. Manche richtig bis zu den Knien im Wasser, ich hab versucht noch möglichst trocken da durch zu kommen, denn die Aussicht die nächsten paar Kilometer in naßen Schuhen zu laufen war für mich nicht gerade verlockend. So bin ich ganz am Rand des Bachs von Stein zu Stein gesprungen und habs tatsächlich geschafft trocken zu bleiben. Anna hatte da weniger Glück.
Irgendwann waren dann alle auf der richtigen Spur und der Kurs führte uns zunächst auf einer Straße und dann durch die Wildness. Wir rannten und sprangen über Berge, Brücken, die nur aus einem schmalen Brett bestanden, über Gräben und über Bäche, durch Büsche und durch Bambus. Und immer wieder steil bergauf und danach Abhänge hinab. Es war fantastisch. Dazu die wirklich atemberaubende Szenerie der Maracas Berge. Bei einem längeren Stau an einer Bergabpassage die man praktisch auf dem Hintern runter rutschen musste weil sie so steil war, hatte ich kurz die Gelegenheit das Handy aus dem wasserdichten Beutel zu holen und Fotos zu machen.
Dann weiter, immer weiter. Unterwegs sind wir an einem Brunnen vorbei gekommen an dem einige, unter anderem auch ich, nen Schluck getrunken haben.
Irgendwann führte die Hinweise dann wieder einen Bach entlang. Und irgendwann ließ es sich nicht mehr vermeiden die Schuhe naß (und wahnsinnig schmutzig) zu machen. Teilweise war der Bach hüfttief und man musste da durch. Ich hatte im Vergleich zu anderen noch das Glück recht groß zu sein, so dass ich meine Hose so weit hochziehen konnte, dass sie trocken blieb. Nach ein paar hundert Meter durch das dreckige Bachwasser gings dann in größtenteils trockenen Bachläufen weiter. Schuhe waren naß, so war natürlich noch mehr Vorsicht geboten und auch die Gefahr von Blasen war höher.
Aber nach guten eineinhalb Stunden sind wir dann wieder am Ausgangspunkt angekommen. Dann begann das übliche „Limeing“. Für Verpflegung, Musik und natürlich Bier war gesorgt. Meine erste Amtshandlung war erst mal die Schuhe ausziehen. Durch den Marsch durch das Schlammwasser waren die doch ziemlich dreckig und ich wollte meine Füße trocken kriegen um Blasen vorzubeugen. Dann haben wir uns was zu essen geholt und natürlich auch ein paar Bier. Bei der üblichen „Siegerehrung“/Disziplinierung hat es heute unter anderem zwei Leute erwischt die die Gruppe und den Weg verloren haben, sich dermaßen verlaufen haben, dass sie das GPS von ihrem Handy nutzten um wieder zurück zu finden. Der Einsatz von solch moderner Technik ist natürlich aufs ärgste verpönt und wurde entsprechend geahndet. Ebenso das jemand ein kurzes Teilstück per Anhalter mitgefahren ist wurde nicht positiv aufgenommen…
War auf jeden Fall wieder eine klasse Samstagsbeschäftigung. Zu blöd, dass ich in Deutschland gar nichts von den Hash Gruppen gehört hab, denn die gibt’s da natürlich auch.
Als es dann langsam dunkel wurde und alle offiziellen Dinge erledigt waren, haben Anna und ich uns auf die Suche nach einer Mitfahrgelegenheit gemacht. War wie zu erwarten überhaupt kein Problem, es haben sich gleich mehrere angeboten. Tatsächlich sind wir mit zwei anderen Läufern dann noch in eine nahegelegene Bar gegangen als auf dem Hash-Gelände langsam alle nach hause aufbrachen. Die Bar, welche sich immer noch hoch in den Maracas Bergen befand hat mit Sicherheit seit Jahren keine weißen Gäste gehabt, schon gar nicht zwei auf einmal. Das war schon ein sehr lokaler Schuppen.
Gegen elf haben wir uns dann auch auf den Heimweg gemacht, Anna und ich wurden nicht nur bis zur Eastern Main Road gefahren sondern sogar ganz bis nach hause. Wieder mal optimal gelaufen.
Zuhause war dann eine Dusche mehr als nötig, die Schuhe hab ich zum einweichen gleich mal mit in die Dusche genommen. Danach war ich dann auch froh mich endlich in die Horizontale bringen zu können