La Alhambra

Heute hab ich mich dafür entschieden die Alhambra zu besichtigen. Die Alhambra ist eine Stadtburg die auf einem Hügel über Granada liegt, ist im maurischen Stil erbaut und ein Weltkulturerbe.
Gleich mal vorweg: Es sind zu viele Bilder geworden als das ich hier alle zeigen könnte. Deshalb hier nur die meiner Meinung nach gelungensten.
Ich hab gestern noch n bisschen was über die Alhambra gelesen, und überall stand, dass es praktisch unmöglich seit am selben Tag noch ein Ticket zu ergattern, man sollte auf jeden Fall vorher online buchen. War nicht der Fall, ich hab ohne Probleme nachmittags um 2 Uhr noch Tickets gekriegt. Musste nur 25 Minuten anstehen, war mir gerade noch so erträglich. Zuerst war ich in den Generalife Gärten. Eine der schönsten Gartenanlagen die ich bisher gesehen habe.

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Dann gings weiter zu ein paar Palästen und Ruinen von ehemaligen Palästen.

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Dann gings weiter zur Alkarzar, der ehemaligen Festungsanlage.

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Und von überall hat man halt nen absolut genialen Ausblick auf die unter einem liegende Stadt.

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Die Kathedrale vom Waffenturm aus gesehen

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War alles in allem schon recht sehenswert. Hab auch bis etwa 18 Uhr meinen Nachmittag dort verbracht. Hätt ich mir auch noch die Nasriden Paläste angeschaut hätte es wohl noch deutlich länger gedauert.
Am Abend im Hostel bin ich dann noch bis Mitternacht auf der Terrasse gesessen und hab n bisschen überlegt was ich wohl so die nächsten Tage machen werde. Dann bin ich schlafen gegangen. Muss sagen das Zimmer in Madrid hat mir besser gefallen, hier hats nicht mal ne Klimaanlage, nur nen Ventilator und der macht eher Lärm als kalt.

Oliven

Bin heute ziemlich früh losgefahren, wusste ja nicht was der Bauer gestern Abend zu mir gesagt hat, also wollt ich auf Nummer sicher gehen.
So gehen 9 bin ich losgefahren. Das Ziel sollte heute Granada sein. Dazu hatte ich 2 Möglichkeiten. Erstens: Nur Landstraßen, was etwa 550 Kilometer gewesen wären und was ich niemals in einem Tag geschafft hätte. Oder zweitens: Einfach mal rauf auf die Autobahn und sehen was passiert,  wären dann 250 Kilometer, was hart, aber machbar ist. Tja, man kann sichs schon denken, ich hab die zweite Möglichkeit gewählt. Zu meiner großen Verwunderung hab ich an der Auffahrt zu Autobahn auch nur 4 Verbotsschilder gesehen: Fußgänger, Radler, Traktoren und von Pferden gezogene Gefährte. Scheinbar darf ich sogar da fahren, um so besser.
In letzter Zeit hat sich mein Roller nur ne kleine Eigenheit erlaubt, nämlich mag er Berge inzwischen überhaupt nicht mehr. Bergab und auf ebenen Strecken fährt er ohne Probleme seine 60 km/h. Aber wenns dann mal bergauf geht läufts folgendermaßen: Ich komm mit 60 an und aufgrund der Steigung wird er ganz langsam immer langsamer. Bis er dann die Grenze von 50 km/h erreicht. Dann urplötzlich fühlts sich an als würde der Motor den Roller aktiv ausbremsen und ich fall innerhalb von Sekunden auf 15-10 km/h. Auf der Autobahn kein Vergnügen. Bin dann immer auf dem Standstreifen gefahren. Und immer wenn er so was gemacht hat, kommt er einfach nicht mehr zu potte. Wenn ich die Bergkuppe dann erreicht hab und es wieder eben oder sogar leicht bergab geht, wird er nicht mehr schneller als 30 km/h. Keine Chance. Das einzige was dann hilft ist ganz anhalten und kurz im Leerlauf lassen und dann weiter fahren,  dann geht’s wieder. Da muss irgendwas mit der Variomatik ganz und gar nicht stimmen. Die schaltet einfach nicht mehr richtig. Aber, was mich absolut überrascht hat, war, dass sich niemand daran gestört hat, dass ich da mit 60 rumtucker bzw. fast in Schrittgeschwindigkeit die Berge hochfahr. Nur ein einziger hat mich einmal angehupt. Auch die 3 Polizeiautos die mich überholt haben haben sich nicht für mich interessiert. Ich möcht mir gar nicht vorstellen wie das in Deutschland gewesen wäre. Da wären die Leute wahrscheinlich noch ausm Auto ausgestiegen und hätten mich persönlich zur Sau gemacht.
Irgendwann wurds mir auf der Autobahn aber dann doch zu ungemütlich, besonders als ich nen Berg in der Ferne gesehen habe, den ich definitiv hätte hoch schieben müssen. Also runter von der Autobahn. Ging dann auf ne Straße die im großen und ganzen parallel zur Autobahn verlief, nur Berge und Täler nicht mit Tunneln und Brücken bezwang sondern einfach Umwege fuhr. War eigentlich ganz schön, musste nur wirklich einige male schieben weils so steil war. Zur Landschaft lässt sich sagen, daher auch der Titel, Olivenbäume. Olivenbäume soweit das Auge reicht. Hab mich immer irgendwie gefragt wo denn all das Olivenöl herkommt, wenn aus einer einzelnen Olive nur so wenig raus zu holen ist. Jetzt weis ichs.

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Olivenbäume ohne Ende

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Bis zum Horizont Olivenbäume

Bei einem Tankstopp ist mir dann mal wieder der Kickhebel durchgerutscht, der ist schon ziemlich abgenutzt. Lies sich aber wieder hinbiegen, aber lang macht ders nicht mehr. Auch der Roller an sich liegt wohl langsam in den letzten Zügen. Macht seit neustem extrem seltsame Geräusche und die Sache mit der Variomatik wird wohl auch was größeres sein. Ich hoff echt er bringt mich noch nach Portugal…
Die letzten 50 Kilometer bis Granada waren dann nochmal abenteuerlich. Ich hab das Navi auf kürzesten Weg eingestellt und wurde nicht enttäuscht. Hab einmal ne große Talsperre überquert und eine Straße die mitten durchs Nichts führte und mehr Schlagloch als tatsächlich asphaltierte Straße war. Hier hatte ich echt Schiß um die Federung vom Roller. An einer Stelle ist die Straße sogar zu nem guten Stück einfach weggebrochen, also ein Auto hätte sich schon sehr schwer getan da vorbei zu kommen.

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Talsperre

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Da wirds eng...

Und dann kam natürlich langsam auch die ganze Höhe der Sierra Nevada in Sicht:

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Sierra Nevada


Sehr schön anzusehen. Irgendwann gegen 19 Uhr hab ichs dann zu nem Hostel in Granada geschafft. Macht nen ganz guten Eindruck. Hab diesen Abend auch nicht mehr viel gemacht, war doch ziemlich kaputt von der Fahrt. Nur am Hosteldinner hab ich teilgenommen. Paella all-you-can-eat für 5 €. Die war echt gut, mit ordentlich Muschel und Garnelen drauf. Auf der Terrasse hab ich den Tag dann ausklingen lassen und bin um Mitternacht ins Bett.

Abreise aus Madrid

Tja, heute hab ichs tatsächlich geschafft auszuchecken und Madrid zu verlassen. Nach 8 Nächten, von denen eigentlich nur 5 geplant waren, wird es Zeit für ein Fazit.
Erst mal zur Stadt: Madrid hat mir sehr gut gefallen. Ich hätte ohne Probleme noch win paar weitere Tage hier verbringen können. Es gibt viel zu sehen und es ist immer irgendwo was los. Aber alles gesehen hab ich jetzt auch noch nicht, ich komm sicher noch mal wieder.
Zum Hostel: Das Cats Hostel war spitze, genau so sollte ein Hostel meiner Meinung nach sein. Die Lage mitten in der Altstadt ist optimal. 24 Stunden Rezeption die einem immer weiter hilft, egal bei was. Die Zimmer waren absolut zweckmäßig, man schläft ja auch nur da drin. Noch dazu kommt, dass ich in den letzten 4 Tagen das komplette 10er Zimmer für mich alleine hatte, was auch angenehm war. Sanitärräume so wie mans erwartet und sauber. Kostenloses WLAN ist verfügbar, allerdings fast nur in der Lobby, was den Vorteil hat, dass die Leute sich dort versammeln und man leicht mit ihnen ins Gespräch kommen kann. Überhaupt gibt die Lobby nochmal nen dicken Pluspunkt, das war wirklich ein Raum in dem man gerne ist.

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Dazu kommt noch, dass jeden Tag 3-4 Aktivitäten vom Hostel organisiert werden es wird also nie langweilig. Tja, die Bar spricht auch für sich, preislich an die Bedürfnisse sparsam Reisender angepasst und genau der richtige Ort um Leute zu treffen die nach Barschluss noch mit in die anderen Bars und Clubs der Stadt ziehen. Nicht zuletzt der Preis für eine Übernachtung von 11 € machen das Cats Hostel zum wohl besten in dem ich bisher war. Einziger Minuspunkt: Es gab keine Küche zur freien Verfügung. Das ist wirklich das einzige was noch fehlt.
Heute gings also wieder mal mit dem Roller los. Richtung Süden sollts gehen, runter zum Meer.
An sich ists nicht all zu weit, vielleicht 550 Kilometer. Aber halt auch nur wenn man Autobahn fährt. Sonst ists natürlich weiter. Noch dazu kommt, dass da unten die Sierra Nevada ist. Mit knapp 4000 Metern Höhe auch nicht ganz ohne für den Roller. Man wird sehen. Ich hab auf jeden Fall ne gefühlte Ewigkeit gebraucht um aus der Metropolregion um Madrid raus zu kommen. Speziell, da sich mein Kicker mal wieder bei nem Tankstop verabschiedet hat. Diesmal jedoch wusste ich was das Problem ist und wie ichs schnell beheben kann, somit hat mich diese Panne nur etwa ne viertel Stunde gekostet. Ich hab aber das Gefühl, dass ich das nicht zum letzten mal repariert hab. Was gab’s noch? Ah ja, ich bin durch nen, naja nicht ganz Wirbelsturm aber doch ne ordentliche Windhose gefahren. War mitten auf dem Land, die Straße macht ne Kurve, durch Bäume am Straßenrand seh ich nichts und dann ist das Ding auch schon direkt vor mir. Durch das ganze Stroh das da im Kreis gewirbelt wurde konnte man schön sehen, das es etwa nen Durchmesser von 20 Meter hatte. War aber nicht schlimm, n bisschen zur jeweiligen Seite ist man halt abgetrieben worden und das Stroh hat etwas genervt. Ansonsten war die Fahrt recht ruhig. Endlos weite Felder in die sich immer mehr Hügel und Olivenbäume mischten. Mein Zelt hab ich dann auf nem umgemähten Weizenfeld aufgeschlagen. Wollt fast schon ohne Zelt und Isomatte schlafen, zum Glück hab ich das nicht, denn in der Nacht wurde es schweinekalt. Als ich grad mein Zelt aufgebaut hab, ist auch gleich ein Bauer aufgetaucht und hat mir versucht irgendwas klar zu machen, ich hab aber keine Ahnung was das war. Dafür sind meine Spanischkenntnisse zu gering. Hat grad so gereicht um ihm klar zu machen, dass ich nur eine Nacht bleiben will, damit war er dann scheinbar irgendwie zufrieden.

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Windmühle entlang der Don Quichote Straße

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Die Sonne im Rücken

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Nachtlager

Ein Tag im Park

Mein Wecker ging heute um 9, denn ich musste ja bis um 11 auschecken. Zum Frühstück hab ichs noch pünktlich kurz vor 10 geschafft, aber ich war definitiv zu müde um dann mein Zeug zu packen und abzureisen. Also hab ich noch ne extra Nacht gebucht und mich nochmal bis um 13 Uhr hingelegt. Danach gings mir besser. Ich hab dann mein spanisch Lehrbuch und n großes Handtuch eingepackt und hab mich auf den Weg zum Retiro Park gemacht. Unterwegs bin ich dann noch schnell in ein Museo del Jamón gegangen, ist so ne lokale Fastfoodkette die allerlei Köstlichkeiten rund um Schinken anbietet, und das zu nem äußerst guten Preis. Wer mal in Madrid ist sollte sich das nicht entgehen lassen.
Der Retiro Park war wirklich klasse, gefällt mir noch besser als der englische Garten in München. Da bin ich dann sicher ein paar Stunden rumgelegen, hab gelesen und mein Spanisch etwas aufgefrischt.

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Erwähnenswert ist sicher noch eine Statue im Park. Eine wie es verständlicherweise nur ganz wenige auf der Welt gibt, denn sie stellt den gefallenen Engel Luzifer dar, welcher dann laut der Bibel der Teufel wird. Ob es Zufall ist, dass die Statue genau 666 Meter über Meeresniveau steht? Man weis es nicht…

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Der Glaspalast

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Eingang zum Rosengarten

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Der gefallene Engel

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Organisatorisches

Heute musste einiges erledigt werden, weshalb ich untertags wenig erlebt hab. Ich musste mir nen neuen Rasierapparat kaufen, der alte hatte vor ein paar Tagen den Geist aufgegeben und ich seh inzwischen schon sehr bärtig aus. Außerdem musste neues Bargeld beschafft und die Wäsche mal wieder gewaschen werden. Und das nach fast 2 Reisemonaten in meinem Rucksack entstandene Chaos musste auch mal wieder beseitigt werden. Und da heute meine voraussichtlich letzte Nacht in Madrid ist, musste grob nach neuen Zielen Ausschau gehalten werden.
Am Abend bin ich dann noch ein letztes mal in die Hostel Bar. Hat sich dann doch wieder in die Länge gezogen und als die Bar gegen halb 3 geschlossen wurde bin ich hoch ins Bett. Nach schlafen war mir aber irgendwie gar nicht. Also bin ich nochmal runter in die Lobby und hab da mit ein paar Leuten die auch nicht in die Stadt gegangen sind noch etwas gequatscht.

Der Tag danach

Wie ich mich den heutigen Tag über gefühlt habe,  möchte ich jetzt hier nicht in allen Einzelheiten darlegen. Nur soviel sei gesagt: gegen 16 Uhr sind einer meiner Zimmergenossen und ich mit der Metro zum Hostel zurück gefahren und ich hab dann im Endeffekt den Rest des Tages im Bett verbracht.

Im Prado

Heute ging mein Tag effektiv mit einem Picknick vor dem Palast los. Zusammen mit Shen und Ting Ting bin ich erst noch einkaufen und dann haben wir uns im Schatten einiger Bäume niedergelassen.

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Spatz der sich die Reste von unserem Picknick geholt hat

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Anschließend bin ich noch ins Museo del Prado. Hab da auch einige Stunden verbracht, hat mir aber im Endeffekt nicht so gut gefallen wie der Louvre in Paris.

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Vorm Museum

Am Abend dann gab’s in der Lobby erst mal ne große Runde Maumau, ist halt doch so ziemlich das einfachste Kartenspiel das es gibt. Danach dann rüber in die Bar. Dort hab ich ein mir neues Trinkspiel aus Kanada kennen gelernt, Flip-Cup. Zwei Teams stehen sich gegenüber, jeder Spieler hat einen Plastikbecher mit Getränk vor sich. Diesen gilt es so schnell wie möglich zu leeren und den Becher dann von der Tischkante mit einem Finger zu „flippen“, also ihn leicht überstehen zu lassen und dann mit dem Finger von unten dagegen schlagen, damit der Becher eine 180º Drehung vollführt und auf seiner Oberseite auf dem Tisch stehen bleibt. Hat man das geschafft, ist der nächste aus dem eigenen Team dran. Welches Team zuerst fertig ist gewinnt natürlich.
Als die Hostelbar dann zu machte sind wir weiter in nen Club in der Innenstadt, der uns mit dem Angebot 10 € Eintritt und alle Getränke umsonst angelockt hat. Als der irgendwann auch dicht gemacht hat, gings in den nächsten. Doch auch da war gegen 6 Uhr Schluss. Dann war natürlich die Frage wohin nun? Spontan hat sich einer den wir in einem der beiden Clubs kennen gelernt haben bereit erklärt uns seine Wohnung zur Verfügung zu stellen. Also zu siebt in zwei Taxis gestiegen und los gings. Was ich erwartet habe: ne einfache Zweizimmer Studentenwohnung. Wie sich allerdings herausstellte war es etwas mehr, 15 Zimmer,  allesamt äußerst nobel eingerichtet. Lag daran, dass das mehr oder weniger die Zweitwohnung seiner Eltern ist die, so wie ichs verstanden hab in der spanischen Botschaft in den USA (oder umgekehrt) so zu sagen das sagen haben. Den Morgen haben wir dann noch mit einigen Drinks im Wohnzimmer/Bibliothek begrüßt, bevor sich dann jeder igendwo nen Platz zu schlafen gesucht hat, was bei 3 Schlafzimmern kein Problem war.

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Ruhetag

Eigentlich wollten Shen, ein Ami den ich jetzt schon seit 3 Tagen kenn und der mit mir im selben Zimmer ist, und ich uns heute mit ein paar anderen die wir gestern auf der Stadtführung kennengelernt haben um 10 Uhr treffen um auf den wöchentlichen Groß-Flohmarkt zu schauen. Um 9 Uhr ging dann auch der Wecker, aber aufstehen war nicht drin. Das war definitiv nicht genug Schlaf. Wir sind dann erst um 14 Uhr zum Palast gelaufen um sie dann da zu treffen. Da wir noch nichts gefrühstückt haben und die anderen den Vormittag auf dem Flohmarkt rumgelaufen sind waren wir alle recht hungrig. Also wollten wir in ne Tapas Bar gehen. Jemand kannte da auch schon eine die gut sein soll und so sind wir dann da hin gelaufen. Die Bar war auch gut besucht und war auch echt schön eingerichtet. Es gab dann für jeden ein Bier für 6 € zudem man aber so viele Tapas haben konnte wie man wollte. Gab eine reiche Auswahl und geschmeckt hats auch hervorragend, vor allem der Schinken war klasse.
Anschließend sind wir in nen Park gegangen und haben uns in Schatten gelegt. Ich war nicht der einzige der die Zeit für ein kleines Nickerchen nutzte. Wir waren echt lange dort, bis nach 19 Uhr. Nen Großteil haben wir mit echt interessanten Diskussionen über die verschiedensten Dinge verbracht, von Naivität, Altruismus und Nordkorea bishin zu sehr privaten Themen die man normalerweise nicht mit Leuten besprechen würde die man gerade mal 5 Stunden kennt. So interessante und kontroverse Diskussionen hatte ich bisher selten.
Anschließend haben wir uns geteilt und Shen, Ting Ting und ich haben aus dem Hostel noch ein paar andere Mädels aus Kanada und Neuseeland abgeholt um essen zu gehen.  Eigentlich wollten wir indisch essen gehen, haben das indische Viertel aber irgendwie nicht gefunden und so wurde es dann doch wieder Paella beziehungsweise Enchiladas für mich. Zwar mehr mexikanisch als spanisch aber auch sehr gut. Um 23 Uhr bin ich dann zurück ins Hostel, heute wollt ich definitiv früher schlafen gehen. War also nur noch etwas in der Lobby um E-Mails zu beantworten und bin dann schlafen gegangen.

Unterwegs mit Jesus

Heute bin ich früh genug aufgestanden um noch frühstücken zu können. War echt gut, große Auswahl und all you can eat.
Um 11 Uhr ging dann eine geführte Tour durchs Zentrum von Madrid los. Die werden täglich vom Hostel angeboten. Unser Guide, Jesus aus Venezuela, war echt klasse. Lebt seit 7 Jahren in Madrid und kennt sich echt aus. Immer kleine Anekdoten und viele historische Fakten zur Geschichte der Stadt. Auch cool: Weil er mal in dem ältesten Restaurant der Welt ( Im Guinness Buch der Rekorde als ältestes durchgehend geöffnetes und unter gleichem Namen geführtes Restaurant seit 1725), dem Restaurante Botín gearbeitet hat durften wir da auch nen Blick in Küche und Weinkeller werfen. Spezialität des Hauses ist übrigens Ferkel aus dem Holzofen. Da war ich schon stark am überlegen ob ich mir nicht noch so eines gönnen soll bevor ich Madrid verlasse.

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Die Ferkel bevor sie in den Ofen kommen

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Angestaubtes Weinregal im Weinkeller

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Gastraum im Keller des Botín

Nächster größerer Hotspot war dann der Mercardo San Miguel, ein Markt auf dem es wirklich viele fantastische Leckereien gab.  Zwar nicht ganz billig, aber ein oder zwei Tapas müssen da schon sein.

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Mercardo San Miguel

Nächster größerer Programmpunkt war die Kathedrale, die erst 1992 von einer Kirche zur Kathedrale aufgewertet wurde.

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Kathedrale von Madrid

Dann gab’s noch ein paar Infos zum königlichen Palast gleich um die Ecke und zu ein paar der hier als Statuen verewigten ehemaligen Königen Spaniens.

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Zum Schluss sind wir noch zur Puerta del Sol gegangen, dem Zentrum nicht nur Madris sondern auch ganz Spaniens.
Die Tour hat 5 Stunden gedauert und war echt klasse. Kann ich jedem nur empfehlen der mindestens einen Tag in Madrid ist. Die Tour beginnt täglich um 11 Uhr vor dem Cats Hostel, man kann natürlich auch mitlaufen wenn man nicht in dem Hostel wohnt.
Anschließend bin ich mit einem Teil der Gruppe zum essen gegangen, bei der Gelegenheit hatte ich dann auch meine erste Paella. Konnte geschmacklich überzeugen.
Dann gings erst mal wieder zurück ins Hostel. Bei ein paar kühlen Bier in der Lobby wurde dann bis um 22 Uhr gechilt und über alles mögliche mit Leuten aus der ganzen Welt geredet. Ab 22 Uhr gab’s dann ne Tanzshow im Keller des Hostels. Die hattens echt drauf. Und obwohl ich gegen Mitternacht eigentlich ins Bett gehen wollte ist es doch wieder ne längere Nacht geworden. Ich hab mich mit einer Brasilianerin und einer Schwedin die beide seit Jahren in Madrid leben angefreundet und die haben mich und noch 5 andere aus dem Hostel dann noch in zwei Pubs geschleppt. Waren denk ich mal Geheimtips, da nicht ganz so überlaufen und mit angenehmen Preisen und guter Musik. War also noch ne echt spaßige Nacht und um 6 Uhr in der Früh war ich dann wieder im Hostel und hab mich schlafen gelegt.

Tag 2 in Madrid

Heute hab ich leider das Frühstück verschlafen. Am Nachmittag bin ich einfach ziellos etwas durch die Stadt gelaufen. War meim Palast, der Kathedrale  und am wichtigsten Platz Madrids, Puerta del Sol.

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Der königliche Palast

Aber es war ziemlich heiß, ich war nicht all zu lange unterwegs. Hab mich dann in die Hostellobby gehockt und gelesen und mich mit allen möglichen Leuten unterhalten. Eigentlich wollt ich nach der Nacht gestern die Sache etwas langsamer angehen lassen, aber es ist schwer sich dem sozialen Zwang in die Bar zu gehen zu entziehen. Geburtstag hatte auch noch einer, alles was wir auf die schnelle an der Bar auftreiben konnten war das:

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So sind wir zu acht gegen Mitternacht los in die Stadt um noch n bisschen was vom Nachtleben zu sehen. Und Madrid hat mal wieder nicht enttäuscht: ein komplettes Viertel war voller Leute die auf der Straße feierten. Musik von überall, Alkohol wurde auch überall verkauft. Absolut verrückt.  Das geht hier sicher bis Sonnenaufgang, aber ganz so lang sind wir nicht geblieben, wir haben uns sowieso recht schnell in der Menge verloren. Aber Madrid weis echt wie man Party macht.

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Der Typ mit den Strohhalmen in den Haaren

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Straßenparty