Unter Wasser

Heute wollten Tim und ich nochmal schnorcheln gehen in der Carlisle Bay. Und wir wollten unbedingt Fotos machen. Also haben wir uns auf die Suche nach einer Unterwasserkamera zum ausleihen gemacht. Der erste Diving-Shop hatte keine, aber der Besitzer hat uns an einen anderen Shop verwiesen. Also wollten wir da hinlaufen, lag eh auf dem Weg zur Bay. Wir hatten dann sogar noch soviel Glück, dass der Besitzer des ersten Shops sowieso gerade zum anderen Shop fuhr und uns mitgenommen hat. Leider hatte aber auch der zweite Shop keine Kameras zum leihen. Aber so eine Art wasserdichte Plastiktasche in der man seine eigene Kamera bis zu sechs Meter tief mit unter Wasser nehmen kann. Das ganze für 50 $. Das wars mir wert. Also bin ich nochmal nach hause gefahren und hab meine Kamera geholt.
Nachdem dann der Einkauf erledigt und unsere Sachen wieder im Schließfach im Sanitär-Häuschen am Strand verstaut waren wollten wir zusammen los. Ich war anfangs schon etwas skeptisch ob das auch wirklich dicht hält und ob man da überhaupt halbwegs gute Fotos machen kann. Denn der Plastikbeutel war mit etwas Luft gefüllt, was die Kamera vor den Drücken unter Wasser schützt aber eben auch das Handling stark einschränkt. Speziell war es fast nicht möglich auf dem Display irgendetwas zu sehen, die Reflexion der Sonne auf dem Plastik war zu stark. Man hat also immer aus dem Handgelenk geschossen und musste hoffen, dass die Bilder was werden. Noch dazu hat man unter Wasser nicht nur mit wenig Atemluft zu kämpfen, es muss also mehr oder weniger schnell gehen, man kann auch nur sehr bescheiden die Balance und Tiefe halten, da beide Hände die Kamera halten und wir keine Flossen an hatten.
Wir sind also wieder mal rausgeschwommen, haben insgesamt sechs Schiffswracks entdeckt und jede Menge Fische gesehen. Unser erster Tauchgang waren knapp zwei Stunden, dann war der Akku der Kamera leer. Aber ich hatte noch Ersatz Akkus dabei.
Mittagspause haben wir dann bei nem Cheeseburger an ner Bar gemacht und uns mal die ersten Bilder angesehen. Und ich war absolut überrascht. Viele Bilder wurden nichts, weil das Motiv nicht richtig drauf war oder weil falsch fokussiert wurde. Aber wir habe das ganz gut damit ausgeglichen, dass wir einfach enorm viel Fotos gemacht haben (an die 1000) ist bei einer Digitalkamera ja kein Problem.
Wir wollten dann auch nicht zu lange für die zweite Runde warten um noch genügend Sonnenlicht zu haben, deshalb sind wir eine Stunde später schon wieder rein.
War echt klasse. Unter Wasser ist einfach eine andere Welt. Faszinierend und wunderschön. Aber leichter wärs mit Pressluft schon noch mal gewesen. Das werd ich auch sicher nochmal machen bevor ich Barbados verlasse.
Noch zu erwähnen: Wir haben wieder Fische mit Toastbrot gefüttert, auch richtig große, sieht man ja auf den Bildern. Einer von denen war etwas zu gierig und hat mich bei seiner Jagd auf das Brot in den Zeigefinger gebissen. Ging recht tief, hat sogar geblutet. So sah das am nächsten Tag aus :
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Die Auswertung der zweiten Runde haben wir dann in unserer „4 Bier für 10 $“-Bar gemacht. Nen klasse Sonnenuntergang gab’s noch obendrauf.
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Danach bin ich mit dem Bus wieder nach hause und hab mich fertig gemacht zum Abendessen. Heute war Tims letzter Abend also bin ich mit ihm und zwei seiner Freunde noch auf nen Burger (was auch sonst) ins Mojo gegangen.
Anschließend wollten wir uns noch im Harbour Lights treffen, was hier auch ein festes Mittwochs-Ritual ist. Ich bin davor noch heim zu Alejandro. Dort haben wir noch mit Corina und James einen Drink zu uns genommen bevor wir uns gegen 23 Uhr auf den Weg ins Harbour Lights gemacht haben. War nicht nur Tims und dessen Kumpel Steffens letzter Abends, auch Alex und Moritz müssen, allerdings nur für zwei Wochen, zurück nach Deutschland, deshalb wurden die Deutschen gebührend verabschiedet. Wieder mal ein gelungener Tag auf Barbados.
So, hier also die Bilder:
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Ne Flunder


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Klippenspringen

Heute Vormittag hab ich mich mit Tim am South Beach Hotel getroffen. Wir sind dann mit nem Bus bis zum Crane Beach gefahren, was etwa ne gute halbe Stunde gedauert hat. Ich war ja letztes Wochenende schon mal mit James hier. Aber heute waren die Wellen etwas kleiner. Tim hatte ne gute Kamera dabei, deshalb haben wir ein paar Bilder von uns gemacht als wir vo der Klippe gesprungen sind. Dürften so 5-7 Meter sein, je nachdem ob man in ein Wellental oder auf einen Wellenkamm springt. War schon ziemlich cool.
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Zum Mittagessen sind wir dann zu Cutters gelaufen, liegt praktisch gleich um die Ecke. Ich hab mir wieder ein exzellentes Flying Fish Cutter genommen.
Danach sind wir wieder zurück zum Strand, diesmal aber in entgegengesetzter Richtung zur Klippe von der wir vorher gesprungen sind am Strand entlang gelaufen.
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Sehr schön dort und absolut einsam. Nur leider sind wir nicht all zu weit gekommen, denn bei der nächsten Klippe hätten wir mit unseren Sachen durch die Brandung müssen, das wollten wir dann mit all der Elektronik doch nicht riskieren.
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Noch dazu hat mich hier am Strand ne Qualle erwischt. Zwar ne ganz kleine aber das hat schon ganz schön weh getan als eine Welle die Qualle an meinen Fuß gespült hat. Als ich sie dann von meinem Fuß weggeschlagen hab und grad die Stelle untersucht hab hatte ich natürlich das Glück, dass die nächste Welle die selbe Qualle wieder auf meinen Fuß geworfen hat. Danach hab ich Abstand vom Wasser gehalten.
Wir sind also wieder umgedreht und nochmal an einem der Kokosnuss Verkäufer vorbei von denen es hier recht viele gibt. Nachdem wir hart um den Preis gefeilscht hatten, haben wir uns einen Rum-Cocktail frisch zubereitet mit Kokoswasser in der Kokosnuss schmecken lassen.
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War sehr gut. Wir haben uns dann langsam auch wieder auf den Rückweg gemacht, denn wir wollten noch am Miami Beach vorbei schauen, der soll auch sehr schön sein. Die Busse fahren hier ja wie schon erwähnt nicht nach nem festen Zeitplan sondern wenn sie da sind, sind sie da. Um uns also die Wartezeit etwas zu verkürzen sind wir schon mal die Straße entlang zurück gelaufen, bis wir ein schattiges Plätzchen fanden an dem wir auf den Bus warten konnten, denn es war wie immer heiß. Hier also ein paar Bilder vom Süden Barbados wo wir lang gelaufen sind.
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Wir haben dann auch nur fünf Minuten warten müssen bis der Bus kam. Der hat uns nach Oistins gebracht wo sich der Miami Beach gefindet. War auch wirklich schön hier, ein Palmenhain mit viel Schatten und auch das Meer sah sauber aus. Waren nur etwas viele Touristen da.
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Vom Land aus sah es so aus als wäre in ziemlicher Ufernähe ein Riff im Wasser, also bin ich da mal hin geschnorchelt. War dann aber nichts, nur irgendwelche Algen am Meeresboden.
Dafür hab ich meinen ersten Flying Fish gesehen der nicht auf nem Brötchen lag. War erstaunlich gut getarnt und hat tatsächlich zwei Flügel. Ne Unterwasserkamera wärs halt wieder mal gewesen.
Gegen fünf sind wir dann zurück gefahren. Ich bin zu Enrique und hab da mein Zeug zusammen gepackt, denn heute war es wieder mal Zeit für einen Wechsel der „Couch“. Enrique hat mich zu Mussad gefahren, denn Alejandro war bei ihm. Bei der Gelegenheit hab ich auch gleich sicher gestellt, dass ich nach der Woche bei Alejandro eine Woche bei Mussad bleiben kann. Wir sind dann zum Abendessen noch in ein Pub gleich auf der anderen Straßenseite gegangen. Ich hab heute mal ne Ausnahme von meiner Regel gemacht keinen Hot Dog mehr zu essen, nachdem mir vor Jahren nach einem Hot Dog in Neuburg so schlecht geworden ist. Für diese Ausnahm gab’s drei Gründe. Erstens wars das billigste Gericht und ich geb hier schon ne ganze Menge mehr aus als ich geplant hatte, obwohl ich mir die Unterkunft spare. Zweitens ist die Auswahl an Gerichten hier doch etwas eingeschränkt wenn man nicht gerade in die teuren Restaurants geht und ich wollte mir nicht den achten Burger in fünf Tagen einverleiben. Und Drittens, warum so sehr an der Vergangenheit fixiert sein wenn man auch was neues ausprobieren und alte Vorurteile und Abneigungen überdenken kann? Last but not least, der Hot Dog gut. Sehr sogar.
Danach sind wir noch auf ein paar Bier hoch in Mussads Bude (Naja, drei Schlafzimmer mit jeweils eigenem Bad und fantastischem Blick aufs Meer kann man wohl kaum Bude nennen) und haben noch nen Film angeschaut, The Girl with the Dragon Tattoo.
Gegen Mitternacht bin ich mit Alejandro dann zu seinem Appartement gefahren, welches sich auf dem Rockley Golf und County Club befindet. Auch nicht schlecht. Wieder eigenes Zimmer mit King Size Bett und eigenes Bad. Als Backpacker nicht schlecht.

Secret Dinner

Heute morgen bin ich wieder zum Accra Beach gelaufen um mich mit Tim zu treffen. Dieser Strand ist einfach klasse, jedes mal wenn ich ihn betrete kann ich selbst kaum glauben, dass es sowas nicht nur als Foto im Reisekatalog gibt, sondern dass es hier wirklich so aussieht.
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Wir wollten dann wie letzten Freitag nochmal zur Carlisle Bay fahrenum nochmal zu den Schiffswracks zu tauchen. Wir waren allerdings schon etwas später dran und um 12:30 waren wir mit Steffen zum Lunch verabredet. Es hätte also wenig Sinn gemacht davor schon ins Wasser zu gehen. Also sind wir noch nen Kaffee trinken gegangen. Der war mit knapp 12 $ auch deutlich teurer als ich erwartet hab. Wenn der Preis natürlich ohne Steuer angegeben ist und dann auch noch meine US$ nicht 1:2 umgetauscht werden kann sowas natürlich schon mal vorkommen.
Danach sind wir mit dem Bus zum Sahara Imbiss gefahren wo ich wieder einen klasse Hähnchen Platte hatte.
Anschließend haben Tim und ich uns auf den Weg zum Strand gemacht. Dabei sind wir an einer Tankstelle noch auf Alfredo getroffen. Ist halt echt ne kleine Insel. Obwohl ich erst zwei Wochen hier bin vergeht kein Tag ohne dass mir jemand auf der Straße übern Weg läuft den ich kenn. Alfredo hat uns dann auch die Option gegeben heute Abend zum Secret Dinner ins Mama Mia mitzukommen. Drei Gänge Menü, wobei die einzelnen Gänge natürlich geheim sind. Ich hab dann gleich zugesagt, Tim wollte es sich erst noch überlegen. Am Strand angekommen haben wir uns erst mal etwas in Schatten gelegt. Und dabei die bisher größte Krabbe hier gesehen.
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Wir haben dann mal was neues ausprobiert. Anstatt immer abwechselnd ins Wasser zu gehen haben wir heute mal unsere Sachen in ein Schließfach in einer der Strandsanitärhäuschen eingesperrt. Da war mir schon etwas mulmig, denn mein Schloß war im Vergleich zu den anderen die da hingen doch recht klein. Viel Geld hätte ich zwar nicht dabei gehabt aber wenn mein Handy weg wäre dann wär das schon sehr mies. Wir haben auch versucht es nicht zu offensichtlich zu machen, dass wir da jetzt unsere Sachen eingeschlossen haben, sind nicht direkt von dort aus zum Strand zurück sondern nen Umweg übern Parkplatz gelaufen.
Wir sind dann für knappe zwei Stunden schnorcheln gegangen. Der Meeresboden gibt hier tatsächlich noch etwas mehr als ein Wrack her. Wir haben ganze sechs gefunden. Zwei oder drei davon waren aber so tief, dass man nur mit Pressluft richtig hätte runter tauchen können. Aber die anderen Wracks lagen günstig. Wieder jede Menge Fische. Wir hatten ein paar Scheiben Toastbrot mit die wir an die Fische verfüttert haben. Hat hervorragend geklappt, haben sich dadurch gut anlocken lassen. Wenn man sich selbst in eine Wolke aus Toastbrotflocken eingehüllt hat war man innerhalb von Sekunden von unzähligen Fischen umzingelt. Wirklich schade, dass ich keine Unterwasserkamera hab.
Beim zurück schwimmen ans Ufer habe wir dann noch nen Seestern gesehen, richtig groß,  sicher dreißig Zentimeter Durchmesser. War wieder mal ein super Erlebnis. Dann ging’s zurück zu unserem Schließfach. Als ich den Raum betreten hab wär mein Herz beinahe stehen geblieben. Kein Schloß mehr an unserem Schließfach. Das darf nicht wahr sein. Beim zweiten Blick hab ich dann aber festgestellt, dass ich in der Reihe verrutscht war und ein Schließfach zu tief geschaut hab. Unseres war noch zu. Da ist mir dann schon ein riesen Stein vom Herzen gefallen.
Um den guten Tag zu einem würdigen Abschluss zu bringen sind wir in die Strandbar die vier Bier für 10 $ verkauft. Ein unschlagbarer Preis, günstiger als im Supermarkt. Und dann hat man da noch diesen wahnsinns Blick aufs Meer. Das regt natürlich zu tiefgründigen Gesprächen an und so haben wir dann da bis Sonnenuntergang vor uns hin philosophiert.
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Als die Sonne dann weg war haben wir uns auf den Heimweg gemacht. Wieder in den Bus gezwängt, 2 $ bezahlt und los ging’s. Ganz nach hause fahren konnte ich damit allerdings nicht, das letzte Stück musste ich laufen. Im Dunkeln an dieser Straße ohne Gehweg. Höchst unangenehm. Aber hier kommt einem wieder die sehr passive Fahrweise der Leute hier zugute. Das letzte Stück ging dann wieder über eine gemähte Wiese und da hab ich dann was gesehen was ich schon wirklich seit sehr langer Zeit nicht mehr gesehen hab: Glühwürmchen. Faszinierender Anblick.
Zuhause war dann duschen und fertig machen zum Dinner angesagt. Alfredo hat mich zusammen mit Margot um 19:15 Uhr abgeholt. Dann haben wir noch Alejandro und Tim aufgegabelt und sind zu Mama Mia gefahren. Etwas später sind dann auch noch Moussad, James und Selena gekommen. Das Restaurant war schon sehr weihnachtlich dekoriert, was bei 30 Grad immer etwas witzig wirkt. Bestellt haben wir dann wie gesagt das Secret Dinner.
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Der erste Gang waren Apfelscheiben mit Gorgonzolamus. Der Hauptgang, Tunfisch in Sesamkernen auf Salat und als Dessert Vanilleeis mit Schokolade. War alles sehr gut aber für den Preis von 58 $ hätten die Portionen doch etwas größer ausfallen dürfen.
Im Anschluss sind wir dann alle noch auf eie Hausparty gegangen. So wie ich das verstanden hab wurde dieses Appartement zwar von Megans Eltern gebucht stand aber die letzten zwei Tage leer, deshalb wurden hier kurzerhand zwei Spontanpartys gefeiert. War auch ein super Apartment, riesig und natürlich direkt am Meer.
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Da sind wir dann bis kurz nach Mitternacht geblieben. Dann hat Alfredo mich zu Enrique nach hause gefahren. Dort geh ich ja immer mit einem Schlüssel über die Terrassentüre ins Haus. Aber diesmal war die von innen verschlossen. Sehr ungünstig. Die haben natürlich alle auch schon geschlafen, müssen ja morgen früh raus. Aber ich hab dann doch noch Glück gehabt, die Haustür war wie immer unverschlossen und so bin ich doch noch in mein Bett gekommen.

Regnerischer Sonntag

Heute war ein klassischer Regentag. Ich bin um 12 aufgestanden und da war wirklich der ganze Himmel grau. Es war zwar immer noch warm aber es regnete eben den ganzen Tag. Kam mir aber eigentlich entgegen, ich wollte heute sowieso etwas im Blog aufholen. Also hab ich mich auf die Couch auf der überdachten Terrasse gesetzt und ein paar Stunden geschrieben. Zwischendurch hab ich mit Fabien und Jess zwei Runden Billard gespielt. Abends sind dann ein paar Leute ins Kino gegangen aber ich hatte irgendwie keine Lust und hab lieber noch etwas weiter gebloggt. Zum Abendessen hab ich mit Enrique und Sergio ein paar Hai Filets mit Gemüse gemacht. War auch sehr gut.

Music Factory

Heute war wieder schönes Wetter. Ich bin so um 11 rum aufgestanden. Der Clamanto von gestern hat scheinbar seine Wirkung voll entfaltet, ich fühlte mich kein bischen verkatert.
Heute wollten alle nen gemütlichen Strandtag einlegen. Wir sind also so um eins zu so nem Strandclub, The Boatyard. Man zahlt 40 $ Eintritt die man als Verzehrgutschein zurück kriegt. Noch dazu kann man die Liegen und Sonnenschirme nutzen, sowie all die anderen Anlagen. Unter anderem so eine Art Tarzan-Seil mit dem man von einem Steg aus ins Meer schwingen kann. Das wird später noch wichtig. Ich bin also erst mal mit Jess, Fabien und Enrique auf die Liegen und haben uns was zu essen besorgt. Anschließend sind wir zu besagtem Seil um ins Meer zu schwingen. Enrique hat das Seil wohl nicht ordnungsgemäß gehalten, denn als wir wieder aus dem Wasser raus kamen war auch schon so ein Security Typ zur Stelle der Enrique ohne Verwarnung rausgeworfen hat. Ziemlich übertrieben dafür, dass er eigentlich nichts gemacht hat. Wir anderen sind dann aus Solidarität mit ihm auch gegangen und sind einfach am Strand 100 Meter weiter gegangen und haben uns da Liegen gemietet. Da war dann das Bier auch deutlich billiger.
Dann haben wir nich nen Ausflug auf ner Banane unternommen. Wir waren zu fünft auf der Banane die hinter einem Boot hergezogen wurde. War ziemlich gut aber meiner Meinung nach zu kurz.
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Wir sind noch bis zum Sonnenuntergang am Strand geblieben.
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Danach sind wir ins Café Sol gefahren, wieder mal was mexikanisches. Anschließend sind wir zu Mussad gefahren und haben uns auf die bevorstehende alljährliche Techno und Electro Party Music Factory vorbereitet. Eigentlich wollte ich ja nicht mitgehen, erstens nicht wirklich meine Musik und zweitens war das Ticket mit 75 $ auch nicht gerade billig. Aber die haben mich dann doch irgendwie überredet. Dort angekommen sind wir erst mal zur Hauptbühne gegangen. Irgendwann hab ich mich dann auf die Suche nach einer Toilette begeben. Bin dann in ein Zelt das von außen so aussah. Hab dann allerdings ziemlich schnell festgestellt, dass ich hier falsch war. Naja, nicht wirklich falsch, ich war nur wo anders als ich erwartet hätte. Es stellte sich nämlich heraus, dass ich unwissentlich und ohne, dass mein Ticket kontrolliert wurde, im VIP Zelt gelandet bin. Das Ticket dafür hätte 300 $ gekostet. Aber ich bin so rein gekommen. Ein Glücksfall. Nicht nur hab ich hier eine Toilette gefunden die wohl deutlich über dem üblichen Standart von Festival-Toiletten lag, sondern es gab selbstverständlich auch ein Buffet und eine Bar mit allen möglichen Getränken for free. Das hab ich natürlich ordentlich ausgenutzt. Hab hier auch Claire und Alexis getroffen die ganz reguläre VIP Tickets hatten. Ich hatte sogar die Möglichkeit vom VIP Bereich aus Backstage auf eine der Bühnen zu kommen. Nach etwa eineinhalb Stunden bin ich dann wieder raus zu den anderen.

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VIP Zelt


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Buffet


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Backstage


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War insgesamt doch ganz gut. Bis so um fünf rum sind wir geblieben bevor wir dann zurück nach hause sind.

Carlisle Bay

Heute war mal wieder so ein richtig heißer Tag. Keine Wolke am Himmel. Ich bin um 9:30 Uhr los und meinen üblichen Weg zum Accra Beach gelaufen. Ich bin echt wahnsinnig ins schwitzen gekommen. Mir ist das Wetter leicht bewölkt fast lieber als so. Ich hab Tim bei seinem Hotel am Accra Beach abgeholt und wir sind wie gestern ausgemacht heute zu einem anderen Strand aufgebrochen. Das Ziel war die Carlisle Bay. Den Weg dorthin wollten wir aber auf keinen Fall laufen, deshalb haben wir den Bus genommen. Wenn ich sage Bus, dann darf man sich keinen Bus im europäischen Sinn vorstellen. Es ist mehr so eine Art Transporter. Von der Größe her in etwa wie ein alter VW Bus. Nur mit 4 Sitzreihen drin. Die Busse haben auch keinen festen Fahrplan, da kommt im Prinzip jede Minute einer die Straße lang gefahren. Wenn der Fahrer dann am Straßenrand jemanden stehen oder gehen sieht, dann hupt er um auf sich aufmerksam zu machen und die Leute, wenn sie denn mit wollen, einsteigen zu lassen. Mit den Stops läuft das dann genau so. Wenn man sich wie eine Ölsardine in die Büchse gezwängt hat drückt man einfach auf eine der Klingeln die im Bus angebracht sind und der Fahrer hält an.
Wir hatten also diese 10 Minuten Busfahrt hinter uns gebracht und sind an der Carlisle Bay angekommen. Um der Hitze zu entfliehen, denn es gab dort fast keine Bäume oder Palmen die Schatten spendeten, sind wir in eine Strandbar und haben uns zuallererst mit ordentlich Sonnencreme eingeschmiert. Und das spezial Angebot der Bar konnten wir natürlich auch nicht ungenutzt an uns vorüber ziehen lassen. 4 Banks für 10 $. Das entspricht 1€ für eine Flasche eiskaltes Bier. Und das am Strand.
Anschließend haben wir uns dann in den Schatten eines einsamen Baumes verzogen und sind abwechselnd schwimmen beziehungsweise schnorcheln gegangen.
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Als ich zum schnorcheln rein bin war das Meer fast total eben, nur minimale Wellen. Keine Wolke am Himmel. Perfekte Bedingungen für eine gute Sicht unter Wasser. Das Wasser war hier übrigens nochmal gefühlt etwas wärmer als am Accra Beach. Die Sicht war auch wie zu erwarten erstklassig. Wenn man so unter Wasser an den Füßen nach unten schaut und sich 6 Meter über dem Meeresboden hängen sieht, dann wirkt das tatsächlich so als würde man schweben. Man sieht einfach nicht dass da unter einem noch Wasser ist. Man fühlts auch nicht, weils so warm ist. So, was kann man da dann also sehen? Zuerst mal den auch unter Wasser blendend weißen feinen Sand. Korallen waren hier keine, dafür vereinzelt ein paar Fische, in den verschiedensten Farben. Eine ganze Kolonie Seeigel hab ich gesehen. Die waren aber alle so auf 4 Meter, also keine Gefahr da drauf zu treten. Dann hab ich noch so was wie nen Aal gesehen. Etwa nen halben Meter lang und in Neonblau und Neongrün. Hab ich zuvor auch noch nicht gesehen. Und dann plötzlich wie aus dem nichts zwei Meeresschildkröten. Aber nicht so kleine die man sich Zuhause im Terrarium halten kann. Richtig große. Einer von den beiden bin ich gefolgt, hab nachgemessen, etwas länger als von meinen Fingerspitzen bis zur Schulter. Die ist auch nicht von mir davon geschwommen, ist Tauchtouristen wohl schon gewohnt. Außerdem hat man nicht den Eindruck, dass sie durchs Wasser schwimmt, es wirkt eher wie ein Fliegen. Nur die Tatsache, dass sie alle 3 Minuten auftaucht um Luft zu schnappen erinnert einen daran, dass sie auch nur schwimmt. Ich bin ihr wohl so 10 Minuten gefolgt, einfach hinterher getaucht und ihr beim Schildkröte-sein zugesehen bevor ich mich auf den Rückweg zum Strand gemacht hab. Das war auf jeden Fall ein spitzen Erlebnis. Da wunderts mich nicht, dass sich so viele Touristen auf eine Schildkröten-Tour locken lassen. Da wird man dann mit dem Boot raus gefahren, dann werden die Schildkröten mit Futter angelockt und man kann dann zu ihnen ins Wasser. Kostet so um die 100 $, die hab ich mir heute also schon mal gespart.
Um eins haben wir uns mit Alfredo und Corina zum Mittagessen beim nahegelegenen Araber getroffen. Ich hatte wie letzte Woche eine Hähnchen Platte. War wieder klasse.
Danach sind wir wieder zurück zum Strand, diesmal zu ner anderen Stelle. Tim hatte nen Tipp gekriegt, dass da unten ein altes Schiffswrack liegen soll. Also sind wir zu der Stelle und haben uns dort am Strand niedergelassen. Tim ist zuerst rein und hat dann auch das Wrack gefunden. Danach bin ich rein. Man folgt zuerst einer unterwasser Pipeline, ganz gut zur Orientierung. Allerdings hört die nach 100 Metern auf. Um die Pipeline herum tummeln sich schon recht viele Fische. Dann ging’s etwa weitere 300 Meter raus aufs Meer. Da war dann bis auf sandiger Boden wenig zu sehen. Langsam kam dann ein schwarzer Umriss ins Sichtfeld. Auf etwa 5 Meter Tiefe lag ein Wrack. Ein ziemlich kleines zwar, aber immerhin. Lag da auch schon länger, war von Korallen überzogen und nur noch die Bänke an Deck waren als eindeutige Struktur zu erkennen. Dann ging’s nochmal weiter raus. Wassertiefe waren jetzt gute 10 Meter, da wurds schon echt schwer bis ganz runter zu tauchen. Und dann ist es aufgetaucht. Also nicht wörtlich, denn es liegt ja unter Wasser. Ein Schiffswrack, gute 30 Meter lang. Von Korallen überzogen aber noch sehr gut erhalten. Der höchste Punkt lag wohl knapp 3 Meter unter der Wasseroberfläche. Der tiefste am Boden so auf 10 Meter. Das Wrack allein war schon sensationell. Das i-Tüpfelchen waren dann aber die Fische die ums und im Wrack geschwommen sind. Bis zu handtellergroße Fische, in riesigen Schwärmen. Das waren tausende. Und das ist nicht übertrieben. Das war atemberaubend auf ein paar Meter abzutauchen, dann regungslos zu schweben und all die Fische nur Zentimeter an mir vorbei schwimmen sehen. Mittendrin im Schwarm. Das Wrack hab ich natürlich auch noch genauer untersucht. Da wär aber ne unterwasser Taschenlampe ganz nützlich gewesen. Ich konnte zwar bis zur Schiffsbrücke runtertauchen und durch ein rausgebrochenes Fenster etwas reintauchen aber da wars stockdunkel drin. Trotzdem einmalig. Ich bin da auch auf andere Schnorchler getroffen, die wurden aber alle mit nem Boot her gefahren. Das kostet dann sicher mehr als 80$. Wieder was gespart. Fairerweise muss man sagen, dass man schon ein gutes Stück vom Strand weg schwimmen muss. Und man muss natürlich wissen wo das Wrack liegt.
Einen winzigen Haken hatte die Sache allerdings dann doch. Das kann man sogar wörtlich nehen. Ich bin beim tauchen wohl unachtsamerweise zu nahe ans Wrack gekommen und bin mit meinem Zeh an einer Koralle hängen geblieben. Sau scharf die Dinger, hat richtig geblutet. Aber da war ich wie gesagt selber schuld.
Nach diesem Ausflug auf den Meeresboden haben Tim und ich uns dann auf den Rückweg gemacht. Wir wollten nicht mit dem Bus fahren sondern zu Fuß am Strand entlang um an einem Strand nahe des Hilton Hotels noch ein paar Wellen mit dem Bodyboard zu reiten. Die Wellen dort waren auch größer als an den umliegenden Stränden allerdings war das Wasser hier sehr flach, höchstens hüfttief, und am Boden waren viele Steine und Seeigel. Da ich wenig Lust hatte in so einen rein zu treten bin ich nach zwei Wellen, die beide recht gut waren, wieder raus. Wir sind dann immer weiter an der Küste entlang. An vielen kleineren Stränden vorbei, die aber alle insgesamt weniger ansprechend waren. Nach einem guten Kilometer haben wir den Boardwalk erreicht der uns dann den letzten Kilometer bis zum Accra Beach gebracht hat. Beziehungsweise bis kurz davor, denn ich musste noch neue Flip Flops kaufen. Nachdem sie im Sportgeschäft und im Schuhgeschäft aber immer so um die 60 $ gekostet hätten bin ich in den Supermarkt und hab da welche für 16 $ gefunden. Sogar mit Barbados Schriftzug drauf.
Am Accra Beach haben wir uns mit Steffen, einem Freund von Tim der hier arbeitet, getroffen und zusammen den Sonnenuntergang am Strand genossen.
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Da es dann schon dunkel war wollte ich nicht unbedingt nach hause laufen. Also hab ich Enrique gefragt ob er mich nach der Arbeit noch aufsammeln und mitnehmen kann. War auch kein Problem, ich bin dann mit Tim noch bis um halb acht auf seinem Balkon gesessen bis Enrique mich abgeholt hat.
Zuhause haben wir dann Essen gekocht, ein mexikanisches Gericht von dem ich leider den Namen vergessen hab.
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War aber sehr lecker. Und mit einer weiteren Spezialität aus Mexiko wurde ich bekannt gemacht. Clamanto, ein Getränk dem nachgesagt wird es sein das beste Mittel um dem Kater am Morgen nach einer feuchtfröhlichen Nacht entgegen zu wirken. Eine Mischung aus verschiedenen Soßen, Gewürze, Säften und Bier.
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Der Geschmack lässt sich am besten mit einem einzigen Wort beschreiben: Intensiv. Es schmeckt sehr stark, jedoch undefiniert nach allem möglichen. Morgen werden wir sehen obs auch wirklich hilft.
Bis um 9 Uhr waren wir dann bereit um in die Nacht zu starten.

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Enrique und ich


Unser erstes Ziel war ein Karaoke Contest der von der Banks Brauerei ausgetragen wurde. Da Enrique und seine Mitbewohner bei Banks arbeiten sind wir ins VIP Zelt gekommen und hatten freie Getränke und nen besseren Blick auf die Bühne.
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Da sind wir aber nicht all zu lange geblieben. Gegen 11 sind wir weiter ins Harbour Lights, wo man hier in der Regel den Freitag Abend rum bringt und ins Wochenende startet. Free drinks gab’s hier bis um 3 Uhr morgens, wir habens trotzdem bis um 5 ausgehalten ehe Patrick uns nach hause gefahren hat.

Girls and Beers

Zum surfen bin ich heute leider wieder nicht gekommen. Lag daran, dass Tim mit dem Surflehrer schon um 4 in der Früh los ist um noch vor Sonnenaufgang auf dem Meer zu sein. Und das war mir einfach etwas zu früh. Ich bin dann nach einem kleinen Frühstück mit Toast und Marmelade auch wieder zum Strand gelaufen. Man gewöhnt sich irgendwie an die Verkehrssituation. Am Strand ging’s erst mal wieder an unseren Standartplatz unter den Palmen. Irgendwie muss da langsam mal etwas Abwechslung her, es ist zwar ganz schön immer am Strand zu sein, aber irgendwann kommt so der Punkt an dem, wenn man an die vergangenen Strandtage zurück denkt, man die einzelnen Tage kaum mehr von einander unterscheiden kann, weil man hat immer das selbe macht. Also hab ich mit Tim für morgen mal einen anderen Strand ins Auge gefasst.
Zum Lunch sind wir in die Tiki Bar gegangen die sich am anderen Ende des Accra Beach befindet. Es gab, wie so oft auf dieser Insel, nen leckeren Burger mit Pommes. Dazu das ein oder andere Bier und alles mit herrlichem Blick aufs Meer. Daran kann ich mich echt nicht satt sehen.
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Da wir mit unserem Lunch jeder über 30 $ lagen sind wir gleich da geblieben und haben uns auf die Liegen vor der Tiki Bar gelegt.

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Trotzdem es doch irgendwie immer das selbe ist: Ich kann es immer noch genießen.
Kurz nach Sonnenuntergang hab ich mich dann wieder auf der Rückweg gemacht. Die halbe Stunde zwischen Sonnenuntergang und völliger Dunkelheit reicht dafür zum Glück genau aus.
Am Abend sind Enrique, Sergio und ich dann zur Banks Girl Competition gefahren. Dabei ging es darum welches Mädel so zu sagen das Gesicht für die Banks Brauerei im kommenden Jahr wird. Dazu gibt’s natürlich das gute Banks Bier zu angenehm reduzierten Preisen. Bei der Hitze die es auch nachts noch hier hat gibt es wirklich nichts besseres als ein eiskaltes Bier. Hier mal ein paar Bilder vom Wettbewerb:
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Gegessen haben wir da dann auch noch. Unser Thanksgiving Dinner ist nämlich irgendwie nichts geworden da jeder irgendwo anders hin wollte. Das Gelände in Oistings wo das ganze stattfand beherbergt auch den Fischmarkt. Deshalb sind hier auch dutzende Hütten die gegrillten Fisch verkaufen. Ich für meinen Teil hatte einen leckeren Dolphin. War sehr gut, nur die Chilisoße die die Leute hier auf Barbados dazu essen war mir fast schon etwas zu scharf. Übrigens: Dolphin ist ein Fisch der nur so heißt und hat mit unserem Delphin nichts zu tun. Beim essen haben wir dann auch Thomas und Moussad getroffen. Mit denen wollten wir dann noch ins Gap gehen um uns dort mit dem Rest zu treffen. Da angekommen ist mir dann blöderweise mein rechter Flip Flop ausgerissen. Dieses Paar hat also auch ziemlich genau zwei Monate gehalten, ich habs in Marrakesch für 4 Euro gekauft. Ich befürchte hier auf Barbados werd ich für ein neues Paar schon mehr hinlegen müssen. Ich bin dann mit Enrique nochmal schnell heim um mir andere Schuhe anzuziehen, denn ohne wollte ich da nicht rumlaufen. Wir haben den Rest der Truppe dann auch nicht wieder gefunden, deshalb sind wir noch ne halbe Stunde ins The old Jamm Inn und dann heim, Enrique muss ja morgen arbeiten. Im Jamm Inn gab’s wirder Live Musik, Trompet, Saxophon, Schlagzeug und Bass. Dazu ein super Micheal Jackson Imitator. War echt klasse.

Ein Tag auf dem Trockenen

Heute morgen sollte ich mich eigentlich mit Tim zum surfen treffen. Leider hab ich das verschlafen und noch dazu ist meinem Handy der Saft ausgegangen, ich hatte also keine Möglichkeit ihn zu erreichen und Bescheid zu geben, dass ich erst später kann. So wurde das also nichts mit surfen heute. Stattdessen bin ich mit Corina zum Strand gelaufen und wir haben uns zur Tiki Bar auf die liegen gelegt. Tim hab ich hier auch getroffen, er meinte wir gehen dann halt morgen nochmal surfen, genaue Zeit gibt er mir noch durch.
Als ich dann so auf der Liege am Strand lag und an das Handy ohne Akku in meiner Tasche dachte ist mir mal wieder aufgefallen wie sehr ich doch inzwischen auf mein Handy angewiesen bin. Normalerweise würd ich am Strand damit meine Blogeinträge schreiben (Ich weiß, ich bin schon wieder ziemlich hinten dran), Musik hören, Fotos machen oder mit meinen Freunden den Abend planen. Mein Handy macht mir hier auf meiner Reise das Leben schon sehr viel leichter. Das fällt wirklich dann auf, wenns mal nicht mehr funktioniert. Als ich beispielsweise am abend dann den Strand verlassen hab und zu Enriques Haus laufen wollte, hab ich wie selbstverständlich mein Handy aus der Tasche gezogen um mal bei Google Maps nachzusehen ob ich nicht eine Parallelstraße zu der stark befahrenen Straße ohne Gehweg finden kann. Uhrzeit hatte ich auch keine. Ich konnte auch keinem schreiben ob grad zufällig jemand mit nem Auto in der Nähe ist und mich abholen kann. Als ich also wieder bei Enrique war hab ich erst mal den Ersatz Akku eingelegt. Und ich will nicht abstreiten, dass sich ein gewisses Gefühl von Erleichterung und Entspannung eingestellt hat. Die klassischen Symptome wenn man nach Abstinenz wieder Rückfällig wird 😉
Am Abend stand dann Kino auf dem Programm. The Hunger Games. Der zweite Teil der Buchverfilmung. Den ersten hab ich zwar  nicht gesehen, mir aber die Story im Internet durchgelesen. Trotzdem hätt ich ganz gut darauf verzichten können dem Film zu sehen. Ich fand ihn nicht sehr gut. Vor allem das Ende das praktisch keines ist, sondern nur ein Anknüpfpunkt für den nächsten Film. Naja. Weils unter der Woche war sind auch alle nach dem Kino nach hause gefahren, wir haben nur noch etwas darüber diskutiert wo wir denn morgen essen gehen sollen, denn morgen ist ja Thanksgiving.

Zu Fuß durch Barbados

Ich hab in meiner neuen Unterkunft gut geschlafen und nach dem aufwachen per Handy mit Tim verabredet die nächsten Tage surfen zu gehen und uns heute nachmittag nochmal am Strand zu treffen. Als ich dann aufgestanden bin waren hier schon alle aus dem Haus und ich bin dann zur nahegelegenen Mall gelaufen um Mittag zu essen und ein bischen was einzukaufen.

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Auf dem Weg zur Mall

Als ich das dann alles erledigt hatte hab ich mich auf den Weg zum Strand gemacht. Ein Fußmarsch von 30 Minuten, ziemlich genau Luftlinie zum Meer. Zuerst den zweispurigen Highway überqueren, dann durch ein Feld und schließlich einer Straße bis zum Meer runter folgen. Was man noch wissen muss: einen Gehweg sucht man hier in den meisten Fällen vergeblich. Man läuft also auf der Straße und muss hoffen, dass die Autofahrer einen rechtzeitig sehen und um einen rum fahren. Sehr abenteuerlich. Aber da das genügend andere Leute auch so machen mach ich mir da nicht all zu große Sorgen. Nur nachts würd ich diese Straße nicht lang laufen.
Mir sind auf meinem Weg zum Strand, der durch ein eher untouristisches Gebiet führt, einige Leute begegnet und wirklich jeder hat freundlich gegrüßt. Aber nicht nur mit einem „Hi“ sondern es wurde auch gleich gefragt „How are you?“ Es wurde dann auch eine Antwort erwartet und so führt das dazu, dass man mit jedem der einem so übern Weg läuft ein bischen Smalltalk macht. Sehr freundliche Leute hier. So was könnt ich mir in Deutschland nicht vorstellen.
Nachdem ich dann Tim auf dem von uns verabredeten Strand getroffen hab, haben wir recht schnell festgestellt, dass der Strand nicht so gut ist wie der Accra Beach zu dem wir sonst immer gehen. Also haben wir unsere Sachen gepackt und sind die 10 Minuten zum Accra Beach gelaufen. Dort haben wir uns mal nicht an unserem Standart Platz unter den Palmen niedergelassen sondern sind zur Tiki Bar und haben uns da einfach auf zwei liegen gelegt. Normalerweise muss man dafür wohl nen Mindestverzehr von 30$ pro Person an der Bar haben aber wir haben das einfach mal ignoriert und getestet ob wir auch so durchkommen. War dann auch kein Problem. Wurde also wieder ei  entspannter Nachmittag mit schwimmen und schnorcheln am Riff. Nur die unterwasser Sicht war heute etwas schlechter, das Meer war etwas aufgewühlter. Aber es hat schon noch gereicht. Wir sind dann bis zum Sonnenuntergang geblieben. Einfach immer wieder schön, trotz der Wolken die heute die Sicht etwas verdeckt haben.
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Anschließend hab ich mich noch mit Alfredo, Corina und Patrick im Café Sol getroffen. Ein mexikanisches Restaurant direkt am Eingang vom Gap, der Partymeile auf Barbados. Hier reihen sich unzählige Clubs, Bars, Restaurants und Discos aneinander. Wir haben die Happy Hour ausgenutzt und ich hatte einen Burito zum Abendessen. War etwas überteuert aber hat ganz gut geschmeckt. Dann haben wir noch einen Tequila aufs Haus bekommen. Normalerweise versuch ich darum nen großen Bogen zu machen. Aber der hier war echt klasse. Kein Vergleich zu dem Zeug das einem in Deutschland als Tequila verkauft wird. Anschließend sind wir dann noch in The old Jamm Inn.
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Es gab gute live Musik und günstige Getränke.
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Mit der Zeit wurde es immer später und unsere Gruppe immer größer. Na, so spät wars eigentlich gar nicht. Trotzdem haben sich dann immer mehr Leute verabschiedet und irgendwann war meine letzte Option auf eine Fahrt nach hause auch weg. Corina hat mir dann angeboten bei ihr zu schlafen und da sind wir dann mitm Taxi hin, muss so um 12 gewesen sein.

Ortswechsel

Der Tag hat ziemlich regnerisch begonnen. Immer so fünf Minuten Regen und dann hats wieder aufhört. Aber das immer wieder. Ich bin trotzdem erst mal nach dem Aufstehen an den Strand gegangen. Hab mich auf mein Handtuch gelegt und die leichteren Regenschauer durchgehalten und bei den schwereren hab ich mich dann wo untergestellt. Wirklich schlimm ist der Regen ja auch nicht, der leichte Regen ist sogar ganz angenehm wenn man so auf dem Handtuch liegt. Ich habs dann wegen dem Regen auch nur einmal ins Wasser geschafft.
Mittags bin ich dann in die nahegelegene Mall und hab mit Alfredo nen Döner gegessen. Weils so geregnet hat bin ich noch etwas da geblieben und hab auf besseres Wetter gehofft, was dann auch kurzzeitig kam. So hab ichs wenigstens trocken zum Strand geschafft wo ich dann auch Tim getroffen hab. Da das Wetter wirklich nach Dauerregen aussah und der ganze Himmel ein einheitliches Grau bildete haben wir ne Alternative zum Strand gesucht und gefunden. Wir sind zu seinem Hotel gegangen und haben den Nachmittag einfach auf der überdachten Hotelbar verbracht und über alles mögliche geredet, unter anderem auch über zukünftige Aktivitäten wenns mal wieder regnet. Da bieten sich die Besichtigung der Banks Brauerei oder der Mount Gay Rum Destillerie an. Wir waren über lange Zeit die einzigen Gäste an der Bar und so hat der Barkeeper für uns auch die Happy Hour ausnahmsweise deutlich früher als sonst eingeleitet.
Man kann also sagen wir haben den Nachmittag auch recht gut rum gebracht. Als der Regen dann so gegen 18 Uhr aufgehört hat bin ich zurück zum Appartement von Alfredo. Heute muss ich nämlich meine Unterkunft wechseln. Die eine Woche die ich bei Alfredo verbracht hab war echt klasse. Er hat mir viel von der Insel gezeigt und mich mit haufenweise neuen Leuten bekannt gemacht. Meine erste Couchsurfing Erfahrung war also besser als man sichs hätte wünschen können. Mal sehen obs so weiter geht. Mein nächster Host ist Enrique aus Mexiko. Hat drei Jahre in Emden studiert und ist jetzt für mindestens ein halbes Jahr berufsmäßig auf Barbados. Ich hab also mein ganzes Zeug bei Alfredo eingepackt und dann sind wir noch ins Mojo zum Abendessen zudem ich ihn quasi als Abschiedsgeschenk eingeladen hab. Dort haben wir auch Corina, wie Alfredo aus Venezuela, getroffen. Wir haben zusammen gegessen, was ewig gedauert hat, denn unsere Bestellung kam und kam einfach nicht, und anschließend hat mich Alfredo zu Enrique gefahren.
Dort angekommen wurde ich von Enriques anderen Mitbewohnern Sergio und Roberto begrüßt und willkommen geheißen. Da es schon recht spät war und die morgen alle früh arbeiten müssen hab ich mich nach der Führung durchs Haus nur noch etwas mit Enrique hingesetzt und gequatscht bevor wir dann ins Bett sind. Im Prinzip mach ich hier ja auch Couchsurfing. Allerdings, wie schon bei Alfredo, ist von einer Couch hier nichts zu sehen. Ich hab auch hier mein eigenes Zimmer, sogar mit eigenem Bad. Das Haus ist auch mehr eine Villa als ein Haus. Mit allem was man eben so braucht, von der Bar auf der Terrasse bis hin zum Pool.
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Auch die Nachbarschaft ist etwas gehobener, ich würde es als klassiches Villenviertel bezeichnen.
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Hier lässt sichs schon aushalten.