The Crane Beach

Nach wir gestern früher ins Bett sind war es kein Problem heute früh aufzustehen. Um 8:30 Uhr waren wir mit James auf dem Golfplatz verabredet. Für ein ganze Runde hat die Zeit nicht gereicht und so sind wir nur auf die Driving Range. Die beiden habe mir dann gezeigt wie ich den Schläger halten und schwingen muss. Und wenn man das erst mal weiß dann ist es eigentlich ganz einfach den Ball weit und (halbwegs) geradeaus zu schlagen. Gar kein Vergleich zu meinen letzten Versuchen auf Madeira. Hat auf jeden Fall Spaß gemacht.
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Auch in der Karibik wirds langsam Weihnachten, speziell für Alfredo stand heute die Weihnachtsfeier seiner Firma auf dem Programm, ein Tagesausflug auf einem Schiff. Deshalb bin ich heute tagsüber mit ihm unterwegs gewesen. Zuerst mal gab’s was zu essen, denn gefrühstückt haben wir beide noch nicht. Wir sind zu Cutters, die laut Alfredo und James die besten Cutters auf Barbados haben. Ein Cutter ist so eine Fischsemmel. Als Beilage gab’s noch was landestypisches, Macaroni Pie. Hat obwohl es so heißt nichts mit Kuchen zu tun sondern ist einfach überbackene Macaroni mit einer Art Tomatensauce.
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Inneneinrichtung im Cutters

Anschließend sind wir zum Crane Beach gefahren, genauer gesagt zum Resort am Crane Beach. War wie gestern auch hier kein Problem rein zu kommen. James hat mir dann erstmal die ganze Resort etwas gezeigt weil er hier um die Ecke mal je Zeit lang gewohnt hat. Schon beeindruckend, wenn man das nötige Kleingeld hat kann mans hier schon aushalten. Die ganze Anlage liegt auf einer Klippe über dem Meer.
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Wenn man dann runter zum Strand will gibt’s sogar einen Aufzug der einen von der Hotelanlage runter bringt.

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Aufzug zum Strand

Am Strand wurde dann erst mal relaxt.
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Die Wellen waren hier auch höher als an den Stränden an denen ich bisher war, das ist hier doch eher die Atlantik Seite und weniger die karibische. Für Spaß im Wasser war also gesorgt. Noch dazu gab’s an den Klippen eine Stelle wo man von etwa 5 Metern ins Wasser springen konnte. So bis um vier sind wir am Strand geblieben. Dann wollten wir nochmal hoch zur Hotelanlage und dort bei und in den Pools was trinken. Die Pools waren auch super, über verschiedene Ebenen angelegt und alle mit schöner Aussicht aufs Meer.
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Gegen fünf sind wir dann zurück Richtung Bridgetown um Alfredo am Cruise Club abzuholen. Hier gab’s live Musik und man hatte auch nen Logenplatz um denn Sonnenuntergang zu bestaunen. Wir sind dann noch etwas länger geblieben und haben uns mit drei Stewardessen aus Deutschland angefreundet die am Nebentisch saßen aber leider wenig gesprächig waren.

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Der Cruise Club

Um 8 sind Alfredo und ich dann losgefahren um etwas zu essen zu besorgen. Da es gestern nicht geklappt hat wollten wir heute in eines der Chefette Restaurants gehen. Davor haben wir aber noch einen Kumpel von Alfredo abgeholt, Moudsad aus Kuwait. Auch ein netter Kerl. Nach dem Essen im Chefette, am ehesten zu vergleichen mit einer Mischung aus KFC, Mc Donalds und Pizza Hut, haben wir Moudsad wieder heim gefahren und wurden von Claire, die ich auch am Freitag kennen gelernt hab, nach Bridgetown beordert um dem all monatlichen Sonntagabend Spektakel beizuwohnen. Einer Drag Queen-Show. Männer die in den schrillsten Frauenklamotten zu den größten Pop-Hits der letzten Jahre und Jahrzehnte im Playback singen. Einen gewissen Unterhaltungswert kann man dem nicht absprechen.
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Erstaunliches Detail am Rande: In Barbados gibt’s auf Homosexualität laut Gesetz immer noch lebenslange Haft.
Weil ja auch Sonntag war sind wir nicht all zu lange geblieben und um 12 heim.

Fauler Samstag

Zum Glück war heute Samstag, denn wir haben länger geschlafen. Um 11 bin ich aufgestanden und wir haben erst mal Frühstück gemacht, venezolanisches Frühstück um genau zu sein. Dazu gab’s frisch in der Pfanne gebackene Brötchen, deren Teig aus Maismehl, Salz und Wasser bestand. Dazu Rühreier, Käse und Kaffee.
Der Plan für den weiteren Tag war dann an nen Strand zu fahren. Also sind wir gegen 13 Uhr mit dem Auto hoch an die Westküste. Alfredo kannte da ein Hotel in dem man sich recht einfach als Hotelgast ausgeben kann. War mal ne nette Abwechslung zum Accra Beach an dem ich sonst immer bin. War auch nicht sehr groß, eher exklusiv, nur 10 Schirme mit liegen waren an dem ganzen Strand. Ein Riff gab’s auch, zwar auch tot aber mit genau so vielen Fischen wie das Riff am Accra Beach.
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Wir sind dann bis zum Sonnenuntergang geblieben. Ich hab zwar jetzt schon einige Sonnenuntergänge über dem Meer gesehen, aber das verliert einfach nichts von seinem Reiz.
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Anschließend ging’s wieder zurück zur Südküste. Wir wollten heute abend eigentlich im Chefette essen, eine einheimische Fast Food Kette. Aber unterwegs sind wir an einem Barbecue Stand vorbeigekommen und Alfredo meinte das wäre die um Welten bessere Wahl.
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Und er hatte absolut Recht. Das Viertel Hähnchen mit den Pommes, dem Maiskolben und dem Chili war fantastisch. Sensationell rauchiger Geschmack.
Danach ging’s nach hause und wie haben uns noch Django unchained angeschaut. Da wir morgen früh aufstehen müssen war um 12 schlafen angesagt.

It’s a rich man’s world

Heute war schon früh am Morgen ein wahnsinns Wetter. Keine Wolke am Himmel. Also ab zum Strand. Der war auch um 8:30 Uhr schon belebt aber mein etwas abseits gelegener Platz unter den Palmen war wie immer exklusiv für mich. Zu dem guten Wetter kam noch dazu, dass die Wellen sehr schwach waren. Das waren natürlich ideale Voraussetzungen zum schnorcheln. Die Sicht unter Wasser war auch klasse. Selbst in fünf Metern Tiefe konnte ich noch alles ganz klar sehen. Also bin ich zum Riff rausgeschwommen das gute 100 Meter vom Accra Beach entfernt ist. Ich wurde auch nicht enttäuscht was die Unterwasserwelt an sich betrifft. Fairerweise muss ich zugeben, dass das Riff schon so gut wie abgestorben ist, nur noch vereinzelt waren lebende Korallen. Aber die Fische die ich gesehen hab haben das ausgeglichen. Von einzelnen Fischen bis zu großen Schwärmen war anzahlmäßig alles dabei. Ebenso alle möglichen Farben, Formen und Größen. Nur Nemo hab ich leider nicht gefunden. Hat mich schon etwas gewurmt, dass ich keine Bilder machen konnte. Im Rahmen meiner Vorbereitungen auf die Reise hab ich natürlich auch daran gedacht mir ein Unterwasser-Gehäuse fur meine Kamera zu kaufen. Allerdings hat mich der Preis dann doch davon abgehalten. Denn doppelt so viel für ein bisschen Plastik zu zahlen wie für die Kamera an sich wollte ich dann doch nicht. Aber abgesehen davon war das echt spitze. Deshalb bin ich heute auch nicht nur einmal raus sondern drei mal. Immer für so ungefähr ne Stunde. Dabei war wichtig sich den Rücken ordentlich mit Sonnencreme ein zu schmieren. Ich hab schon gemerkt, dass die Sonne echt stark auf meinen Rücken knallt.
Zum Mittagessen ging’s in die Tiki Bar die auch gleich am Strand ist. Dort haben Alfredo und ich James getroffen der auch am Mittwoch schon mit uns unterwegs war. Während dem Essen wurde dann auch die Abendplanung voran getrieben, Reservierungen gemacht und Leute angerufen. Ich wusste natürlich nicht wohin es gehen sollte, mir wurde nur gesagt, dass es wohl etwas teurere Locations wären. Aber gut, ich spar mir ja die Übernachtungen. Von daher kann ich mir wohl auch ab und zu so was gönnen.
Der Nachmittag war dem Vormittag dann nicht ganz unähnlich. Nur wurden mit der einsetzenden Flut die Wellen größer, so dass Tim und ich uns mehr mit dem Bodyboard als mit Taucherbrille und Schnorchel im Wasser bewegt haben.
Um fünf bin ich dann zurück zur Wohnung, Alfredo war auch schon da. Wir haben und fertig gemacht und sind dann losgefahren zum ersten Treffpunkt, The Cliff. Dort wollten wir so eineinhalb Stunden bleiben bis es dann weiter zum Abendessen ging. Es hat sich dann für mich herausgestellt, dass das Cliff eines der teuersten, wenn nicht das teuerste Lokal der Insel ist. Hatte dann aber auch alles was man dafür erwarten kann, vom Valet-Parkservice bis hin zu drei netten Damen die einfach nur an der Rezeption stehen und die Gäste begrüßen. Die Lounge an sich war dann auch atemberaubend. Man tritt durch den Empfang auf eine uber dem Wasser schwebende Terrasse, unten das beleuchtete Meer und ober die Terrasse die nur durch Fackeln erleuchtet ist. Dazu gemütliche Sofas und Sessel. Leider sehr schwierige Lichtverhältnisse für ein Foto.
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Nach und nach sind dann auch alle anderen eingetroffen, James, und zwei Franzosen, jeweils mit Frau, nur die Namen fallen mir nicht mehr so ganz ein. Ich weiß noch, dass sie schon ne zeitlang auf Barbados leben und für die europäische Kommission arbeiten, also Diplomaten sind. Getrunken haben wir dann um den Abend einzuleiten zwei Flaschen Sekt. Alfredo hat großzügigerweise meinen Anteil übernommen, sonst wäre ich nach dem Abend noch deutlich ärmer gewesen. Unser nächstes Ziel war dann ein Restaurant das eigentlich keines ist. Timothy Oulten, eigentlich ein Möbelhaus für antike Möbel, serviert jeden Freitag Pizza in den Ausstellungsräumen. Man sitzt da also auf den 20000$ Sofas und Sesseln, an den 10000$ Tischen und unter den 15000$ Kronleuchtern und kriegt da dann eine Pizza serviert. Natürlich keine normale Pizza, sondern dem Ambiente entsprechend ne etwas ausgefallenere Pizza. Meine war eine Siciliana, hat doch ziemlich gut geschmeckt und war mit 36$ eine der billigeren.
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Dadurch, dass das eigentlich ein Möbelhaus ist, haben die keine Lizenz zum Alkohol Ausschank. Das wurde allerdings ganz elegant gelöst indem in einem Raum nebenan eine Weinhandlung ist in der man seine Flaschen kaufen und dann mit ins Restaurant nehmen kann.
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Wer mal das Glück hat sich auf Barbados wieder zu finden, dem sei dieser Laden wirklich ans Herz gelegt. Das ist ein Erlebnis das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Nach dem Essen und einigen Flaschen Wein sind wir nach drausen, gleich nebenan war eine Straßenbar, The Mill. Dort haben wir noch mehr Leute aufgegabelt, unter anderem Enrique, meinen Gastgeber für die nächste Woche. Anschließend weiter in eine Bar in einem Einkaufszentrum, naja, das ist wahrscheinlich das falsche Wort dafür, es war mehr eine Aneinanderreihung von Boutiquen. Und im Innenhof eben diese Bar. War sehr gut besucht. War dann wohl so gegen 1 als wir nochmal die Location gewechselt haben. Diesmal in eine Gegend in der mehrere Bars und Clubs Tür an Tür waren. Da haben wir dann nochmal zwischen drei verschiedenen hin und her gewechselt, je nach Musik und Stimmung. Auch hier war übrigens wieder so ein 90% zu 10% Verhältnis zu beobachten. In einem Club überwiegend Bajans (englische Bezeichnung für einen Staatsbürger von Barbados, hört sich einfach besser an als das deutsche Wort Bardade) und in den anderen überwiegend die nicht-Einheimischen. Alles in allem ein klasse Abend. Aber auf Dauer könnt ich mir diesen Lebensstil nicht leisten. Aber ich kann die Leute mit denen ich unterwegs war ja verstehen. Die arbeiten echt hart unter der Woche und am Wochenende wird dann eben hart Party gemacht. Aber dazu eignet sich Barbados auch ausgezeichnet.
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Dann gibt’s nur noch zwei Fragen zu klären, wann waren wir Zuhause? – gegen 6 – und was hat mich der Abend wohl gekostet? Obwohl ich des öfteren eingeladen wurde wars noch locker im Bereich zwischen 150 und 250 $. Barbados $ zwar aber trotzdem ein ganz schöner Batzen für einen Abend.

Immer wieder Strand

Ausschlafen war heute leider nicht möglich. Alfredo musste um neun in der Arbeit sein. Also hab ich mich auf zum Strand gemacht und dort dann noch etwas vo mich hin gedöst. Zum Mittagessen hab wir uns dann am Strand getroffen. Dort hats so kleine Strandhütten die Getränke und Mahlzeiten verkaufen. Ich hatte panierten Flying Fish mit Beilagen. War jetzt nicht überragend aber essbar.
Nach dem Essen bin ich wieder an Strand und hab mich mit Tim beim aufpassen auf die Sachen abgewechselt. Das Meer war immer noch klasse, da könnt ich echt stundenlang drauf starten.
Abends haben Alfredo und ich dann nen ruhigen Abend zu hause gemacht. Wir haben und was zu essen gekocht (Nudeln mit Tomatensauce, was auch sonst?)
Und uns ein paar Stunden vor den Fernseher gehockt.

Harbour Lights

Der Tag hat für mich heute um 8 angefangen. Es hat noch geregnet als ich aus dem Haus raus bin aber nur ganz leicht. Während der Nacht hats schon besser geregnet. Unser Garten war überflutet und auch einige Straßen standen unter Wasser.
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Ich bin wieder zum Strand, der Weg dorthin führt an einem recht schönen Boardwalk entlang.
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Tim war auch schon da. Der Platz am Strand war wieder erstklassig.
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Direkt unter der Palme. Das Wetter hat auch gehalten, die Wolken haben sich verzogen. Es gab nur noch einen kurzen aber extrem heftigen Regenschauer. Um den halbwegs trocken zu überstehen sind wir in eine nahe Hotelruine gagangen um uns unter zu stellen. Mittags hab ich mich dann mit Alfredo und zwei Freunden von ihm in der Mall getroffen. Ich war echt hungrig, denn ich hatte noch kein Frühstück. Also gab’s das Foot long Sandwich von Subway. War auch lecker, nur an die Preise muss ich mich echt erst noch gewöhnen. 17 $. Man ist halt auf ner Insel.
Nach dem Essen bin ich dann wieder zurück zum Strand. Tim hatte ein Bodyboard dabei. Da war genau das richtige, denn zum surfen waren die Wellen zu klein. Aber fürs Bodyboard genau richtig. Schnorcheln bin ich quch wieder gegangen, aber nachmittags ist fast schon zu wenig Licht. Das geht vormittags am besten, wenn die Sonne so gegen 11 am höchsten steht.
Um fünf bin ich dann wieder nach hause und wir haben uns für den Abend fertig gemacht. Zuerst ging’s zu Alejandro, einem Freund von Alfredo der für uns gekocht hat. Es sind dann nach und nach immer mehr Leute eingetrudelt bis wir schließlich zu siebt waren. Wir sind dann gegen 11 in einen Club am Strand gegangen, Harbour Lights. War mit 50 $ nicht ganz billig, aber dafür gab’s was was in Deutschland seit ner ganzen Zeit verboten ist. Für den Eintrittspreis gab’s nämlich den ganzen Abend alle Getränke umsonst. Das ganze dann ohne Schuhe im Sand und unter Sternenhimmel. War ein guter Abend, ich hab noch viele weitere Leute kennengelernt.
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Muss dann so 3 gewesen sein als wir mit dem Taxi nach hause gefahren sind.

Wieder raus zum Strand

Heute konnte ich etwas länger schlafen, denn die Putzfrau war heute den ganzen Vormittag da, deshalb konnte auch ohne Schlüssel zum zusperren der Wohnung nach Alfredol aus dem Haus gehen. Ich bin aber trotzdem schon um 9 am Strand gewesen. Auf den Luxus einer Liege und eines Sonnenschirms hab ich heute mal zu Gunsten preiswerteren Methode Handtuch und Palmenschatten verzichtet.
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Hat durchaus seinen Reiz. Hier hab ich dann auch Tim kennengelernt. Besucht hier einen Kumpel der auf Barbados arbeitet für drei Wochen. Ist ganz praktisch jemanden zu haben der dann auf das Zeug aufpasst wenn man ins Wasser geht. Außerdem kann man sich natürlich die Zeit mit reden vertreiben. Was mir heute noch aufgefallen ist, es gibt hier am Strand unzählige kleine Krabben.
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Sind aber schwer auf Foto zu erwischen, denn sobald die merken, dass man sich ihnen nähert verkriechen sie sich blitzschnell wieder in ihre Löcher.
Mittags hab ich mich wieder mit Alfredol getroffen. Wir sind wieder zu so einer Imbiss Bude gefahren, diesmal gab’s eine arabische Platte. Auch sehr gut. Anschließend bin ich in nen Supermarkt und hab mir da ein Schnorchel Set gekauft. War sogar günstiger als ich gedacht hätte, 38 $. Dann bin ich wieder zum Strand. Zum schnorcheln ist das hier echt super. Wenige Wellen und das Wasser ist super klar. Als ich zu dem Riff rausgeschwommen bin hab ich auch ein paar Fische gesehen, allerdings nicht all zu viele. Alles in allem wieder ein super Tag am Strand.
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Alfredol hat mich dann gegen 5 abgeholt und wir sind zum Hilton gefahren, denn während des Sonnenuntergangs ist an deren Strandbar Happy Hour. Da haben wir uns auch noch mit zwei weiteren Freunden von Alfredol getroffen. Den Sonnenuntergang selbst haben wir leider knapp verpasst.
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Alfredol, mein Gastgeber

Anschließend sind wir abendessen gegangen im Shakers. Im Prinzip eine kleine Hütte inmitten einer etwas ärmlicheren Siedlung. Da waren wir zu sechst, es sind noch zwei weitere Bekannte von Alfredol dazugekommen. Ich hatte einen Flying Fish der so was wie das National Gericht ist, den findet man sogar auf den ein Dollar Münzen. War ausgezeichnet. Zum trinken eine weitere Spezialität. 10 Saints. Ein Bier das hier gebraut wird und 10 Wochen in alten Rumfässern gelagert wird bevor es abgefüllt wird. Ist zwar deutlich teurer als ein normales Banks aber geschmacklich ein Erlebnis. Lässt sich schwer in Worte fassen. Vor allem der Nachgeschmack ist gut, da kommt der Rum zur Geltung.
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Anschließend sind Alfredol und ich noch in die Gap Bar gegangen. Ist scheinbar ein bei einheimischen beliebte Bar quf der sonst eher touristischen Party Meile im Süden der Insel. Wir waren auch lange Zeit bis auf den Barkeeper, den Koch und den Sänger/Gitarrist der für die live Musik zuständig war, die einzigen Leute hier. Haben uns draußen hingesetzt und die Bier die wir noch von der Tankstelle besorgt haben getrunken, was überraschenderweise für den Barkeeper kein Problem war.
Gegen 23 Uhr sind wir dann heim.

Traumstrand

Man wacht hier früh auf. Erstens weil die sonne schon um 5:30 aufgeht und zweitens weil es hier einfach sehr heiß ist. Dazu kommt noch, dass Alfredol natürlich arbeiten muss und um 8 das Haus verlässt. Da er keinen weiteren Schlüssel für die Haustür hat heißt das für mich, dass ich auch früh raus muss. Macht aber nichts. Das Wetter war großartig, keine Wolke zu sehen und 30 Grad schon am morgen. Ich bin dann erst mal an nen Supermarkt in strandnähe gegangen um so was wie Frühstück und was zu trinken zu kaufen. Die Preise haben mich aber schon ganz schön schlucken lassen. Das billigste Discount Wasser gabs für 3,5 $. Alles andere war vergleichbar teuer. Aber so ist das halt, wenn man auf einer kleinen Insel ist. Danach bin ich an Strand. Das hat mich erst mal umgehauen. Ich hab ja schon ein paar Bilder von karibischen Stränden gesehen, aber wenn mqn das live sieht ist das nochmal was anderes. Blendend weißer, feiner Sand. Absolut sauber, da lag weder Müll rum noch wurde da irgendwas vom Meer angespült. Kokospalmen standen haufenweise rum. Das Wasser… Badewannentemperatur, 28ºC. Und so kristallklar wie in nem Schwimmbad. Sowas hab ich noch nirgends gesehen.
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Zur Feier meines ersten Tages hab ich mir dann noch nen Liegestuhl und Sonnenschirm für 20 $ gemietet. Meinen Vormittag hab ich also ganz angenehm verbracht. Mittags hat mich Alfredol dann zum Lunch abgeholt. Wir sind fünf Minuten gefahren bis wir bei einer kleinen Hütte an einem anderen Strand angekommen sind. Da wurden dann ausschließlich Fischsemmeln verkauft, sehr lecker. Muss eine einheimische Spezialität sein. Nach dem Essen ging’s für mich wieder an Strand. Beziehungsweise davor nochmal schnell in ein elektro Geschäft denn ich brauchte unbedingt einen Stromadapter. Hier auf Barbados verwendet man US Steckdosen.
Also zurück zu meiner Liege am Strand. Der Nachmittag war dann dem Vormittag recht ähnlich.
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Lesen, schwimmen, relaxen. Für morgen hab ich auch schon einen Plan gefasst. Ich muss mir unbedingt ein Schnorchel Set kaufen. Etwa 100 Meter vom Strand entfernt ist ein kleines Riff im Wasser. Da werd ich morgen mal raus schnorcheln.
Um 17 Uhr hat Alfredol mich dann abgeholt. Weil er für seinen neuen Fernseher noch einen Kabelanschluss brauchte sind wir in ein großes Einkaufszentrum gefahren damit er das da in Auftrag geben konnte. Dann haben wir hier noch zwei Freundinnen von ihm auf einen Kaffee getroffen. Danach ging’s wieder nach hause. Alfredol hat mir gesagt, dass er eigentlich nie kocht und immer essen geht. Das ist natürlich nicht ganz so gut für mein Budget aber ich spare mir ja schonmal die Übernachtung. Noch dazu, wenn man ganz ehrlich ist, ist der Preis für die Sachen im Supermarkt und im Restaurant gar nicht so verschieden. Kostet vielleicht 5-10 Dollar mehr. Sind auch nur 2-4 Euro. Deshalb sind wir heute Abend eben auch essen gegangen, zum Subway. Ich war mit meinem Sandwich zufrieden. Danach haben wir noch schnell bei der Tankstelle vorbei geschaut um unsere Biervorräte aufzustocken. Das mit dem Bierpreis ist hier auch so ne Sache. Es macht fast keinen Unterschied ob man im Supermarkt, Tankstelle oder in ner Bar kauft. Pro Flasche werden 3, 3 und 5 $ fällig. Das wär schon was, wenns in Deutschland in ner Bar das Bier für nicht mal den doppelten Supermarkt Preis gäbe. Den Abend haben wir dann auf der Veranda zugebracht und über alles mögliche geredet. Er hat mir viel über seine Heimat Venezuela erzählt. Hört sich auch recht interessant an, sicher nen Besuch wert.

Nächster Halt: Karibik

Ich hab überraschend gut geschlafen. So ab 5 rum wurde die Check-in Halle dann etwas belebter, die ersten Leute kamen. Ab da hab ich dann nur noch sporadisch ein paar Minuten geschlafen. Aber im großen und ganzen kann ich diesen Platz uneingeschränkt weiterempfehlen wenn man mal in Manchester nen Flug am morgen hat und ein Hotel sparen will. Ich wurde nicht einmal von Security Leuten angesprochen.
Um 7 rum hab ich dann meinen Rucksack aufgegeben und hab mich dann noch dran gemacht ein bisher ungelöstes Problem anzugehen. Bei der Einreisen nach Barbados wird nämlich ein Weiter- oder Rückflugticket verlangt. Ist für mich aber schwierig, da ich ja nicht weiß wann und wohin ich weiter will. Also was tut man? American Airlines hat ein ganz nettes System. Man kann sich da ein Ticket für bis zu 24 Stunden reservieren lassen. Ich hab mir also auf der American Airlines Homepage einen Flug von Barbados nach Miami am 17.12.13 reserviert. Da kriegt man dann per E-Mail eine Bestätigung zugeschickt die einer Buchung schon recht ähnlich ist. Mein Plan war also zu erst mal drauf zu hoffen, dass es genügt auf dem Einreiseformular nach Barbados den Flug nach Miami mit Flug Nummer einfach nur anzugeben. Wenn sie dann ein Ticket sehen wollen würde ich die Reservierung zeigen und erst mal hoffen, dass das akzeptiert wird. Wenn nicht, dann müsst ich mir vor Ort ganz schnell nen neuen Plan einfallen lassen…
Der Flug ging dann um 10 los. Ich durfte zu meiner großen Freude feststellen, dass das Last-Minute Ticket das ich gekauft hab mich in die erste Klasse gebracht hat. Sehr angenehm. Viel Beinfreiheit, Entertainmentsystem und guter Service. Der Flug ging erst zur Nachbarinsel St. Vincent wo ein paar Gäste ausgestiegen und ein paar zugestiegen sind. Dann ging’s in weiteren 24 Minuten nach Barbados. Das heißt nicht direkt. Wir sind ne ganze Weile am Flughafen gestanden. Irgendwann hat der Pilot dann ne Durchsage gemacht, es gäbe Probleme mit dem linken Triebwerk, deshalb musste er es neu starten. Das hört man natürlich gern… Wir sind dann aber heil angekommen. Um kurz vor 17 Uhr Ortszeit sind wir dann gelandet und es hieß:
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Ein angenehmes Wetter von 29 Grad erwartete uns, allerdings mit ziemlich hoher Luftfeuchtigkeit. Dann kam die Einreisekontrolle und es wurde nochmal spannend. Die Beamtin wollte dann auch mein Weiterflugticket sehen und ich hab ihr dann die E-Mail mit der Reservierung gezeigt. Und es ging glatt. Da fiel mir schon ein bisschen ein Stein vom Herzen.
Als nächstes hab ich mich mit meinem Gastgeber für die nächsten paar Tage getroffen. Alfredol hat mich gleich vom Flughafen abgeholt und wir sind zu ihm gefahren. Sehr netter Kerl, arbeitet als Steueranwalt bei einer offshore Bank in Barbados. In seinem Appartement hab ich sogar ein eigenes Zimmer. Die Lage ist auch klasse, nur 5 Minuten zu Fuß vom Strand. Ne nette kleine Veranda und Kokospalmen inbder Hofeinfahrt.
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Zur Begrüßung gab’s dann erst mal ne Flasche Wein mit leckerem Käse was wir uns auf der Veranda haben schmecken lassen.
Für mich wars zwar schon recht spät, aber wir sind um 20 uhr nochmal in eine nahegelegene Bar gegangen und haben ein paar einheimische Bier („Banks“) getrunken. War ganz ok. Was an der Bar auffällig ist, und das hat er mir auch gesagt: da findet so was wie eine Art Rassentrennung statt. Mittags zum Lunch sitzen nur Weiße drin und abends… tja, da war ich der einzige. Der Bierpreis war übrigens nochmal ne Überraschung, als wir jeder drei Bier hatten kam die Rechnung: 30$. Da hab ich erst mal geschaut. Was ich nicht bedacht hab: Das waren Barbados Dollar. Man kann hier auch ganz normal mit US Dollar zahlen,  1 US $=2 Barbados $. Also warens 15 US $ was ja ein ziemlich guter Preis für sechs Bier ist.
Gegen elf sind wir dann nach hause und ich bin todmüde ins Bett.

In Ost und West

Heute bin ich früh aufgestanden. Mein Bus nach Manchester ging zwar erst um halb eins aber ich hatte noch ein paar Dinge zu erledigen. Zuerst einmal musste ich zur Post um Briefmarken zu besorgen. Der Post Office war auch schnell gefunden. Dann musste ich noch mein Ticket für den Bus ausdrucken, denn das Ticket hab ich gestern noch online gekauft. Normalerweise geht so was ja im Hostel, aber in diesem nicht. In der Post konnte ich allerdings drucken, zum stolzen Preis von 1£. Aber mir blieb nichts anderes übrig. Dann hab ich noch was zu trinken und essen für die Fahrt gekauft und bin dann in den nahegelegenen Greenwich Park. Denn hier gibt’s nicht nur ne schöne Aussicht auf London
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Sondern noch eine Besonderheit: durch das Observatorium in Greenwich verlauft nämlich der Nullte Längengrad, welcher die Welt in Ost und West teilt. Und wer seine Reise schon Project 360 nennt, der sollte an diesem besonderen Ort schon mal gewesen sein. Deshalb präsentieren ich nun hier den Nullpunkt. Rechter Fuß im Osten der Erde, linker Fuß im Westen.

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Dann hab ich mich auch schon auf den Weg zum Busbahnhof gemacht. Einen direkten Zug dorthin konnt ich mir nicht mehr leisten, deshalb musste ich mit der langsameren Ubahn fahren. Aber ich hab ja Zeit.
Die Busfahrt nach Manchester war auch recht ereignislos, wir sind durch den für England typischen Nebel gefahren und man hat wenig gesehen. Gegen 6 war ich dann in Manchester und bin da dann zum Bahnhof gelaufen. Dort hab ich noch zwei Stunden rum gebracht indem ich versucht hab ein kostenfreies Wlan Netzwerk zu finden. Hat auch geklappt. Außerdem hab ich es tatsächlich geschafft all meine britischen Pfund loszuwerden. Sogar die 26 Pence aus Gibraltar die ich noch hatte bin ich losgeworden. Um 8 bin ich dann mit dem Zug zum Flughafen. Zum Flughafen? Ja, denn die billigste Übernachtung in Manchester hätte 48 Euro gekostet. Und das zahl ich sicher nicht für 5 Stunden Schlaf. Stattdessen wollte ich lieber umsonst am Flughafen pennen. Als ich am Flughafen ankam war der schon ziemlich leer. Ich bin dann erst mal alle Terminals abgelaufen um mir einen Überblick zu verschaffen und einen guten Schlafplatz zu suchen. In Terminal 2 im Untergeschoss wurde ich dann fündig. Da war die Jet2.com Check-in Halle untergebracht. Menschenleer. Ideal für mein Nachtlager. Ich hab dort auch ein paar Stuhlreihen gefunden, denn so ganz auf dem Boden wollt ich meine Isomatte dann doch nicht ausbreiten. Nachdem ich mich also häuslich eingerichtet hab, hab ich noch bis Mitternacht gelesen und bin dann eingeschlafen.
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Zweiter Tag in London

Obwohl mein Wecker heute schon um 7:30 Uhr ging bin ich erst ne Stunde später aufgestanden. Nach Frühstück, duschen und etwas Internetrecherche bin ich um 10 los und wieder mit dem Zug in die Stadt zur London Bridge gefahren. Geht echt flott, von der Hosteltüre bis ins Stadtzentrum dauerts keine viertel Stunde. Mein erstes Ziel war dann erst mal wieder die Saint Pauls Cathedral.
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Auch heute war mir der Eintrittspreis von 14£ deutlich zu teuer. Hab aber herausgefunden wie man umsonst rein kommt. Täglich um 12:30 Uhr findet eine Messe statt. Wenn man zehn Minuten vorher zum Ticketschalter geht und sagt, dass man an der Messe teilnehmen will, wird man so durchgelassen. Bis dahin war aber noch etwas Zeit und so bin ich noch etwas in der Gegend rumgelaufen. Am Gebäude der Londoner Börse hab ich dann diesen coolen Sonnen-Kalender entdeckt. Der zeigt mit Hilfe einer Metallscheibe in der sich ein Loch befindet an welches Datum heute ist. Dazu muss man nur schauen wohin das Sonnenlicht durch das Loch der Scheibe auf den Kalender fällt, und zwar um 12 Uhr.
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Dann um halb eins bin ich in die Saint Pauls Cathedral rein. Bilder durfte man leider keine machen, deshalb versuch ich das mal in Worte zu fassen: Atemberaubend. Unter dieser riesigen Kuppel zu stehen und nach oben zu schauen, da kanns einem schon die Sprache verschlagen. Wirklich eine architektonische Meisterleistung. Hab mir so etwa eine halbe Stunde lang die Kirche und ihre Krypta angesehen und bin dann wieder nach drausen.
Da mein Frühstück auch schon wieder ne zeitlang her ist, wollt ich jetzt was zu essen holen. Dafür bin ich nach China Town geradelt und hab da für 7£ am Buffet ordentlich zugelangt. Frisch gestärkt ging’s dann weiter zum Trafalgar Square. Viele Touristen und Straßenkünstler. Auch das Biritsh National Museum war hier angesiedelt. Aber jm Moment stand mir noch nicht der Sinn nach einem Museum.
So bin ich dann erst mal zum Hyde Park und dort etwas spazieren gegangen. Die große Anzahl an Eichhörnchen hat mich überrascht. Auch Vogel und Enten gab’s viele zu sehen.
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Als ich dann so durch den Hyde Park durch war war gleich um die Ecke das Science Museum. Dann bin ich da rein bis das um 6 zu gemacht hat. War auch ziemlich gut.
Da heute Freitag war, hatte das nahegelegene Victoria and Albert Museum bis um 22 Uhr geöffnet. Also bin ich da noch rein. Hat mich aber nicht so umgehauen. Die meiste Zeit hab ich damit verbracht im Innenhof zu sitzen und die Füße etwas hochzulegen. War auch recht idyllisch, im Innenhof war ein kleiner Teich mit Licht und Nebel Anlagen.
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Dann bin ich langsam wieder zurück Richtung London Bridge gegangen, was nochmal gute 4 Kilometer waren. Vorbei am festlich beleuchteten Harrods Kaufhaus
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Und an unzähligen roten Doppeldecker Bussen. Den abends wurde der Verkehr so dicht, dass sie Busse trotz eigener Busspur stecken geblieben sind.
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Dann ging’s noch ein letztes mal über die Millennium Bridge was in der Nacht nochmal was besonderes war. Vor allem die Beleuchtung der Saint Pauls Cathedral.
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Es war dann auch schon recht spät als ich im Hostel angekommen bin und da ich morgen nochmal früh aufstehen muss, bin ich gleich ins Bett.