Rückkehr nach Malaga

Heute hieß es Abschied nehmen von Cartajima. Ich musste zurück nach Malaga, da morgen von dort mein Flug nach Dortmund geht. Hier noch ein paar Bilder vom El Refugio in Cartajima

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Schlafsaal

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Außenansicht

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Botz und ich

Mit den üblichen kleinen Rollerproblemchen ging’s dann wieder zurück nach Malaga.

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Sierra de las Nieves

Bin um etwa 4 da angekommen und hab dann erst mal was zu essen eingekauft. Als ich meinen Roller dann abgestellt hab (diesmal auf einem offiziellen Rollerparkplatz) hab ich festgestellt, dass ich scheinbar nicht der einzige bin der verrückt genug ist um mit nem Roller nach Spanien zu fahren. Allerdings sieht dieser Würzburger etwas zuverlässiger und nach mehr Power aus.

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Anschließend ging’s ins Oasis Hostel, ich hab mir was zu essen gekocht und schon mal mein Gepäck sortiert. Ich flieg nämlich mit Ryanair und da kostet Gepäck extra (und zwar nicht zu knapp) deshalb hab ich nur das Nötigste in meinen kleinen Rucksack der als Handgepäck durchgeht gepackt und hab den Rest im großen Rucksack im Gepäckraum des Hostels einsperren lassen. Da ich morgen um 4 Uhr in der Früh aufstehen muss, hab ich mich um 22 Uhr schlafen gelegt, was im 10er Schlafsaal um diese Uhrzeit ein Ding der Unmöglichkeit ist.

Zurück nach Cartajima

Das Buch hab ich fertig gelesen und so bin ich am Vormittag wieder in Richtung Cartajiman gelaufen. War ganz schön steil der Weg der aus diesem Tal wieder nach oben führte.

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Mein Wasservorrat ging langsam zu neige, aber ich hab unterwegs nen Quellbrunnen gefunden. In Juzcar, dem Schlumpfdorf hab ich dann in einer Bar den Mittag vorüber ziehen lassen und mich mit einer eiskalten Cola und ein paar Tapas gestärkt.

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Papa Schlumpf

Ziemlich ausgehungert bin ich dann nachmittags im Hostel in Cartajima angekommen.

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Die letzten 2 Kilometer bis zum Ziel

Hab echt Glück gehabt, denn wäre ich nur ne halbe Stunde später angekommen, wäre Botz nach Ronda zum einkaufen gefahren und ich hätte ein paar Stunden vor verschlossener Türe warten müssen. Aber so hat alles gepasst, ich konnte erst mal ausgiebig duschen und mir die Zeit bis zum Abendessen in der ich allein war mit Organisatorischem am Computer vertreiben. Abends gab’s dann nochmal ne schöne Hähnchenkäule, so wie am ersten Abend. Ich war heute wieder der einzige Gast, aber Botz hat mir erzählt, dass ich an den beiden Tagen an denen ich unterwegs war zwei nette Australierinnen verpasst hab.
Den Abend haben wir dann so ziemlich ausschließlich mit Musik und Musikvideos verbracht, hauptsächlich 60er und 70er Jahre Rock, Jazz und Blues. Botz war früher selber mal Drummer in London und hatte echt zu fast jeder Band ne witzige Anekdote parat.

Mal wieder zu Fuß unterwegs

Heute bin ich nach dem Frühstück dann mit dem Nötigsten im Rucksack zur Wanderung aufgebrochen. Den Rest konnt ich im Hostel lassen. Da ich Vormittags los bin, war die Temperatur noch recht angenehm, erst gegen Nachmittag wurde es wärmer, aber auf meiner Wanderung entlang der Donau hatte ich heißer Tage.
Das erste Teilstück führte mich aus dem Dorf hinaus und ganz runter ins Tal.

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Letzter Blick zurück

War teilweise echt steil und der Weg war größtenteils geschottert.

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Abwärts...

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Unter angekommen war ich dann doch ganz froh, dass es hier so trocken ist, sonst hätte ich mir bei der Überquerung dieses Flusses nasse Füße geholt.

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Ausgetrocknetes Flussbett

Auf der anderen Seite gings dann wieder hoch. Etwas nervig waren die vielen kleinen Fliegen die sich immer im Schatten der Bäume aufhielten und dann ewig um einen rum kreisten. Wenigstens haben sie nicht gestochen.
Nächstes Highlight war dann ein Dorf von dem ich zwar mal gehört habe aber nicht wusste, dass es sich hier befindet. Normalerweise sind die Häuser in den Dörfern hier in Andalusien ja alle schön weiß. Aber hier hat man, ich glaube es war als Werbegag für den ersten Die Schlümpfe Film gedacht, das ganze Dorf in Schlumpfblau angestrichen. Sieht in der Landschaft schon recht witzig aus.

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Ortsschild

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Ortseingang von den Bergen her kommend

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Hauswand

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Gesamtansicht von etwas weiter weg

Dann gings weiter, erst ein kurzes Stück an der Straße entlang

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Und dann wieder abseits ins nächste Tal.

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Da geht's runter

Irgendwann nachmittags hab ich dann das Tal erreicht in dem auch noch ein kleiner Bach fließt. An einer Stelle wurde er aufgestaut,  so dass man auch drin schwimmen konnte. Hier hab ich dann mein Zelt aufgeschlagen.

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Brücke die den Bach aufstaut

Den Rest des Tages hab ich dann mit lesen (Steven King) verbracht.

Ronda und Setenil de las Bodegas

Nach einem echt guten Frühstück bin ich heute zu einem Tagesausflug nach Ronda aufgebrochen. Die ganze Stadt liegt mehr oder weniger auf einem Felsen, deshalb hat man von dort ne gute Aussicht.

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Außerdem steht hier die älteste Stierkampfarena Spaniens, und damit wohl der Welt.

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Aber berühmt ist Ronda wohl für die Brücken die die über 100 Meter tiefe Schlucht überspannen die die Altstadt von der Neustadt trennt. Man muss natürlich etwas runter klettern um die ganze Puente Nueve ins Bild zu kriegen.

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Schon imposant. Bin sicher ne halbe Stunde dagesessen und hab den Blick über Brücke und Landschaft schweifen lassen.
Das nächste Ziel meines Tagesausflugs war dann das etwa 20 Kilometer entfernte Setenil de las Bodegas. Berühmt dafür, dass Teile der Häuser hier in den Felsen hinein gebaut sind. Sieht wirklich ungewöhnlich aus.

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Danach gings wieder zurück nach Cartajima ins Hostel. Zum Abendessen gab’s heute ein vorzügliches Chilli mit selbst gemachter Guacamole. Sehr lecker. Ich war auch heute wieder der einzige Gast, den Abend haben Botz und ich mit zwei Filmen rumgebracht. Bin auch nicht all zu spät ins Bett, da ich morgen zu einer Wanderung aufbrechen wollte.

Auf in die Berge

Nach meinem Checkout hab ich noch 2 Stunden mit Organisatorischem im Hostel verbracht. Um ehrlich zu sein hab ich keine Ahnung wie ich mir das vor meiner Abreise aus Deutschland gedacht hab. Und zwar geht’s um mein Auslandskrankenversicherung. Im Moment bin ich noch ganz normal bei meiner gesetzlichen Krankenkasse in Deutschland versichert und da sind alle Aufenthalte in Europa mitversichert. Wenns aber raus aus Europa geht, brauch ich eine Auslandskrankenversicherung. Ich hab mich für die vom ADAC entschieden. Einziger Haken: Man kann den Vertrag nur von Deutschland aus abschließen und zwar bevor man ausreist. Da ich in den nächsten paar Wochen nach Marokko will, muss also ein Billig Flug nach Deutschland her damit ich da die Versicherung abschließen kann. Die für mich günstigste Option war Malaga-Dortmund. Also flieg ich am 5.9. für zwei Tage nach Dortmund. Kommt mich so aber immer noch deutlich billiger als andere Krankenversicherungen die man unterwegs abschließen kann. Nachdem also Flug und Hostel in Dortmund gebucht waren konnt ich endlich weiter fahren. Was aber sofort auffällt war, dass ich mich nicht mehr so richtig frei fühl. Ich hab jetzt in einer Woche einen festen Termin an dem ich in Malaga sein muss und in den Flieger muss. Das ist wirklich ein seltsames Gefühl wenn man die letzten 2 Monate völlig unbeschwert und ohne Termine durchs Land gezogen ist und an Ort und Stelle bleiben konnte so lange man wollte.
Die Tatsache, dass ich also in der Nähe von Malaga bleiben sollte hat mich dann dazu gebracht Richtung Ronda zu fahren, also wieder weg vom Meer und mehr in die Berge rein. Hab mir im Internet ein Hostel ausgesucht das etwa 20 Kilometer von Ronda entfernt liegt, in einem kleinen Dorf namens Cartajima. Keine 250 Einwohner und mitten in den Bergen. In der Gegend kann man viele Wanderungen machen, deshalb hab ich mich dafür entschieden. Der Weg dorthin war natürlich für den Roller alles andere als leicht. Speziell als ohne ersichtlichen Grund die Vorderbremse zu schleifen begann. Um das wieder einigermaßen in stand zu setzen fehlte mir aber das passende Werkzeug. Musste also auch so gehen. Als ich in Cartajima ankam hats auch nur noch sporadisch geschleift. Der Weg dorthin war eigentlich recht schön, immer an Naturparks entlang. Hab auch viele freilebende Bergziegen gesehen.

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Endlich oben...

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Die typischen weißen Dörfer Andalusiens

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Am Aussichtspunkt del Guarda Forestal

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Der letzte Pass

Das Hostel war dann doch nochmal ne Überraschung. Über 300 Jahre altes Haus, hat im inneren Ähnlichkeit mit einer Skihütte, sehr nett eingerichtet. Ich bin der einzige Gast im El Refugio und als Gast fühlt man sich auch. Botz, ein 52 jähriger Brite der seit 9 Jahren dieses Hostel betreibt ist wohl sowas wie ein klassischer Aussteiger. Hat Biochemie studiert und ist danach um die Welt gezogen. Hat in London und Amsterdam jahrelang als Koch gearbeitet. Wusste ich aber noch nicht als er fragte ob er mir n Abendessen kochen soll oder ob ich lieber in die Dorfbar gehen wollte. Da mir 8 € fürs essen anfangs recht viel vorkam hab ich mir die Bar mal angeschaut, aber da gab’s nichts gescheites. Also zurück zu Botz, und ihm gesagt,  dass ich bei ihm essen will. Was es gab? Geschmack. Der pure Geschmack, verpackt in einer ordentlichen Hähnchenkeule mit gerösteten Kartoffelecken, Karotten und Brokkoli. Ja, der Mann weis wie man kocht. Und 8 € waren dafür eigentlich viel zu wenig. Wir sind dann noch den ganzen abend im Kaminzimmer zusammen gesessen, bei Bier,  Wein und Selbstgebranntem. Ein echt lässiger Typ. Kein Witz, ist als würde man mir Captain Jack Sparrow persönlich am Tisch sitzen. Die beiden gleichen sich sowohl im Aussehen, als auch in Sprache und ihrer ganzen Art. Um 23 Uhr sind wir dann noch in die Dorfbar und ich wurde den Einheimischen vorgestellt. Sehr nett alle. Hier könnt ichs schon auch länger aushalten.

Wieder vereint

Die Nacht war kurz, um 8 Uhr haben die ersten in meinem Zimmer angefangen ihr Zeug zu packen und abzureisen. Hab mir dann ein schönes Frühstück gemacht, mit Toast, Wurst, Käse und, man höre und staune, Tomaten. Ich hab keine Ahnung wie es dazu kam, aber seit 3 Tagen kann ich nicht nur Tomaten essen, nein sie schmecken mir sogar. Muss wohl an der spanischen Luft liegen.
Um 11:30 bin ich dann zu einer vom Hostel organisierten Stadtführung aufgebrochen. War ok, aber die in Madrid hat mir besser gefallen.

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Dieses Weinlokal war ganz nett, gab Kostproben verschiedenster Weibe, aber alle wieder sehr süß.

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Auch cool: Der botanische Garten der sich an der Küste befindet. Hier gibt’s viele Papageien die in den Palmen sitzen.
Nach der Führung bin ich dann los um meinen Roller zu holen. Hat etwas gedauert, da die Adressangabe auf dem Aufkleber recht ungenau war. Nachdem ich also einige Formulare unterschrieben und 26,98 € gezahlt hatte, konnte ich wieder durch die Gegend fahren. War dann zum Glück doch deutlich billiger als die 80 € auf die ich mich schon eingestellt habe. Ärgerlich jedoch, dass die beim abschleppen mein Schloss das ich ums Hinterrad gemacht habe zerstört haben. Das hätts wirklich nicht gebraucht.
Zum Abendessen haben Jan und ich uns dann drei anderen Deutschen angeschlossen und wir sind in der selben Tapas Bar gelandet wie gestern. Nur diesmal gab’s ne Karaffe Tinto de Verano, ähnlich wie Sangria nur Kohlensäure haltig und leichter, und 6 Tapas für 5 €. Nach drei Runden waren wir alle satt. Und das ganze für 3 € pro Person. Wirklich klasse.
Da ich morgen abreisen will bin ich heute dann recht früh ins Bett gegangen um für morgen fit zu sein.

Wo ist er hin?

Die Nacht war so mittelmäßig. Ein Mädel aus Holland war in meinem Schlafsaal und die hat wirklich übel geschnarcht. Das sieht man den Leuten echt nicht an. Zum Frühstück hab ich mir dann für 3 € im Hostel ne Schale Müsli und eine Schale Obst gekauft. War echt gut, hat mich aber leider nicht ganz satt gemacht. So hab ich mich dann mittags rum auf die Suche nach einem Supermarkt gemacht. War wirklich nicht leicht da was mitten im Zentrum zu finden. Bin da schon ne Zeit lang umher gelaufen. Aber letztendlich wurde ich dann doch fündig und hab mir auch fürs nächste Frühstück ne Packung Toast und Wurst und Käse gekauft.
Um etwa 2 Uhr sind Jan, Lauren, Charlotte, Mercedes und ich zum Stadtrand von Malaga gegangen. Ich muss sagen da war ich schon etwas enttäuscht. Überall lag Müll rum und das Wasser war auch alles andere als sauber, zweifellos der schlechteste Strand an dem ich bisher war. Naja, zweimal bin ich dann doch rein ins Meer und ansonsten haben wir uns die Zeit mit Maumau vertrieben. Hat schon gepasst.

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Der Stadtrand Malagueta

Gegen 7 gings dann zurück zum Hostel. Und was musste ich da dann sehen? Mein Roller war nicht mehr da wo ich ihn abgestellt habe. In solchen Fällen erst mal keine Panik und in Ruhe drüber nachgedacht. Im Prinzip können nur drei Dinge passiert sein: Er ist von jemandem wo anders in der Nähe hingestellt worden, da ich vielleicht auch etwas ungünstig gestanden bin, nämlich mitten in der Fußgängerzone vor dem Eingang zu einem Museum. Oder aber er wurde zweitens aus diesem Grund abgeschleppt. Oder natürlich drittens: Jemand der sich offenbar überhaupt nicht mit Rollern auskennt hat ihn gestohlen.
Hab dann erst mal die nähere Umgebung abgesucht, konnte ihn aber nicht finden. Als ich dann wieder an dem Platz vorbei bin wo der Roller stand ist mir aufgefallen, dass da ein Aufkleber am Boden klebt:

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Also doch abgeschleppt worden. Hab dann erst mal die Jungs von der Rezeption im Hostel um Rat gefragt. Die meinten ich kann da morgen zu der angegebenen Adresse gehen, etwa 30 Minuten und muss wohl mit sowas wie 80 € rechnen. Einerseits war ich froh, dass der Roller nicht gestohlen wurde andererseits war die Aussicht 80 € für ne Kiste zu zahlen die keine 10 € mehr wert ist natürlich alles andere als erheiternd. Aber da werd ich mich morgen drum kümmern. Vorrangiges Ziel war jetzt erstmal was zu essen aufzutreiben. Die Rezeption hat uns dann eine Tapas Bar (El Tapy) empfohlen und da sind Jan, Charlotte und ich dann hin. War echt klasse. Wir haben uns an das Angebot eine Flasche Wein und 6 Tapas für 8 € gehalten. War echt guter Wein und nach der zweiten Flasche waren wir durch die Tapas auch alle richtig satt. Danach sind wir zurück zum Hostel, haben Lauren und Mercedes aufgegabelt und sind in die Bar auf der Dachterrasse. Dort haben wir mal eine Flasche Wein aus Malaga bestellt. War aber überhaupt nicht meins, der war für meinen Geschmack viel zu süß. Um diesen Geschmack wieder los zu werden sind wir dann noch in ein Weinlokal das Lauren auf einer Stadtführung empfohlen worden ist. Danach sind wir noch für etwa eine Stunde in einen Club und gegen 4 gings dann ab ins Bett.

Und wieder am Mittelmeer…

Heute hieß es Abschied nehmen von Granada. Da Ziel für heute lautete Malaga. Ich hätt direkt fahren können, hab mich aber für nen 50 Kilometer längeren Weg entschieden, bei dem ich erst runter ans Meer fahr und dann an der Küste entlang.
Die ersten paar Kilometer aus der Stadt raus waren noch in Ordnung. Aber dann gings los. Der Roller hat mich schier zur Verzweiflung gebracht. Auf ebenen Strecken war nicht mehr als 20 Sachen möglich, bergab grad mal 30. Als würde er sich selber ausbremsen. Irgendwann hab ichs dann wirklich nicht mehr ertragen und wollte nen schattigen Platz am Straßenrand finden, denn es war ziemlich heiß, und die ganze Kiste zerlegen und schau was da los ist. Wenns Stunden gedauert hätte, es wär mir egal gewesen. Aber es kam einfach kein geeigneter Platz. Also bin ich immer weiter gefahren und irgendwann hat sich das Problem dann scheinbar von selbst gelöst und er hat wieder die normale Leistung gebracht. Kann sein, dass es daran liegt, dass es kühler geworden ist. Also entweder läuft er in diesem Klima zu heiß und wird durch den Fahrtwind nicht richtig gekühlt oder aber was ich fast für wahrscheinlicher halte, er kriegt einfach zu wenig Luft. Das könnte erklären, dass er bei kühlerem Wetter (niedrigere Temperatur => höhere Luftdichte) und in tiefer gelegeneren Regionen (niedrigere Höhe => höhere Luftdichte) tendenziell besser fährt als bei heißem Wetter und in höheren Regionen. Möglich dass es schon reicht den Luftfilter mal zu reinigen.
Jedenfalls bin ich dann als es bewölkter wurde immer besser vorran gekommen und durch einen sehr schönen Naturpark gefahren.

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Im Naturpark

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Etwas bewölkt aber schöne Aussicht

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Der Roller kurz vor der Abfahrt

Was dann kam lässt sich schwer in Worte fassen aber ich versuchs trotzdem mal. Die Straße vom Pass runter bis zum Meer ( für Interessierte: die SO-02 ) war die Entschädigung für all die Unannehmlichkeiten die mir der Roller bisher beschert hat. Etwa 12 Kilometer lang, frisch geteert, kein Verkehr und nur Kurve an Kurve. Das war eine Strecke wie was dem Bilderbuch. Ich musste mich wirklich dazu zwingen einmal anzuhalten um ein Bild zu machen, denn am liebsten wär ich in einem Rutsch runter. War sicher eine der besten 3 Strecken die ich je gefahren bin, Adrenalin pur. Besonders anspruchsvoll wurde das ganze natürlich durch den hohen Schwerpunkt den mir der Rucksack hinten drauf beschert hat. Aber nach nun knapp 5000 Kilometer mit Rucksack und Roller kann ich ganz gut damit umgehen.

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Wie auf der Rennstrecke

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Nach dieser Wahnsinns-Abfahrt war ich dann also wieder am Mittelmeer. Hier war keine Spur mehr von Bewölkung, bestes Wetter bei 35 Grad. Jetzt gings also immer an der Küstenstraße entlang, auch sehr schön, viele kleine Buchten und Strände.

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Küstenstraße

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Gegen 18 Uhr bin ich dann in Malaga angekommen. Das Hostel zu finden war etwas aufwändiger,  da es mitten in einer Fußgängerzone mit vielen kleinen, verwinkelten Gassen lag. Da ich da nicht ewig mit dem Roller durchfahren und suchen wollte, hab ich ihn irgendwo abgestellt und mich zu Fuß auf die Suche begeben. Habs dann auch gefunden und es macht nen ordentlichen Eindruck. Ist von den selben Betreibern wie das Hostel in Granada. Besonderes Highlight ist hier die open air Bar/Lounge auf dem Dach, also im vierten Stock. Gibt ne schöne Aussicht auf die Stadt. Am Abend hab ich mich dann noch für einen Paella Kochkurs hier im Hostel angemeldet, wir haben dann zu viert ne richtig gute Paella gekocht. Naja, gekocht wäre wohl etwas übertrieben, im Prinzip haben wir drei der Köchin über die Schulter geschaut als sie gekocht hat und sie hat uns halt nebenbei so alles wissenswerte dazu gesagt. Ich trau mir jetzt trotzdem zu ne ganz passable Paella hin zu kriegen.

Wanderung durch die Sierra Nevada

Heute stand mal was ganz anderes auf dem Programm. Im Hostel wurde eine geführte Wanderung durch den Nationalpark Sierra Nevada angeboten. Für mich die ideale Gelegenheit meine Wanderschuhe, nachdem ich sie nun 2 Monate im Rucksack mit mir rumgeschleppt hab, endlich mal zum Einsatz zu bringen. Um 11 Uhr ging’s los, wir waren ne Gruppe von 10 Leuten. Zuerst einmal mussten wir mit dem Bus raus aus Granada fahren. Nach etwa einer halben Stunde waren wir da. Praktisch direkt in den Bergen. Mit mehreren Pausen sind wir dann immer einem kleinen Gebirgsbach gefolgt. Ging teilweise über normale Wanderwege, Hängebrücken, kurze Kletterabschnitte, durch Höhlen und entlang schmaler Pfade zwischen Felswand und Bach. Die Gegend war sehr eindrucksvoll. Nur das Wetter war am Ende etwas schlechter, hat kurz mal geregnet aber war sehr warmer Regen.

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Auf der ersten Hängebrücke

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Im ersten Wasserfall

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Zweiter Wasserfall

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Lange Hängebrücke

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Da wirds eng...

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Durch die Höhle

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Anschließend gings dann noch in ne Bar wos zur Stärkung Bier und Tapas gab. Dann sind wir mit dem Bus wieder zurück nach Granada. War wirklich ein klasse Ausflug, hat mir sehr gut gefallen. Den Abend hab ich dann mit ein paar Leuten von der Wanderung auf der Dachterrasse des Hostels mit einem schönen Blick auf Granada ausklingen lassen.