Strandtag

Heute bin ich mal richtig früh raus. Um 7 bin ich aufgestanden und war dann auch schon um 9 am Strand. Da wars noch richtig leer.
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Wetter wie man sehen kann war auch gut. Überhaupt hat der Vormittag am Strand was. Irgendwie angenehmer als abends hin, ich sollte öfter Vormittags gehen. Mittags rum wurds dann doch sehr heiß und ich hab mich dann auf den Weg zum Supermarkt gemacht, denn meine Vorräte gehen langsam aus. Eigentlich sollte Alfredo heute wieder kommen, es scheint aber grad Schneesturm in New York zu sein, deshalb wurde sein Flug auf Sonntag verschoben. Nach dem Einkauf bin ich wieder zurück nach Hause gelaufen, 80$ ärmer und ohne wirklich viel gekauft zu haben. Hab dann schnell was zum Mittagessen gekocht und bin um 3 dann wieder zurück zum Strand. Die Wellen waren heute für den Accra Beach ungewöhnlich hoch. Der Sonnenuntergang war wieder etwas bewölkt, allerdings nur mit einer großen Wolke, was auch ganz gut aussah.
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Danach ging’s nach hause und zum Abendessen wurden die Reste vom mittag aufgewärmt.
Abends war dann eigentlich der Plan wie jeden Freitag ins Harbour Lights zu gehen. Aber irgendwie konnt ich mich heute nicht dazu aufraffen, hab lieber noch mein Buch weiter gelesen und bin etwas früher ins Bett.

Frische Kokosnuss

Heute morgen ging’s mir schon bedeutend besser als gestern. Bin nach dem aufwachen trotzdem noch etwas im Bett geblieben um zu lesen, A Clash of Kings, der Folgeroman zu A Game of Thrones. Wirklich sehr fesselnd, da verbring ich echt viel Zeit mit. Aber warum auch nicht, wenn man Zeit im Überfluss hat. Mittags hat mich dann der Hunger gepackt und ich hab mir schnell ein paar Nudeln gekocht. Eigentlich wollte ich dann so wie inzwischen für mich üblich so gegen halb drei an Strand gehen. Allerdings saß ich auf der Terrasse, hab gelesen und mir immer wieder gedacht: Das ist jetzt aber wirklich das letzte Kapitel bevor ich losgehe. Es ist also doch eher nach vier gewesen als ich an den Accra Beach gekommen bin. Da wollte ich auch keine weitere Zeit mehr verlieren und bin gleich mit Schnorchelausrüstung zum Riff raus geschwommen. Allerdings war ich wohl schon zu spät, denn die Sonne stand schon so tief, dass nicht mehr ausreichend viel Licht so tief runter kam. Die Sicht war also eher bescheiden.
Der Sonnenuntergang war dann auch etwas bewölkt, sah aber auch ganz witzig aus, denn die Wolken nahe am Horizont hat man nicht gesehen, so dass es so wirkte als würden einfach ein paar Stücke der Sonne fehlen.
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Dann ging’s wieder heim. Auf dem Weg den Boardwalk entlang ist mir dann noch deutlich aufgefallen, dass heute mindestens dreimal so viele Jogger unterwegs waren wie noch im alten Jahr. Aber das legt sich sicher bald wieder, kennt man ja…
Daheim hab ich dann gesehen, dass unter einer unserer Palmen ein paar Kokosnüsse liegen welche noch nicht da waren als ich an den Strand bin. Müssen also ganz frisch sein. Hab mir eine mit ins Haus genommen und wollte mal sehen ob ich die wohl auf krieg.
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Die richtige Farbe hatte sie schon mal, nicht mehr grün sondern schon braun. Wer in seinem Leben noch nie ne Kokosnuss an der Palme gesehen hat wird jetzt natürlich sagen: Moment mal, die Kokosnüsse die ich immer im Supermarkt kaufe sehen aber ganz anders aus. Das ist richtig, weil man bei uns keine Kokosnüsse kauft, sondern nur deren Kerne. Und an eben diesen Kern gilt es erst mal bei ner frischen Kokosnuss ran zu kommen. Und das ist deutlich anstrengender als im Supermarkt das Ding in den Einkaufswagen zu legen.
Ich bin mit nem Messee mit Sägezahnklinge an die Sache ran gegangen. Da ich nicht wusste wo genau in der Nuss sich der Kern befindet, hab ich erst mal nen kleinen Deckel abgeschnitten.
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Die äußere Hülle der Kokosnuss ist fast holzartig und dann kommt die dicke innere Schicht mit den Kokosfasern. Ich hab also immer mehr abgesägt bis ich den Kern lokalisieren konnte. Dann einmal der Länge nach den ganzen Mantel eingeschnitten um die zwei Hälften auseinander zu ziehe und den Kern frei zu legen. Soweit die Theorie. In Wirklichkeit war’s ein wahrer Kraftakt die zwei Schalenhälften auseinander zu ziehen. Um ehrlich zu sein, mit den Armen hab ich’s nicht geschafft, ich musste die Nuss aut den Boden legen, mich mit den Zehen auf die untere Hälfte der Nuss stellen und mit beiden Armen die obere Hälfte weg ziehen. Aber es hat geklappt.
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Der Kern war jetzt also zur Hälfte freigelegt und die zweite Hälfte ließ sich dann mehr oder weniger einfach mit dem Messer entfernen. Nach etwa 10 Minuten konnte ich das Objekt meiner Begierde dan in Händen halten.
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Mit nem Korkenzieher dann den Kern angebohrt und das Kokoswasser aufgefangen. War mehr als ich vermutet hatte.
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Als ich den Kern dann leer hatte ging’s nach draußen in den Hof und mit nem kräftigen Wurf auf den Boden zersprang er dann in zwei Teile.
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Das Kokosfleisch ließ sich dann mit nem Messer halbwegs gut auslösen.
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In der Zwischenzeit was das Kokoswasser im Gefrierschrank gestanden und wurde angenehm runter gekühlt. Drei Eiswürfel und ein Schuss Barbados Rum dazu und fertig war mein Abendessen.
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Dazu nen Film auf der Couch, danach noch mein Buch und der Tag war wieder perfekt.

Neujahr

Hm, um ehrlich zu sein, ein guter Start ins neue Jahr sieht anders aus. Gegen zwei bin ich aufgewacht, alles andere als fit. War doch ne lange Nacht gestern, aber ne gute. Ich hab mein Bett heute eigentlich kaum verlassen und mich nur etwas zum lesen und vor mich hindösen bewegen können. Scheint so als wäre man nicht mehr ganz so hart im Nehmen wenn man das erste viertel Jahrhundert langsam abschließt… man wird halt nicht jünger.
Tja, mehr hab ich eigentlich echt nicht gemacht. Damit dieser Eintrag nicht ganz so kurz aussieht kann ich hier an dieser Stelle nochmal allen die meine Reise mitverfolgen ein frohes und glückliches neues Jahr wünschen.
Da ich gerade am Strand liegt während ich diese Zeilen schreib und ich noch etwas Zeit hab bis ich mit Enrique und Patrick Mittagessen geh, kann ich sogar noch nen kurzen Jahresrückblick wagen. Mein 2013 begann mit meinen verbleibenden zwei Monaten in Groningen in den Niederlanden an der Uni wo ich mit einem super Team zusammen arbeiten dürfte. Falls von euch noch einer meinen Blog verfolgt: Gelukkig Nieuwjaar!
Meine Zeit in den Niederlanden hab ich sehr genossen, auch wenns etwas kälter war.
Die kommenden drei bis vier Monate war ich dann Zuhause in Neuburg wo ich einen Großteil meiner Zeit damit verbracht hab meine Reise vorzubereiten. Das war mehr Arbeit als man sich vorstellen kann, hatte aber auch seinen Reiz. Und hat die Vorfreude natürlich ordentlich geschürt.
Dann kam im Juni meine Abschiedsfeier, war super und ich fands klasse, dass so viele Leute von Nah und Fern gekommen sind um sich an der Spansau den Bauch vollzuschlagen. Und mir natürlich ne gute Reise zu wünschen.
Mitte Juni ging’s dann los, zu Fuß die Donau entlang. Daran muss ich immer noch oft denken, dass war sensationell. Ich kann schon jetzt sagen, dass ich diese Strecke nicht zum letzten mal gelaufen bin. Das werde ich auf jeden Fall wiederholen.
Dann Ende Juni, Anfang Juli nochmal ein kurzes Gastspiel zum Neuburger Schloßfest. Auch das bereue ich nicht, nochmal von Villingen für die 10 Tage zurück gekommen zu sein.
Aber dann ging’s endgültig los. Rauf auf den Roller und ab in die weite Welt. Durch Frankreich, Spanien, Gibraltar, Marokko, Portugal, England und Barbados bin ich bislang gekommen. Trotz oder gerade wegen mancher Probleme und Schwierigkeiten war es immer DAS Abenteuer das ich mir gewünscht hab. Am Ende jedes Tages wusste ich, dass ich nicht nur die richtige Entscheidung getroffen hab, sondern dass einfach loszugehen die beste Entscheidung war die ich je getroffen hab.
In diesem Sinne hoffe ich auf ein weiteres Jahr das genau so großartig wird wie das vergangene. Nicht nur für mich, auch für euch. Und das schönste daran: Man hat es selbst in der Hand.

Sylvester

Der letzte Tag des Jahres war also nun gekommen. Ein Tag der mit schönem Wetter an den Strand lockte. Es gibt schlimmeres als Sylvester im Meer zu verbringen. Ich bin nochmal am Riff schnorcheln gegangen, hab nochmal auf eine Schildkröte gehofft, aber keine gesehen. Gegen sechs Uhr hat mich Patrick dann Zuhause abgeholt. Wir sind zu Ally gefahren wo wir den Abend mit ein paar Drinks starten wollten.
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Das war dann auch die Zeit in der mich die ganzen Neujahrsgrüße aus Deutschland erreicht haben. Dafür nochmal danke.
Es war dann so 22:30 Uhr als wir uns auf den Weg zum Cruising Club gemacht haben. Scheinbar waren wir nicht die einzigen, denn der Verkehr war wirklich schlimm. Wir kamen nur sehr langsam voran, aber wir kamen voran. Da uns irgendwie die Zeit fehlte noch was richtiges zu essen sind wir noch schnell durch den Chefette Drive-Through gefahren. Nicht ganz das schöne Sylvesteressen das ich sonst immer ganz gern an Sylvester hab, aber besser als nix. Gegen viertel zwölf haben wir dann den Cruising Club erreicht. Für die Sylvesterparty brauchte man natürlich ein Ticket und die waren schon seit Tagen ausverkauft. Glücklicherweise kennen Ally und Patrick den Sohn des Clubbesitzers und der hat dann nochmal vier Tickets aufgetrieben. Wir haben also alle unsere 160 $ gezahlt und sind rein. Alle? Nein, nicht ganz. Denn ich hab mein Ticket umsonst von ihm gekriegt. Die Frage nach dem „Wie?“ ist natürlich berechtigt. Ich möcht nicht zu sehr ins Detail gehen, aber ich bin inzwischen ziemlich gut darin Leute dazu zu bringen das zu tun was ich will. Fairerweise muss ich zugeben, dass ich mir dafür nur ne 50% Chance ausgerechnet hab, dass das klappt, ging schließlich um 160$. Aber es hat geklappt.
Also rein zur Party und den Freigetränken die man für den Preis erwarten kann. Drinnen haben wir dann noch Thomas, Enrique, Fabien, James und Jacke getroffen. Um 12 gab’s dann am Strand ein Feuerwerk und dazu ne Flasche Sekt.
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Danach wieder rein in den Club und die Freigetränke dies bis um zwei gab zusammen mit guter Musik und Ausblick aufs Meer genossen.
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Ab zwei mussten wir dann für Getränke zahlen. Aber auch darauf waren wir gut vorbereitet, denn ich hab am Strand ne Flasche Rum und ne Flasche Cola auf Eis gebunkert.
Soweit lief also alles gut, gegen vier hat mich dann das Verlangen überkommen mich mal kurz auf eine der Liegen zu legen die am Strand standen und mal kurz aufs Meer zu schauen… geweckt wurde ich dann so um sechs, als es schon hell war, keiner mehr da war und abgebaut wurde. Damit hab ich nicht gerechnet. Mir blieb also nichts anderes übrig als mich quf den Heimweg zu machen, was sicher ne gute Stunde gedauert hätte. Hätte, denn als ich so den ersten Kilometer hinter mir hatte hielt plötzlich ein Auto neben mir und zu meiner Überraschung saß da Patrick drin und meinte er hat die anderen heimgefahren und mich gesucht. So hab ich also auch noch ne Fahrt nach hause gekriegt und bin dort dann ins Bett gefallen.

Ausgelesen

Heute war war das Ende meines Buches zum greifen nahe. Ich war mir sicher, dass ichs heute fertig lesen würde. Da um 9 in der Früh die Putzfrau aufgetaucht ist hab ich mich zum lesen auf die Terrasse gesetzt. Die frisch geputzte Küche wollt ich dann während ihrer Anwesenheit auch nicht wieder einsauen, deshalb gab’s für mich heute mein Mittagssandwich in der Mall beim Subway.
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Hatte noch dazu nen schönen Blick aufs Meer beim essen. Gegen drei hab ichs dann geschafft das Buch fertig zu lesen. Das war allerdings nur der erste von fünf Teilen, aber die anderen mussten erst mal aufgetrieben werden. Doch nicht heute. Ich hab ich nach Abschluss des Buchs auf den Weg zum Strand gemacht, ganz ohne Lesematerial und Handy. War auch schön, es gab nichts anderes zu tun als zu schimmen, sich zu sonnen und den Strand und das Meer zu beobachten.
Den Abend hab ich dann damit verbracht möglichst lange wach zu bleiben um morgen länger zu schlafen und abends für die Sylvesterparty fit zu sein. Zu dem Zweck hab ich mir eine gesunde Mischung aus Filmen und Kaffee zugeführt. Das hat dann auch bis um drei ganz gut funktioniert.

Bowling

Heute bin ich so gegen acht aufgewacht und hab dann erst mal noch ne Stunde im Bett gelesen. Dann mussten noch verschiedene Postkarten geschrieben werden, die Küche hatte etwas Zuwendung nötig und ich war mit meinem Blog immer noch ganz schön hinterher. Und zwischendurch immer wieder ein Kapitel aus meinem Buch. Ist schon sehr fesselnd. Hatte also viele indoor Aufgaben. Das hat auch ganz gut mit dem Wetter gepasst, denn alle zehn Minuten kam ein ordentlicher Schauer, so dass es auch gar keinen Sinn gemacht hätte raus zu gehen. So hab ich meine Zeit dann ganz gut rumgebracht. Als es dann an die Abendgestalltung ging hatte ich im Prinzip zwei Möglichkeiten. Entweder ich geh mit den anderen ins Harbor Lights oder ich geh mit ner Shani und Michelle zum Bowlen. Hab mich dann für die zweite Möglichkeit entscheiden. Wir haben ausgemacht uns um 7 zum Bowling zu treffen. So weit, so gut. Barbados ist zwar ne kleine Insel, aber die Entfernung zur Bowlingarena hab ich dann doch unterschätzt. Um etwa halb sieben bin ich dann in nen Bus gestiegen der mich bis zum Flughafen bringen sollte, denn das war der der Bowlinganlage am nächsten gelegene Punkt von dem ich wusste, dass ich ihn per Bus erreichen kann. Um 10 nach sieben war ich dann auch am Flughafen und musste da dann feststellen, dass es von hier aus nur noch zu Fuß weitergehen wird. Nochmal etwa eineinhalb Kilometer bis zum Ziel. Also los geht’s. Auf die rechte Straßenseite gewechselt und in der Dunkelheit übers Land losgelaufen. Mit ner halben Stunde Verspätung bin ich dann auch mit sehr schlechtem Gewissen wegen der Verspätung angekommen, nur um einmal mehr mit dem karibischen Pünktlichkeitsbegriff konfrontiert zu werden der dem deutschen so meilenweit entfernt ist wie nur irgendwas. Sie haben mir dann geschrieben, dass sie gerade noch auf den Bus warten. Naja, das beste draus gemacht und in die Bowlinganlage gegangen, ein Bier bestellt und während dem Warten (es ist jetzt 20:30 Uhr) diese Zeilen geschrieben.
Ums kurz zu machen, ich hatte noch mehr Zeit zum bloggen, den die beiden sind erst um 22 uhr aufgetaucht. Ich war ja selber ne halbe Stunde zu spät, aber drei Stunden ist schon stattlich. Man muss dazu auch sagen, dass diese Anlage sowas von am Ar#$@ der Welt liegt, dass die ohne Auto echt nicht zu erreichen ist.
Wir haben also eine Runde Bowling gespielt und mussten uns dann auch schon wieder auf den Heimweg machen, denn der letzte Bus fuhr um 23 Uhr.
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Die ganze Aktion war um ehrlich zu sein ein bischen witzlos. Der Bus den wir dann nehmen mussten ist dann auch ne knappe Stunde lang übers ganze Land getuckert bis er in Bridgetown den Busbahnhof erreicht hat. Da musste ich dann nochmal etwas warten um den letzten Bus von dort zu Alfredos Apartment zu nehmen. So um halb eins war ich dann wieder Zuhause und bin dann auch gleich ins Bett.

Matze allein Zuhaus

Heute war der Tag des Abschieds gekommen, Alfredo fliegt für fünf Tage nach New York und ich hab das Apartment für mich alleine. Um 12 kam sein Taxi das ihn zum Flughafen bringen sollte. Ich bin auch gleich mitgefahren weil ich noch einkaufen musste und der Supermarkt auf dem Weg lag. Nachdem ich ale meine Sachen für die nächsten paar Tage gekauft hatte musste ich noch ne Gasrechnung für Alfredo bezahlen. Er meinte das kann ich auch gleich im Supermarkt erledigen. Gut, hab mich da dann also 10 Minuten an der Bankfiliale im Supermarkt angestellt nur um da dann zu erfahren, dass ich die Rechnung nebenan bei dem Mobilfunkanbieter (!) bezahlen muss. Damit konnte ich natürlich nicht rechnen, ne Bank hat für mich irgendwie mehr Sinn gemacht. Aber gut da dann die fünf Dollar gezahlt und mich dann auf den Heimweg gemacht. Wollte den Tag heute eigentlich dazu nutzen mal meinen Blog wieder voll zu aktualisieren. Aber wies der Zufall so will, gerade als ich am Accra Beach entlang laufe, denn ich laufe lieber am Strand entlang als an der Straße, sprintet Patrick auf mich zu und fragt mich was ich heute mach. Seinen Sonntag wollte er hier am Strand verbringen. Da kann ich ihn natürlich nicht alleine lassen, also hab ich gesagt ich bring nur schnell meine Sachen heim und komm dann auch an den Strand. Gesagt, getan. An der Tankstelle noch schnell vier Bier gekauft, Zuhause die Strandsachen und ne Tüte voll Eis für die Bier gepackt und ab an Strand. Da dann das übliche, lesen und schwimmen. Gegen vier haben wir uns dann noch jeder ne Liege und nen Sonnenschirm von ner Hotelanlage ergattert die eigentlich nur für Gäste des Hotels waren, aber es hat sich keiner beschwert. Am Ende des Tages hat Patrick mich dann heim gefahren und ich hab mich dann ans Abendessen kochen gemacht. Es gab Curryreis mit Hähnchen. Dan war noch so die Frage im Raum ob wir heute Abend noch weggehen sollten, war ja immerhin Samstag. Nachdem Patrick dann aber genau so dagegen war wie ich hab ich den Abend mal ganz gemütlich Zuhause verbracht, was zur Abwechslung auch mal wieder ganz schön war.

Fischmarkt in Oistins

Heute wollte ich eigentlich gar nichts tun außer endlich meinen Blog auf den neuesten Stand bringen. Aber Alfredo hat mich dann doch dazu überredet mit ihm an Strand zu gehen. Schließlich war heute sein letzter Tag bevor er nach New York fliegt. Außerdem wolllte er sein Weihnachtsgeschenk ausprobieren, das Schnorchelset das ich ihm geschenkt hab. Wir sind also so um zwölf zur Carlisle Bay gefahren. Das Wetter war nicht ganz optimal, etwas zu viele Wolken. Beste Sicht unter Wasser hat man nur bei voller Sonne. Also haben wir uns noch so etwas an Strand gelegt bevor wir dann ins Wasser sind. Die Wolken haben sich bis dahin auch etwas aufgelockert.
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Wir sind dann ins Wasser und raus zu den Schiffswracks geschwommen. Blöderweiße hatten wir das Toastbrot zum Fische füttern zuhause vergessen. So waren nicht ganz so viele um uns herum. War aber trotzdem wieder klasse.
Nach dem Tauchgang sind wir wieder an den Strand und haben den Sonnenuntergang abgewartet. Auch nen Regenbogen gab’s dank eines kurzen Schauers zu sehen.
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Um sechs sind wir dann wieder heim gefahren. Die Frage war dann wo wir zu abend essen sollen. Da wir beide Lust auf Fisch hatten und heute Freitag ist, wollten wir nach Oistins zum wöchentlichen Fischmarkt. Wir haben also um 8 Musaad abgeholt und uns dann auf den Weg gemacht.
Der Verkehr auf dem Weg dort hin war dann schon das erste Anzeichen dafür, dass es sehr voll sein würde. Die Hochsaison hat halt auch vor ein paar Tagen so richtig begonnen. Wir mussten lange suchen bis wir nen freien Platz an einem der Stände gefunden haben. Überhaupt hat mich das ganze Treiben sehr an den Jamaa-el-Fna kn Marrakesch erinnert. Nur eben ohne orientalisches Flair und mit mehr Fischgeruch.
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Der Fisch, ich hatte Marlin, war auch gut, nur mit 35 $ etwas überteuert. Aber laut allen Reiseführern gehört hier nen Fisch essen dazu, wenn man in Barbados ist. Damit kann ich das auch abhaken.
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Anschließend haben wir Musaad noch nach hause gefahren und sind nochmal mit hoch in sein Apartment auf einen Drink bevor wir dann um 12 auch heim sind.

Life is hard

Um 10 Uhr haben mich Patrick und Alfredo bei Musaad abgeholt. Wir sind dann erst mal zum Frühstücken gefahren. War für 10$ eigentlich ganz in Ordnung.
Das Wetter war zwar nicht zu berauschend aber doch deutlich besser als die letzten beiden Tage. Deshalb wollten wir gleich nach dem Frühstück zum Strand aufbrechen. Diesmal sollte es der Carib Beach sein, an dem war ich bisher noch nicht, ist aber auch ganz schön.
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Mittags rum hatte dann auch Musaad ausgeschlafen und ist vorbei gekommen. So haben wir den Nachmittag mit ein paar Bier, einigen Sandwischs in einer nahegelegenen Bar und einer Flasche eisgekühltem Rosé ganz gut rum gebracht.
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Es hat uns auch mal ne vorbeigehenede Frau aus Irland angesprochen ob wir hier denn auch Urlaub machen. Als dann alle meinten, Nein, wir leben und arbeiten hier (beim arbeiten hab ich mich mal ausgeschlossen) war sie schon sehr neidisch und hat uns zu unserem Leben hier überschwänglich beglückwünscht. Ich kann die gute Frau schon verstehen. Hier lässt sichs wirklich gut leben.
So um 4 sind wir dann aufgebrochen, Alfredo hatte irgendwo nen Termin und ich bin dann mit Patrick und Musaad zum Cruising Club gefahren wo wir uns mit Ally, Corina und Thomas getroffen haben. Diesmal nicht am Strand sondern auf dem Sonnendeck. Wenn auch ohne Sonne.
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Alfredo hat mich dann so gegen 7 abgeholt und wir sind nach hause gefahren. Wollten uns eigentlich nen Film anschauen, wurden dann aber spontan von seinen Nachbarn zu ein paar Drinks und barbadischen Weihnachtsköstlichkeiten eingeladen. Es gab gegrilltes Fleisch mit verschiedenen Marinaden, nen Schinken, Peper Pot (eine gut gewürzte Fleischsuppe) und zum Abschluss noch nen Kuchen. Wir sind auch deutlich länger geblieben als wir eigentlich vorhatten. Aber zu so viel Gastfreundschaft und Leckereien wollten wir dann auch nicht nein sagen.

Regen, Regen und Filme

Trotz der langen Nacht gestern bin ich heute schon um 11 aufgestanden. Da unsere letzte Mahlzeit zwar reichhaltig aber schon länger her war, war erst mal Mittagessen kochen angesagt. Mal wieder der Klassiker Nudeln mit Tomatensauce. Danach wollten wir zur Carlisle Bay fahren um bei den Schiffswracks zu tauchen. Um Alfredos Weihnachtsgeschenk einzuweihen. Wir waren auch schon auf dem Weg, aber dann hats nochmal zu regnen angefangen. Das Wetter hat sich seit gestern eher verschlechtert. Wir haben dann beschlossen, dass es wenig Sinn hat heute tauchen zu gehen, die Sicht wäre auch zu schlecht gewesen. Also haben wir als Alternative Musaad angerufen und gefragt was er so vor hat. Er hatte auch noch keinen richtigen Plan, also sind wir mal zu ihm gefahren. Der Regen hat nicht wirklich aufgehört, es war nicht eine Person am Strand.
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Wir haben dann beschlossen erst mal nen Film zu schauen und dann zu sehen wie das Wetter aussieht. Denn heute sollte eigentlich eine der größten Partys des Jahres auf Barbados steigen. Eine Sunrise Party, von 3 Uhr am Morgen des 26.12. bis 11 Uhr Vormittags. Das ganze aber eben Open Air. Auf nem überschwemmten Feld im Regen zu stehen hat dann aber nicht sonderlich anziehend auf uns gewirkt. Denn das Wetter wurde nicht besser. Also war der heutige Tag geprägt von Filmen (Horrible Bosses, Total Recall & This is the end). War jetzt auch nicht so schlecht. Den letzten Film hat Alfredo nicht mehr mit angesehen, er war zum Abendessen eingeladen. Ich bin bei Musaad geblieben. Irgendwann wars dann so spät, dass ich Alfredo nicht mehr zumuten wollte mich abzuholen, also hab ich bei Musaad geschlafen. An dieser Stelle einmal mehr ein großes Lob an seine grenzenlose Gastfreundschaft. So was findet man wirklich selten.