Trinidad

Heute ging’s wieder früh raus, es musste noch einiges erledigt werden bevor ich abreise. Zum einen musste ich mein ganzes Zeug zusammen packen, was auch ganz gut geklappt hat. Um 9:30 bin ich dann mit Mia nochmal zum Accra Beach um ne letzte Runde zu schwimmen.

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Mia und ich am Strand

Nach ner Stunde sind wir dann wieder zurück zum Appartement gegangen. Ich hab schnell geduscht und bin dann mit meinen restlichen Barbados$ zur Scotiabank um zu wechseln. Ich hab gehofft, dass das ähnlich glatt geht wie gestern. Natürlich wurde ich enttäuscht. Erstmal musste ich ewig warten bis ich dran war und dann hab ich natürlich auch noch einen Mitarbeiter erwischt der alles ganz penibel genau nimmt. Über fünf mal hat er mein Geld gezählt, alle möglichen Formulare musste ich ausfüllen und alles in allem hats dann über ne Stunde gedauert bis ich in der Bank fertig war. Aber dafür hatte ich jetzt zum Glück alles in US$ getauscht. Dann schnell heim gelaufen und zuende gepackt. Und dann musste ich mir auch noch n paar nette Zeilen für Alfredos Gästebuch einfallen lassen. Aber ich hab dann alles noch zeitig geschafft.
Um kurz nach zwölf hat mich Alfredo dann zum Flughafen gefahren. Meinen Rucksack aufgegeben und den Boardingpass geholt. Dann hatten wir noch etwas Zeit, deshalb sind wir zum Abschluss noch auf nen Burger zu Chefette gegangen. Dann wars auch schon Zeit für den großen Abschied. Tränen sind zwar keine geflossen, dafür haben wir uns versprochen, dass wir uns irgendwann mal wieder sehen. Die Welt is ja n Dorf.

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Dann durch die Ausreise und Sicherheitskontrolle. Ich war dann doch schon etwas später dran als gedacht, ich wurde sogar per Lautsprecher zum Bording aufgerufen. Am Gate angekommen wurde ich dann zusammen mit drei anderen Nachzüglern von der LIAT Mitarbeiterin nach draußen aufs Rollfeld entlassen, „Your plane is the one over there“ und dann sind wir da hingelaufen.
Der Flieger war ne recht kleine Propeller Maschinen, war aber voll gebucht.

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Mit so ner richtigen Propeller Maschine bin ich eigentlich noch nie geflogen, immer nur Jets. Ich hatte nen Platz direkt neben nem Triebwerk, war ganz cool mit anzusehen wie die Propeller langsam hochgedreht haben bis dann der ganze Flieger ordentlich zu vibrieren angefangen hat. Die Beschleunigung beim Start war natürlich nicht ganz so groß wie bei nem Düsenjet, brauchts aber auch nicht, ist ja ein kleines Flugzeug.
Der Flug war dann recht angenehm, noch ein paar Blicke auf Barbados erspäht bevor wir zwanzig Minuten später auch schon im Landeanflug auf Saint Vincent waren. Die Landebahn ist da ziemlich knapp am Meer gebaut, deshalb hat man fast das Gefühl im Wasser zu landen wenn man aus dem Fenster gesehen hat.

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Nach dem Aussteigen ging’s dann zur Einreisekontrolle, ich brauchte eigentlich nur ein Transitvisum. War auch kein Problem. Zu meiner Überraschung wurde ich damit im Gegensatz zu allen anderen Passagieren einfach ohne Kontrolle durch den Zoll gewunken. Gut zu wissen…
Im Flughafengebäude hab ich dann ne kleine Bar gefunden in der ich meien drei Stunden Wartezeit überbrücken konnte. Natürlich musste ein lokales Bier her.
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Das hatte dann auch noch ne kleine Überraschung für mich bereit: Es war mein Geburtstagsbier.
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Gezahlt hab ich hier übrigens mit US$. Das ist schon sehr angenehm, dass man damit praktisch überall auf der Welt zahlen kann.
Nachdem ich die drei Stunden dann recht effektiv mit bloggen und Flugzeuge beobachten verbracht hab bin ich runter zur „Abflughalle“, war eigentlich nicht mehr als ein kleiner Warteraum mit 10 Leuten drin.
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Dann gings in der Abenddämmerung zur Maschine und ab nach Trinidad.
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Anflug auf Trinidad bei Nacht


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Die Einreise hat dann etwas länger gedauert, scheinbar kommen Deutsche nur sehr selten hier her. Und ne weiterreisen per Schiff nach Venezuela ist noch ungewöhnlicher, so dass sich gleich zwei Beamte um mich kümmern mussten bis alles seine Ordnung hatte und ich mein Visum gekriegt hab. Die ganze Prozedur hat auch fast ne halbe Stunde gedauert. Als das dann erledigt war hab ich alle drei Wechselstuben im Flughafen abgeklappert und nach Bolívares gefragt. Leider hatte nur noch einer welche übrig. Hab ich dann gleich alle gekauft. So konnte ich für 34 US$ 1600 Bolívares statt der offiziellen 200 Bolívares bekommen. Sollte zumindest für die ersten paar Tage in Venezuela genug sein.
Dann gings raus aus dem Flughafengebäude. Die übliche Schar von Taxifahrern war natürlich gleich um mich rum. Margot hat mir allerdings schon im Vorfeld nen Taxifahrer organisiert, nur konnt ich den nirgends sehen. Der war wohl schon weg, weil ich echt lange bei der Einreise gebraucht hab. Also hab ich ihn schnell angerufen, seine Nummer hatte ich ja. Fünf Minuten später war er dann auch da und ne halbe Stunde später waren wir an Margots Wohnung in Port of Spain. So vom ersten Eindruck her ist das wohl ne etwas bessere Wohngegend, upper middle class.
Nachdem ich dann mein Zeug abgeladen hab sind wir zur Brooklin Bar gegangen, die praktischerweise 50 Meter von der Wohnung entfernt war. „Bar“ wäre wohl etwas übertrieben, es ist mehr ne Hütte in der vier Kühlschränke voll Bier stehen.
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Dazu die übliche Soka Musik die aus den Lautsprechern dröhnt. Und auch erstaunlich viele Leute, wenn man bedenkt, dass es eigentlich Mittwoch nachts ist. Etwas später kam dann auch ihr Mitbewohner Jeremy dazu. Kommt auch aus Frankreich, ich hatte also genügend Gelegenheit meine Französisch Kenntnisse etwas aufzupolieren. Nach ein Paar Bier die den angenehmen Preis von 10 TT$ haben, etwa 1,25 €, sind wir dann noch auf die Ariapita Avenue, was sowas wie die Partymeile hier ist. Etwas hungrig waren wir auch und so wurde es auch Zeit für meine ersten Doubles. Doubles sind ein klassiches Streetfood aus Trinidad. Zwei Art Pfannkuchen auf einem Blatt Papier. Auf die Pfannkuchen kommt dann ein Kichererbsencurry und verschiedene Chutneys. Man isst dann den oben liegenden Pfannkuchen gerollt, mit so viel wie möglich der Füllung. Was nicht mit dem ersten Pfannkuchen in den Mund wandert tropft auf den zweiten der anschließend in der selben Weise gegessen wird. Sehr lecker und mit etwa 50 Cent auch ein ganz erschwinglicher Imbiss. Ich hab gleich drei genommen, dann war ich aber auch echt satt. Noch ein Hinweis zum Schärfegrad: Hier leben ziemlich viele Leute indischer Herkunft, deshalb ist hier alles etwas schärfer als man erwarten würde. Die Doubles die ich hatte waren alle „Slight“, also mot nur ein klein bisschen der Pfeffersoße. „Medium“ wäre für mich wohl schon deutlich zu viel des Guten gewesen, auch wenn ich gerne scharf esse. Und „Spicy“ ist dann wohl was wofür man schon ganz schön abgehärtet sein muss.
Nach diesem Imbiss sind wir noch in ne andere Bar, Shakers. Hat schon auch ein ganz nettes Nachtleben hier, hätt ich so vielleicht nicht erwartet. Gegen eins haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht.
Schlafen musste ich übrigens wieder mal nicht auf ner Couch, Margot hat ein freies Bett in ihrem Zimmer stehen.

Letztes Abendmahl

Heute ging’s für meine Verhältnisse ganz früh raus. Um kurz vor sieben aufgestanden, dann nochmal alle Klamotten die es nötig hatten in die Waschmaschine geworfen und mit Alfredo nach Bridgetown gefahren. Da mir langsam die Kontaktlinsen ausgehen und ich eh noch mehr Bargeld hab als ich wohl tauschen kann wollt ich mich hier gleich mit neuen eindecken. Der Optiker hat dann auch um 8 seine Türen geöffnet, allerdings wollte er mir ohne Rezept nur 5 Linsen pro Auge verkaufen. Also hab ich das halt genommen. Geht in Deutschland zum Glück rezeptfrei.
Anschließend bin ich per Bus zurück Richtung Appartement gefahren. Allerdings wollt ich vorher nochmal zur Bank und mein Glück nochmal mit dem Geldwechsel versuchen. Diesmal bin ich zur Scotiabank gegangen. Meine Hoffnung war auch n bisschen, dass die Banken untereinander nicht zu viele Infos austauschen wer schon wieviel Geld umgetauscht hat. Denn eigentlich darf man nur 1000 Barbados$ umtauschen. Zu meiner großen Überraschung ging das dann aber auch erstaunlich glatt. Der Mitarbeiter hat nur mal nen kurzen Blick auf meinen Ausweis geworfen und schon konnte ich 1000 Barbados$ umtauschen. In der selben Bank wurde gestern von nem anderen Mitarbeiter noch ein Flugticket in die USA dafür verlangt. Und in der Royal Bank of Canada gestern ging’s mit Flugticket nach Trinidad. Dafür wurde dort auch alles, von meiner Adresse hier bis zur Telefonnummer, fein säuberlich in den Computer eingegeben und heute wars einfach ein Geldwechsel der keinerlei Daten außer meiner Unterschrift erfordert hat. Barbados…
Danach ging’s zurück zum Appartement, Wäsche zum trocknen aufgehängt und das Geld sicher verstaut. Dann war’s erst mal Zeit für mein Frühstück. Ein schönes Sandwich und dazu ne Tomate. Inzwischen bin ich so weit, dass ich Tomaten wirklich liebe. War vor meiner Reise das genaue Gegenteil. So ein Abenteuer verändert einen eben nicht nur im Großen sondern auch im Kleinen.
Nach dem Frühstück bin ich mit Mia dann zum Strand gegangen.
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Ein letzter schöner Tag am Strand. Die Wellen waren heute wieder ähnlich gut wie gestern. Um zwölf ist dann auch Elodie noch vorbeigekommen. Mit ner kurzen Unterbrechung zum Lunch in der Tiki Bar ist der Tag dann ganz angenehm an mir vorüber gezogen.
War ja meine letzter Abend hier, also wollte ich nochmal essen gehen. Eigentlich ins Shakers, aber die hatten keinen Platz für so viele Leute. Also sind wir ins Surfers Café gegangen. Ich hatte nen echt guten Mahi Mahi. Ein Abschiedsgeschenk wurde mir dann auch noch überreicht, ein Banks Kalender, von jedem signiert und mit Widmung versehen. Sehr nett. Ich hoff nur, dass ich das gute Stück auch irgendwie transportieren kann.
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Nach dem Essen wollt ich eigentlich noch mal ins Gap gehen und einen letzten Rum’n’Coke genießen. Das Abendessen hat sich dann aber doch so lange hingezogen, dass fast keiner mehr mit wollte. Also bin ich nur mit Mia und Georgios ins Old Jamm Inn gegangen. Um eins haben wir uns dann auf den Heimweg gemacht, ein letztes mal am Strand entlang bei fast Vollmond. Sehr schön.

Währungsprobleme

Als so ziemlich letzten Teil meiner Reisevorbereitungen wollte ich mich heute nochmal ums Geld kümmern. Da ich demnächst ja nach Venezuela will wollte ich mich nochmal ordentlich mit US$ eindecken. Warum? Der Bolivar Fuerte in Venezuela hat einen festgelegten Wechselkurs zum US$. Die Währung ist nicht frei zu tauschen, alles stark reguliert. Dazu kommt, dass Venezuela eine der höchsten Inflationsraten der Welt hat. Die Folge ist dann natürlich, dass alle Venezulaner versuchen irgendwie an relativ wertstabile US$ zu kommen. Ideale Voraussetzungen also für einen florierenden Schwarzmarkt. Gibt’s bei der Bank in Venezuela den festgelegten Wechselkurs von 6,3 Bolívares für 1$, so kriegt man im Moment wenn man schwarz Geld tauscht um die 80 Bolívares für 1$. Tendenz steigend. Unterm Strich macht das Venezuela zu einem extrem günstigen Reiseland, da durch den Geldtausch die lokalen Preise für mich auf unter ein Zehntel des regulären Preises fallen.
Also bin ich um 10 zur Bank, hab 2000 Barbados$ abgehoben die ich dann gleich in US$ tauschen wollte. Natürlich gab’s in der Bank dann auch ne lange Schlange und nur wenige Mitarbeiter. Als ich dann nach über einer halben Stunde endlich dran war wurde mir gesagt ich bräuchte um Geld zu wechseln nen Reisepass und ein Flugticket. Das war natürlich Zuhause. Also heim, das Zeug geholt und zurück zur Bank. Als ich dann nach langer Wartezeit endlich dran war hieß es ich könne keine US$ bekommen, weil ich nach Trinidad fliege und nicht in die USA. Das sind mit 2000 Barbados$ in der Tasche und einer unmittelbar bevorstehenden Abreise natürlich eher schlechte Nachrichten. Bin dann erst mal heim um zu überlegen was jetzt zu tun ist. Alfredo ist dann auch gekommen und wir haben uns erst mal Mittag gegessen.
Hab dann am Nachmittag versucht alle möglichen Souvenir Shops, Tauchbasen und Surf Shops, eben überall wo viele Touristen mit US$ zahlen, abzuklappern und privat zu tauschen. War aber wenig erfolgreich, ich hab in ner Stunde grad mal 60 US$ tauschen können. US$ gibt keiner gerne her. War im nachhinein betrachtet auch echt blöd von mir alle US$ die ich aus Europa mitgebracht hab in Barbados$ zu tauschen bevor ich mir letztendlich Barbados$ ausm Bankautomaten gezogen hab. Das passiert mir in Zukunft nicht mehr.
Auf dem Heimweg von meiner recht erfolglosen Umtauschodyssee bin ich dann nochmal in ne andere Bank und wollt einfach nochmal mein Glück versuchen. Nach der obligatorischen halben Stunde Wartezeit hats dann aber zu meiner Überraschung tatsächlich geklappt. Der ganze Vorgang hat allerdings nochmal ne viertel Stunde in Anspruch genommen, lief alles sehr genau ab, musste alle möglichen Daten angeben. Aber dann durfte ich tatsächlich 1000 Barbados$ in 492 US$ tauschen. Da war ich schon sehr erleichtert. Da die Banken hier schon immer um 3 schließen musste ich die restlichen $ morgen tauschen. Also ging’s ab nach hause, die ganze Kohle verstaut und dann erst mal an den Strand. Waren ziemlich große Wellen heute, eigentlich eher ungewöhnlich für die karibische Seite von Barbados.
Als ich dann wieder zurück nach Hause gegangen bin hat auch schon ne neue Mitbewohnerin gewartet. Mia kommt aus Norwegen und wird die nächsten drei Tage bei Alfredo Couch surfen. Wir sind dann erst mal mit ihr zu Mojos zum Abendessen gefahren. Dort gab’s für mich dann meinen wohl vorerst letzten Burger auf Barbados. Danach sind wir noch auf ein paar Drinks ins Café Sol gefahren.
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Aber nicht all zu lange, denn sie ist ja heute erst angekommen, hat also noch nen fünf Stunden Jetlag. Obwohl sie als Stewardess damit wohl besser umgehen kann als andere.

Asiatische Küche

Heute musste erstmal etwas ausgeschlafen werden. Da wir wie üblich nichts zum Mittagessen im Kühlschrank hatten haben wir uns was vom Chinesen geholt. Als wir darauf gewartet haben, haben wir einfach mal so aus Langeweile ein Bewerbungsgespräch durchgespielt. Alfredo hat mal fünf Jahre Bewerbungsgespräche bei ner Kanzlei geführt, er wusste also was er tut. Für mich hingegen wars das erste „richtige“ Bewerbungsgespräch. Hab also versucht mich auf den Job in seiner Trust Fund Company zu bewerben. Die zwanzig Minuten Wartezeit haben wir also ganz gut überbrücken können. Und ich hab auch noch einiges dabei gelernt. Vorallem, dass man so ein Gespräch keinesfalls aus dem Stegreif führen kann sonder man sich schon intensiv auf alles vorbereiten sollte.
Nachdem wir dann gegessen haben haben wir uns nen gemütlichen Nachmittag am Strand gemacht. Das Wetter war zwar nicht optimal aber zum auf der Liege liegen und vor sich hindösen hats gereicht.
Für den Abend sind wir dann noch zusammen mit Patrick, Elisa und Virginia zum Inder zum essen gegangen. Nicht ganz billig, aber super lecker. Den Namen des Gerichts kann ich leider nicht mehr rekapitulieren, ein war ein grünes Curry und eins irgendwelche Hähnchenfilets.
Nach dem Essen gings dann nach hause, wo wir dann noch nen Film angeschaut haben.

Lagerfeuer

Heute ist der Tag meiner Abschiedsparty gekommen. Schon länger war mal von nem Lagerfeuer am Strand die Rede, es ist aber nie  was zusammen gekommen. Als ich dann letzte Woche die Ostküste entlang gewandert bin hab ich nen gut geeigneten Platz dafür gefunden, weit weg von irgendwelchen Häusern und mit genügend Treibholz zum verfeuern. Um 12 haben Alfredo und ich uns auf den Weg gemacht. Doch zuerst mal noch ein kleines Frühstück bei so ner Art Dönerladen, was wirklich mehr als schlecht war. Dass es allein schon ne viertel Stunde gedauert hat bis mein Zeug fertig war, war dann noch das i-Tüpfelchen. Naja. Danach ging’s zum Supermarkt um etwas Verpflegung zu kaufen. Nen Kasten Bier, ein paar Würstchen, Marshmallows und nen Sack voll Kohle und Grillanzünder. Durch all den Regen der letzten Tage waren wir uns nämlich nicht sicher wie gut das Treibholz wohl anbrennen würde.
Nachdem alles im Auto verstaut war sind wir rüber zur Ostküste gefahren, immerhin ne gute halbe Stunde Fahrzeit. Hat etwas gedauert bis  wir den Platz wieder gefunden haben, denn der Strand ist teilweise ein ganz schönes Stückchen von der Straße entfernt. Letztendlich haben wir dann um drei anfangen können die Feuerstelle vorzubereiten. Da hier ein ziemlich starker Wind pfeift war eine Grube fürs Feuer erst mal Priorität Nummer eins, darum hat sich Alfredo gekümmert. An dieser Stelle hat er sich nochmal ein großes Lob für dieses wunderbare Loch verdient. Ich hingegen hab mich ans Holz anschleppen gemacht. Was nicht gerade teilweise im Sand vergraben war war eigentlich nur äußerlich etwas feucht, innen aber sehr gut durchgetrocknet. Die Sonne brennt ja hier doch ganz schön runter. Hab mir also keine großen Sorgen gemacht, dass wir das Feuer leicht in Gang kriegen. Dennoch haben Alfredo und Natalia darauf bestanden, dass wir es schon jetzt anzünden, damit’s auch ja brennt wenn die anderen kommen. Gut, von mir aus. Ordentlich Grillanzünder reingespritzt und n Streichholz reingeworfen und gut wars. Das Holz hat anstandslos sofort Feuer gefangen.

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Alfredo beim Tiefbau

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Das Feuer so früh anzuzünden hatte natürlich den Nachteil, dass wir alle zehn Minuten nachlegen mussten, denn mit dem Wind ist das runter gebrannt wie nix.
Nach und nach sind dann auch alle eingetroffen, die ganze Gruppe, es hat fast niemand gefehlt. Das Wetter hat eigentlich auch gepasst. Nur ein einziges Mal, für etwa eine Minute hats geregnet. Aber richtig. Als würde man in der Dusche stehen und sie voll aufdrehen. Aber eben nur eine Minute lang.

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Im Regen

Ansonsten wars echt super. Würstchen und Marshmallows wurden gegrillt und Musaad hat sogar ne Brotfrucht mitgebracht. Die wurde einfach in die Glut geworfen, die Schale der Brotfrucht ist dabei komplett verkohlt. Nach ner viertel Stunde haben wir sie dann rausgefischt, aufgeschnitten und das Innere der Frucht gegessen. War überraschend gut, der Geschmack erinnert stark an ne Kartoffel. Ansonsten ging die Party so ihren Gang, mit allem was dazu gehört.

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So um zehn haben wir uns dann langsam auf den Heimweg gemacht. Das Bier war alle und manche haben wohl doch mehr getrunken als gut für sie war. Das Feuer natürlich gelöscht und zugeschüttet, allen Müll mit eingesammelt und abgezogen. Zuhause angekommen war ne Dusche mehr als nötig. Obwohl ich auch schon ziemlich fertig war hab ich mich von Alfredo noch überreden lassen auf ein paar Drinks mit ins Saint Lorence Gap zu gehen. Außer Elisa und Gabriel habens aber nicht mehr viele andere geschafft hier noch aufzukreuzen. Wir sind deshalb dann auch nicht mehr all zu lange geblieben, gegen eins haben wir den Heimweg angetreten.

Dauerregen

Heute war mal ne richtig verregneter Tag. Immer nur kurze Trockenperioden zwischen Regen, Regen, Regen. Damit war so ziemlich alles was ich heute tagsüber gemacht hab auf der , zum Glück überdachten Terrasse, auf ner Couch zu liegen und zu lesen. War jetzt gar nicht mal so schlimm. Wenn man sich die Zeit für so was wirklich nehmen kann, und das kann ich, dann ist einen ganzen Tag mit lesen verbringen echt was feines. Man ist dann richtig im Buch, viel mehr als wenn man nur ein, zwei Stunden am Stück liest.
Am Abend kam dann Virginia vorbei, wir haben sie gestern noch für heute zum Abendessen eingeladen. Es gab Nudeln mit selbstgekochter Tomatensauce.
Danach war der Plan mit der ganzen Gruppe erst mal ins Old Jamm Inn zu gehen und anschließend ins Harbour Lights. Daraus wurde dann aber nichts, denn im Old Jamm Inn wars echt gut, deshalb sind wir da bis vier Uhr geblieben.

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Pokernacht, die Zweite

Die Putzfrau kam heute wieder vorbei, deshalb musste ich auch früher aufstehen. Bin dann schon vormittags zum Accra Beach gegangen. Gegen elf kam dann auch Elodie vorbei, als Teil ihres Praktikums interviewt sie Touristen an den Stränden Barbados‘. Auch ich hab nen Fragebogen abgekriegt, auch wenn ich wohl etwas aus dem Muster des Standard-Touristen rausfalle.
Zum Lunch sind wir dann zusammen mir Alfredo zur Tiki Bar gegangen. Dort hab ich mal die Chicken Finger probiert, die waren echt großartig. Spitzen Panade. Man muss schon sagen, Hühnchen können sie hier zubereiten.
Danach bin ich mit Elodie zurück zum Strand. Allerdings haben wir uns um drei verzogen, denn es hat wirklich fürchterlich zu regnen angefangen.

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Zitat Charline: Regen auf Barbados ist immer noch besser als Regen in Neuburg


Zuhause blieb mir dann auch nicht viel mehr übrig als zu lesen und irgendwann am abend das Abendessen vorzubereiten. Es gab ein Omelette mit allerlei leckeren Sachen drin.
Nach dem Essen sind wir dann zu Virginia gefahren, da stand mal wieder ne Pokernacht an. War um ehrlich zu sein diesmal nicht so gut wie letztes mal, ich spiele nicht so gern Poker mit Leuten die zu betrunken sind oder die Regeln gerade erst gelernt haben. Naja, der Abend ging trotzdem rum. Um eins sind Alfredo und ich dann wieder heimgefahren.
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Flug gebucht

Heute Vormittag hab ich endlich mein Ticket für meinen Flug von Barbados nach Trinidad gebucht. In genau einer Woche geht’s los. Als das dann erledigt war bin ich zum Strand. Dort war ich dann auch bis Sonnenuntergang und hab mich mit lesen, bloggen und Spanisch lernen beschäftigt. Und schwimmen natürlich.

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Zuhause gab’s dann zum Abendessen Fisch auf Tomaten-Zwiebel-Soße.
Gegen neun ist Alejandro mit einem Freund aus Spanien vorbeigekommen, der Professor für international economics an der Uni in Alicante ist. Wir haben also bei ner Flasche Wein ein bisschen über europäische Wirtschaft, und griechische im besonderen, denn Georgios ist eigentlich Grieche, geplaudert, bevor wir uns dann um elf auf den Weg ins Harbour Lights gemacht haben. Ginelle hatte heute Geburtstag, deshalb mussten wir uns da schon blicken lassen. Ging aber nicht ganz so lange, war ja unter der Woche.

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Reisevorbereitungen

Heute Vormittag hab ich mich mal n bisschen um meine Ausrüstung gekümmert. Es geht ja bald wieder richtig auf Reise, da war es mal wieder an der Zeit das alles so weit in Ordnung zu bringen. Also den Schlafsack mal zum Lüften aufgehängt. Isomatte aufgeblasen und in der Dusche, die zum Glück groß genug ist, eingeseift und abgespült. Unglücklicherweise war natürlich genau zu dem Zeitpunkt aus unerfindlichen Gründen das Wasser ausgefallen, was hier scheinbar etwas öfter vorkommt.  Es kam also grad so ein kleines Rinnsal aus dem Duschkopf raus. Aber irgendwann war die ganze Seife abgespült und ich konnte die Isomatte zum trocknen aufstellen.
Auch mein Zelt war schon seit längerem in seinem Beutel eingepfercht, also hab ich das zum Lüften aufgebaut. Im Zimmer, denn ich wollts nicht draußen rumstehen lassen. Mein Zimmer ist ja zum Glück groß genug.
Dann den großen Rucksack mal ausgeschüttelt, undichte Zip Lock Beutel ersetzt, meine kleinem Gewürzstreuer aufgefüllt, ebenso mein Fläschchen Olivenöl, mein Besteck gewaschen, Kleingeld zusammen gesammelt, meinen alten kleinen Rucksack den ich noch aus Madeira hatte, weggeworfen. Ebenso meinen drei Jahre alten elektrischen Rasierer der nur noch eingesteckt funktioniert und dann auch nur wenn er grad Lust hat. Hab mir in Madrid deswegen eh schon nen neuen gekauft. Ja, das war im Prinzip mein Vormittag.
Als ich dann gerade los wollte um erst noch nen Happen in der Mall zu essen und dann zum Strand zu gehen, hat mich Alfredo angeschrieben ob ich mit ihm zum Mittagessen gehe, er holt mich ab. Also noch zehn Minuten gewartet und dann sind wir los. Zuerst wollten wir zum Araber, der hatte aber zu, deshalb sind wir beim Subway gelandet.
Anschließend bin ich zur Botschaft von Venezuela gegangen, die war praktischerweise gleich um die Ecke. Da hab ich mich mal schlau gemacht wie das denn so mit der Einreise ist wenn man kein Ausreiseticket hat. Ich werd ja sehr wahrscheinlich per Fähre ankommen und dann erst mal unbestimmte Zeit bleiben, wos danach hingehen soll weiß ich auch noch nicht, deshalb ist das mit den Ausreisetickets immer etwas schwierig. Die Mitarbeiterin in der Botschaft hat mir aber versichert, dass das kein Problem wäre weil ich aus der EU komme. Nochmal Glück gehabt.
Danach gings ab zum Strand, dss Meer war heute sehr ruhig, so gut wie keine Wellen.

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Alfredo ist um fünf aus der Arbeit gekommen und wir sind dann gleich zum Einkaufen gefahren. Haben genug gekauft für vier schöne Gerichte. Eins davon war dann auch gleich heute abend dran. Wir wollten mal ne Paella probieren. Dabei kam mir natürlich zugute, dass ich im Hostel in Málaga nen Paella Kochkurs gemacht hab. Ist dann auch ganz gut geworden.
Abends war dann ein Film angesagt den ich schon länger mal sehen wollte, aber bisher nie dazu gekommen bin: The Big Lebowski. War recht witzig. Dazu noch als kleine Nascherei ne frische Kokosnuss ausm Garten.

Finanzcheck

Das Wetter hat heute ganz gut zu meiner Tagesgestalltung gepasst. War immer so n bisschen regnerisch, da musst ich nicht unbedingt an den Strand gehen. Stattdessen musste mal wieder viel am Computer erledigt werden. Das Fertigstellen des Blogeintrags von der Wanderung hat Stunden gedauert, denn ich konnte aus mir unerklärlichen Gründen keine Bilder einfügen. Erst über diverse und langwierige Umwege hats dann endlich geklappt. Dann mussten noch ein paar Mails geschrieben werden und meinen Handyvertrag wollt ich auf einen Traveller Tarif umstellen damit ich mir die monatlichen 10 Euro für die Internet Flat in Deutschland spar. Wie man sich denken kann ist das alles andere als einfach gewesen, Mobilfunkanbieter legen einem da ganz gerne einige Steine in den Weg wenn man etwas weniger zahlen möchte. Und weil wir grade beim Thema Geld sind: Es war mal wieder an der Zeit nen ausführlichen Blick auf meine finanzielle Situation zu werfen. Ich durfte erfreut feststellen, dass mein Tagegeld Konto zum Jahreswechsel ein ansehnliches Sümmchen an Zinsen abgeworfen hat und auch meine täglichen Ausgaben auf Barbados sind im Schnitt zurückgegangen. Im Moment lieg ich bei einem Tagesbudget von etwas über 30€. Eigentlich ziemlich wenig wenn man bedenkt wie ich hier leb.
Noch dazu hab ich die Zeit gefunden meine Ausgaben in Portugal und England auf meine Statistik Seite zu packen, da findet man ab heute das Update. Auch zur Ausrüstung hab ich noch ein paar Worte ergänzt. Und allgemein ein paar kleinere Veränderungen am Blog Design vorgenommen.
Und dann natürlich noch ein bisschen Vorabplanung für Venezuela betrieben.
Der Tag ging mit all dem Zeug eigentlich recht schnell rum. Als Alfredo abends heimgekommen ist gab’s als Abendessen auch nur noch Sandwichs weil im Kühlschrank mal wieder gähnende Leere herrschte.
Nachdem wir uns dann noch den zweiten Teil von Tolkiens Der Hobbit angeschaut haben, bin ich ins Bett.